Strenči (deutsch Stackeln) ist eine Kleinstadt in der Region Vidzeme, dem historischen Livland, im Norden Lettlands. Im Jahre zählte sie Einwohner.
Geschichte Das erste Mal wurde der Ort auf einer Karte des Postweges von Riga nach Dorpat (estnisch: Tartu) verzeichnet. Seit dem 18. Jahrhundert wurden von Strenči und den umliegenden Rittergütern aus Baumstämme die Gauja hinab geflößt. Die Eröffnung der Station Stackeln an der Bahnlinie Riga–Pleskau 1889 brachte einen wirtschaftlichen Aufschwung mit sich.
mini|Gebäude des Psychoneurologischen Krankenhauses Strenči mit Wasserturm
Ab 1903 wurde auf Initiative der Livländischen Ritterschaft die Psychiatrische Klinik des Gouvernements Livland erbaut, welche zu den modernsten in Europa zählte. Die Gebäude und Parkanlagen wurden von dem deutschbaltischen Architekten August Reinberg aus Riga entworfen.
Nach der zweiten Besetzung Lettlands durch die Sowjetunion 1945 wurden in Strenči Industriebetriebe angesiedelt, so dass die Einwohnerzahl bis 1979 auf 2666 anstieg.
Von 2009 bis 2021 bestand eine gleichnamige Verwaltungsgemeinschaft (Strenču novads) mit Seda und zwei Landgemeinden, die anschließend im Bezirk Valmiera aufging.
Veranstaltungen Alljährlich im Mai feiert Strenči das große Flößerfest (lettisch: Gaujas plostnieku svētki). Den Anstoß dazu gaben einstige Flößer auf der Gauja, als sie, zusammen mit ihren Nachkommen und jungen Männern aus Strenči, 1998, drei Jahrzehnte nach dem Ende der Berufsflößerei auf der Gauja, bei der Brücke der Staatsstraße P 24 (lettisch: Spicu tilts) über die Gauja wieder ein großes Floß bauten und es in den beiden folgenden Tagen nach Strenči flößten.Ieva Vītola: Gaujas plostnieki. Tradīciju burtnīca. Starpnozaru mākslas grupa SERDE, Aizpute 2017, ISBN 978-9934-8379-7-5.
Partnerstädte Es bestehen Städtefreundschaften mit Lainate (Italien), Rosice u Brna (Tschechien) und Sayda (Deutschland)
Einzelnachweise
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