Rodenroth ist ein Ortsteil der Gemeinde Greifenstein im mittelhessischen Lahn-Dill-Kreis am Rand des hessischen Westerwaldes.

Geographie Das Dorf gehört naturräumlich zum Hohen Westerwald. Im Nordwesten verläuft die Landesstraße 3046.

Geschichte Ortsgeschichte Bekanntermaßen erstmals urkundlich erwähnt wurde Rodenroth im Jahre 1255. Durch archäologische Funde wird eine Besiedlung zur Steinzeit vermutet. Im Jahr 1751 wurde die erste Schule erbaut, sie wurde 1951 erneuert. Das erste Backhaus folgte 1893.

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Rodenroth zum 31. Dezember 1971 auf freiwilliger Basis in die Gemeinde Beilstein eingemeindet, die am 1. Januar 1977 mit Greifenstein und weiteren bis dahin selbstständigen Gemeinden durch das Gesetz zur Neugliederung des Dillkreises, der Landkreise Gießen und Wetzlar und der Stadt Gießen zur neuen Gemeinde Greifenstein zusammengeschlossen wurden.Gerstenmeier, K.-H. (1977): Hessen. Gemeinden und Landkreise nach der Gebietsreform. Eine Dokumentation. Melsungen. S. 293. Für Rodenroth wurde, wie für alle ehemals eigenständigen Gemeinden von Greifenstein, ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.Hauptsatzung der Gemeinde Greifenstein § 6. Abgerufen im Februar 2019. Sitz der Gemeindeverwaltung wurde der Ortsteil Beilstein.

Verwaltungsgeschichte im Überblick Die folgende Liste zeigt die Staaten und deren Verwaltungseinheiten,Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan. denen Rodenroth angehört(e):

14. Jahrhundert: Heiliges Römisches Reich, Nassau-Dillenburg, Kalenberger Zent, Kirchspiel Beilstein 1343–1561: Heiliges Römisches Reich, Nassau-Beilstein, Amt Beilstein 1562–1606: Heiliges Römisches Reich, Nassau-Dillenburg, Amt Beilstein 1607–1620: Heiliges Römisches Reich, Nassau-Beilstein, Amt Beilstein ab 1621 Heiliges Römisches Reich, Grafschaft/Fürstentum Nassau-Diez, Amt Beilstein ab 1790: Heiliges Römisches Reich, Fürstentum Nassau-Diez, Amt Driedorf 1806–1813: Großherzogtum Berg, Département Sieg, Arrondissement Dillenburg, Kanton Driedorf 1813–1815: Fürstentum Nassau-Oranien, Amt Driedorf ab 1816: Herzogtum Nassau, Amt Herborn ab 1849: Herzogtum Nassau, Kreisamt HerbornAbtrennung der Justiz (Justizamt Herborn) bis 1854. ab 1854: Herzogtum Nassau, Amt Herborn ab 1867: Norddeutscher BundDer Norddeutsche Bund war der erste deutsche Bundesstaat unter der Führung Preußens. Er war die geschichtliche Vorstufe des Deutschen Reichs., Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, DillkreisEndgültige Trennung zwischen Justiz (Amtsgericht Herborn) und Verwaltung. ab 1871: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Dillkreis ab 1918: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Dillkreis ab 1932: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Landkreis Dillenburg ab 1933: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Dillkreis ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Nassau, Dillkreis ab 1945: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Dillkreis ab 1946: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Land Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Dillkreis ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Dillkreis ab 1968: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Dillkreis ab 1972: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Dillkreis, Gemeinde BeilsteinAm 31. Dezember 1971 wurde Rodenroth als Ortsteil in die Gemeinde Beilstein eingegliedert. ab 1977: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Lahn-Dill-Kreis, Gemeinde GreifensteinAm 1. Januar 1977 schlossen sich die Gemeinden Ulmtal (mit ihren Ortsteilen) und Beilstein (mit den Ortsteilen Beilstein, Rodenroth und Rodenberg) mit den Orten Arborn, Greifenstein, Nenderoth und Odersberg zur neuen Gemeinde Greifenstein zusammen. ab 1981: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Gießen, Lahn-Dill-Kreis, Gemeinde Greifenstein

Bevölkerung Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Rodenroth 411 Einwohner. Darunter waren 9 (2,2 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 48 Einwohner unter 18 Jahren, 99 waren zwischen 18 und 49, 39 zwischen 50 und 64 und 36 Einwohner waren älter. Die Einwohner lebten in 171 Haushalten. Davon waren 39 Singlehaushalte, 63 Paare ohne Kinder und 57 Paare mit Kindern, sowie 12 Alleinerziehende und keine Wohngemeinschaften. In 51 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 99 Haushaltungen leben keine Senioren.

Einwohnerentwicklung

Religionszugehörigkeit Quelle: Historisches Ortslexikon • 1885: 360 evangelische (= 99,72 %) Einwohner. Ein anderer Christ, keine Katholiken. • 1961: 338 evangelische (= 87,56 %), 47 katholische (= 12,18 %) Einwohner

Ortsbeirat Für den Ortsteil Rodenroth gibt es einen fünfköpfigen Ortsbeirat mit Ortsvorsteher. Nach den Kommunalwahlen in Hessen 2021 ist der Ortsvorsteher Hans Walter Weil.Ortsbeiräte der Gemeinde Greifenstein, abgerufen im Januar 2022.

Kultur und Infrastruktur Im Ort gibt es ein Dorfgemeinschaftshaus, ein Freizeitzentrum des CVJM-Kreisverbandes Wetzlar/Gießen e.V.Website des CVJM-Freizeitzentrum Rodenroth, zwei Backhäuser, ein evangelisches Gemeindehaus, eine fast 1000 Jahre alte Linde und einen Waldlehrpfad.

Anmerkungen und Einzelnachweise Anmerkungen

Einzelnachweise

Weblinks

Ortsteil Rodenroth In: Webauftritt der Gemeinde Greifenstein.

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