Psychosexualität ist ein von Sigmund Freud geprägter Begriff, der zu vermitteln versucht, dass sich das Trieberleben – neben den körperlichen Empfindungen von Erregung, Erektion und Eruption – zu einem wesentlichen Teil im psychischen Raum abspielt. Ausgehend von der infantilen Sexualität und ihrer Domestizierung durch den Ödipuskonflikt und die Triangulierung, postuliert die Psychoanalyse die Psychosexualität als komplexes Spiel zwischen Natur und Kultur, zwischen Lust und Realität, zwischen Erleben und Handeln, zwischen Sehnsucht und Triebabfuhr. Psychosexualität beschreibt den Kern des Unbewussten, die wichtigsten Maximen der Triebregulierung sind Abwehr, Widerstand und Übertragung.
Literatur Sigmund Freud: Sexualleben. Band V der Studienausgabe, Frankfurt am Main: S. Fischer, 1972 ff. Wolfgang Mertens: Entwicklung der Psychosexualität und der Geschlechtsidentität, 2 Bände, Stuttgart: Kohlhammer 1992 bzw. 1994.
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Kategorie:Psychoanalyse