Die Legende von Korra (Originaltitel , alternativ: ) ist eine US-amerikanische Fantasy-Zeichentrickserie, deren Premiere am 14. April 2012 stattgefunden hat. Sie ist eine Fortsetzung bzw. eine Nachfolgeserie der erfolgreichen Serie Avatar – Der Herr der Elemente. Die Serie umfasst zwei Staffeln, aufgeteilt in vier Büchern, mit insgesamt 52 Episoden. Die deutschsprachige Erstausstrahlung erfolgte am 26. August 2012 bei Nickelodeon Deutschland/Österreich.

Handlung In der Welt von Avatar haben einige Menschen die Macht, eines der vier Elemente zu bändigen, also nach ihrem Willen zu formen (im englischen Original wird der Ausdruck to bend – bending, also biegen/neigen/wölben statt bändigen verwendet). Nur eine Person, bekannt als der Avatar, kann alle vier Elemente bändigen. Er oder sie muss zwischen den vier Bändigervölkern das Gleichgewicht halten.

Die Serie spielt ca. 70 Jahre nach dem Ende von Avatar – Der Herr der Elemente. Die ehemaligen Kolonien der Feuernation im Erdkönigreich sind durch Bemühungen von Avatar Aang und Feuerlord Zuko zu einem eigenständigen Reich, der Vereinten Republik der Nationen, geworden, in dessen Hauptstadt Republika ein Großteil der Handlung spielt.

Die Geschichte wird am Anfang jeder Folge von einem allwissenden Erzähler im Sensations-Nachrichten-Stil zusammengefasst.

Buch 1: Luft mini|Cosplay – Die Legende von Korra – Korra (l.) und Mako (r.), 2012 Die hitzköpfige und eigenwillige Korra ist die Hauptfigur der Serie und die nächste Inkarnation des Avatars nach Aang. Sie kommt ursprünglich vom Südlichen Wasserstamm und reist zu Beginn der Serie nach Republika, um nach Wasser, Erde und Feuer das vierte Element Luft bändigen zu lernen. Dort wollen die Equalisten unter der Führung des geheimnisvollen Maskenträgers Amon eine Revolution anzetteln. Amon propagiert, dass Bändigen unnatürlich sei, und man allen Bändigern diese Fähigkeit nehmen müsse, um Gleichheit unter den Menschen zu schaffen. Erschreckenderweise besitzt er die Macht, einen Bändiger für immer seiner Kraft zu berauben. Damit ist er außer dem Avatar der einzige Mensch auf der Welt mit dieser Fähigkeit. Seine Untergebenen benutzen Chi-Blockaden, um ihre Gegner kurzzeitig des Bändigens zu berauben. Korra lernt im ersten Buch das Luftbändigen von Tenzin, dem jüngsten Kind von Aang und Katara, Meister des Lufttempels von Republika und Mitglied des Großen Rats der Vereinten Republik. Erste Kontakte in der Großstadt knüpft sie mit den Waisen-Brüdern Mako und Bolin, die sie in ihr Profi-Bändiger-Team „Feuer-Frettchen“ – benannt nach Bolins zahmem roten Haustier – aufnehmen. Bei der Trendsportart Profi-Bändigen treten Bändiger in Dreierteams gegeneinander an und versuchen, sich mittels Erde, Wasser und Feuer von einer Plattform zu schießen. Das Element Luft ist in dieser Sportart nicht vertreten, da Aangs Nachkommen die einzigen Luftbändiger auf der Welt sind. Sehr schnell stößt auch Asami zum „Team Avatar“, die Mako durch einen Zusammenstoß mit ihrem Motorroller kennenlernte. Ihr Vater ist Hiroshi Sato, Chef von „Future Industries“ und Erfinder des Satomobils, das Auto der Avatarwelt. Dadurch ist er der mächtigste Großindustrielle in Republika.

Asami ist angetan von Makos Sportlichkeit und er von ihrer Schönheit und Freundlichkeit. Die beiden werden ein Paar, was Korra leicht missfällt. Darunter leidet zeitweise sogar die Spielperformance der Gruppe. Über ihre Aktivität als Sportlerin wird Korra in die Revolution verwickelt, als Equalisten Bolin entführen. Sie schließt sich einem Sonderkommando von Ratsmitglied Tarrlok an, welche die Equalisten bekämpfen soll. Als sie jedoch erkennt, dass Tarrlok nur auf seinen Machterhalt aus ist, versucht sie mit Hilfe von Bolin, Mako und Asami selber die Equalisten zu stoppen. Tarrlok warnt sie davor, ihm in die Quere zu kommen. Als Korra ihn daran hindern will, einige zivile Nichtbändiger festzunehmen, lässt er alle drei Freunde von Korra verhaften. Es kommt zu einem Kampf, in dessen Verlauf Tarrlok Korra mittels Blutbändigen überwältigt und entführt. Blutbändigen ist eine Variante des Wasserbändigens, bei dem der Bändiger das Blut der Menschen beherrscht und sie damit wie Marionetten steuern kann. Kurz darauf wird Tarrlok vom Equalistenanführer Amon überrascht. Dieser nimmt Tarrlok die Fähigkeit des Bändigens und sperrt ihn ein. Korra schafft es währenddessen zu entkommen. Bald kommt es zur finalen Begegnung mit Amon, auf deren Höhepunkt Amon Korra ihre Bändigerfähigkeiten scheinbar für immer entzieht. Dabei stellt sich heraus, dass Amon Tarrloks verschollener Bruder Noatak ist. Ihrer Fähigkeiten beraubt, entwickelt Korra in einem Akt der Verzweiflung die Fähigkeit, Luft zu bändigen und rettet damit ihre Freunde vor Amon. Dieser flieht und lässt seinen Bruder wieder frei, der ihn glauben lässt, er stünde auf Noataks Seite. Gemeinsam fliehen sie in einem Boot. Während der Fahrt jagt Tarrlok das Boot mit sich und Noatak in die Luft. Korra fällt aufgrund des Verlustes ihrer anderen Fähigkeiten in tiefe Depressionen. Sie erfährt, dass man manchmal tief fallen muss, um sich weiterzuentwickeln. Durch diese Erkenntnis erlangt sie spirituelle Einheit mit den früheren Avataren. Aang gibt ihr ihre Fähigkeiten mittels Energiebändigen zurück. Nun kann sie allen Opfern Amons die Bändigerkräfte wiedergeben und endlich in den Avatar-Zustand gelangen, in dem ihre Bändigerfähigkeiten um ein Vielfaches stärker sind. Sie kommt auch mit ihrem Schwarm Mako zusammen, der sich – hin- und hergerissen zwischen Asami und Korra – erstmals für sie entscheidet.

Buch 2: Geister Sechs Monate nach dem Sieg über die Equalisten reist der Avatar mit seinen Freunden zum Südlichen Wasserstamm, als plötzlich ein sogenannter Dunkler Geist auftaucht und sie angreift. Tenzins Techniken gegen den Geist versagen. Nur dank Unalaq, dem jüngeren Bruder von Korras Vater Tonraq, kann der Geist aufgehalten werden. Unalaq erzählt ihr, dass die Tore zwischen der materiellen Welt und der Geisterwelt, so genannte Geistertore seiner Meinung nach immer offen sein sollten; dass Menschen und Geister zusammen in Harmonie in derselben Welt leben sollten. Daraufhin wählt Korra ihn als spirituellen Mentor. Tenzin reist, deswegen schwer beleidigt, mit seiner Frau Pema, seinen Kindern Jinora, Ikki, Meelo und Rohan sowie seinen Geschwistern Kya und Bumi zum Südlichen Lufttempel. Korra reist unterdessen zum Südpol, um das südliche Geisterportal zu öffnen. Begleitet wird sie von ihren Freunden Mako und Bolin sowie Unalaq, und seinen Kindern, den zweieiigen Zwillingen Desna und Eska. Beide sind auf unfreiwillig komische Weise rational, und das extrem dominante Mädchen von den beiden, Eska, verdonnert Bolin zu einer Beziehung mit ihr, was ihm nur sehr kurz gefällt. Durch die Öffnung des Portals entsteht jedoch ein Konflikt: Truppen des Nördlichen Wasserstammes unter Unalaq sind in den Süden einmarschiert. Er nennt die Gefahr der dunklen Geister als weiteren Grund, die Stämme zu vereinen. Dem Südlichen Stamm gefällt das jedoch gar nicht, da der Norden sich wie eine Besatzungsmacht gebärdet. Es droht ein Bürgerkrieg, den Korra zu verhindern versucht. Doch bald kommt sie dahinter, dass Unalaq sie nur benutzt hat, um den Süden zu erobern. Es kommt ans Licht, dass Unalaq ihren Vater heimlich in eine Falle gelockt hat, damit er verbannt wird.

Dadurch hat Unalaq freie Hand, den Konflikt als neuer Anführer des Nordstammes unauffällig weiter zu schüren. Die Falle diente auch dazu, die Geister zu erzürnen, damit Unalaq sich als Retter aufspielen kann. Korras Vater Tonraq und das verrückte Genie Varrick, ebenfalls vom Südwasserstamm, schmieden einen Plan, Unalaq zu entführen und dem Nördlichen Stamm damit den Kopf abzuschneiden. Korra glaubt fest, dass Unalaq nur gute Absichten hat und vereitelt den Plan. Vor Gericht werden Tonraq, Varrick und ihre Leute als Verräter verurteilt. Unalaq, ganz der edle Schlichter, überzeugt den Richter, sie nicht töten zu lassen, und die Strafe wird auf Gefängnis reduziert. Korra, Mako und Asami planen mit Varrick, der untertauchen konnte, Tonraq zu befreien. Doch laufen sie dabei Unalaq in die Arme, der jetzt seine Maske fallen lässt. Korra begibt sich mit ihren Freunden zurück nach Republika, wo sie den neu gewählten Präsidenten Raiko vergeblich um militärische Hilfe für ihren Stamm bittet. Daraufhin reist sie zur Feuernation, wo sie hofft, endlich Unterstützung für eine Militäraktion gegen Unalaq zu finden. Dabei trifft sie auch auf Avatar Aangs alten Freund Feuerlord Zuko. Auf den Weg dorthin wird sie von einem dunklen Geist attackiert, welcher ihre Erinnerungen raubt. Ohne zu wissen wer sie ist, begibt sie sich in eine tiefe Trance, bei der sie in Kontakt zu ihren Avatar-Vorgängern tritt. Sie begegnet dort dem ersten Avatar namens Wan, der ihr seine Geschichte erzählt: Er wurde zum ersten Avatar, um den dunklen Geist Vaatu aufzuhalten, die sprichwörtliche Verkörperung der Finsternis. Dazu verschmilzt er mit dem Lichtgeist Raava. Sie ist Vaatus Gegenstück und beide können ohne den anderen nicht existieren. Erst durch die Fusion von Raava dem Lichtgeist mit einem Menschen entsteht das, was der Zuschauer als Avatar kennt. Während der Harmonischen Konvergenz (eine Planetenkonjunktion) schließt Wan den dunklen Vaatu in der Geister-Welt im Baum der Zeit ein. Während Korra sich wiederfindet und die Anfänge des Avatars kennenlernt, und der Konflikt zwischen den Wasserstämmen weiter im Hintergrund schwelt, verlagert sich die Handlung wieder stärker nach Republika. Als taufrischer Ermittler bei der Polizei findet Mako Hinweise, dass die Wasserstämme gegeneinander ausgespielt werden. Doch niemand nimmt ihn ernst, da er der Neue ist, und man erlaubt sich Späße mit ihm. Korra schmiedet einen Plan, mit dem Kommandanten der Feuernationstreitkräfte, Iro, die Autorität des Präsidenten von Republika zu unterwandern und dem Südwasserstamm heimlich zu Hilfe zu eilen. Mako will eine Eskalation des Konflikts vermeiden und verrät Korra. Wutentbrannt stellt sie ihn zur Rede und frustriert beendet er die Beziehung.