Der Figurenkeramformer ist in Deutschland ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf nach Berufsbildungsgesetz.
Ausbildungsdauer und Struktur Die Ausbildungsdauer zum Figurenkeramformer beträgt in der Regel drei Jahre. Die Ausbildung erfolgt an den Lernorten Betrieb und BerufsschuleRahmenlehrplan der KMK zum Figurenkeramformer (PDF; 559 kB). Abgerufen am 20. Januar 2011.
Arbeitsgebiete Figurenkeramformer arbeiten in der keramischen Industrie und in Porzellanmanufakturen. Sie formen Figuren und Figurenteile, gießen Figuren und setzen Einzelteile zusammen. Dabei nutzen sie eine dünnflüssige Tonmischung, den Schlicker. Die Klebeflächen werden mit Garnierhölzern, Messer und Pinsel nachbearbeitet. Falls erforderlich, werden Stützen oder Platten an das Modell angebracht, um die Einzelteile zu stabilisieren. Wichtig ist dabei, dass sie die anschließenden Weiterverarbeitungsprozesse beachten, damit die Teile beim anschließenden Formen, Brennen oder Fügen nicht zerstört werden. Nach der Trocknung des Formlings wird die Arbeit nochmals geprüft, bevor er in einen Brennofen gelangt.
Entwicklung Eine Untersuchung des Ausbildungsberufes im Jahr 2010 ergab, dass eine Integration des Figurenkeramformers in den Keramiker nicht möglich ist. Auch wurde kein Handlungsbedarf gesehen, die Ausbildungsinhalte neu zu ordnen.Untersuchung des KWB zu dualen Ausbildungsberufen (PDF; 181 kB). Abgerufen am 20. Januar 2011.
Berufsschule Figurenkeramformer besuchen beispielsweise die Knobelsdorff-Schule in Berlinknobelsdorff-schule.de: oder die Staatliche Berufsschule in Selb.KMK:
Einzelnachweise
Weblinks
Untersuchung der Hans-Böckler-Stiftung zur Entwicklung der Fachausbildung in der Feinkeramik (PDF; 962 kB). Abgerufen am 20. Januar 2011.
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