Rodenberg ist der kleinste Ortsteil der Gemeinde Greifenstein im mittelhessischen Lahn-Dill-Kreis am Rand des hessischen Westerwaldes.

Das ursprüngliche Haufendorf liegt am Südhang des Wittgenbergs (477 m ü. NN) und gehört naturräumlich zum Hohen Westerwald.

Geschichte Ortsgeschichte Soweit bekannt erstmals schriftlich erwähnt wurde Rodenberg am 4. Juni 1315 in einer Urkunde des Grafen Heinrich von Nassau. Archäologische Funde im Bereich der heutigen Wüstung Fudenhausen lassen aber schon eine Besiedlung um 800 n. Chr. vermuten. Im Jahr 1743 wurde das erste Schulhaus erbaut. Im Jahre 1951 wurde die Tongrube Eva aufgeschlossen. Das Dorfgemeinschaftshaus wurde am 4. September 1965 eingeweiht.

Hessische Gebietsreform (1970–1977)

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen kam die bis dahin selbständige Gemeinde zum 1. Juli 1972 auf freiwilliger Basis zur Gemeinde Beilstein, die am 1. Januar 1977 mit Greifenstein und weiteren bis dahin selbstständigen Gemeinden durch das Gesetz zur Neugliederung des Dillkreises, der Landkreise Gießen und Wetzlar und der Stadt Gießen zur neuen Gemeinde Greifenstein zusammengeschlossen wurden. Für Rodenberg wurde, wie für alle ehemals eigenständigen Gemeinden von Greifenstein, ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.Hauptsatzung der Gemeinde Greifenstein § 6. Abgerufen im Februar 2019. Sitz der Gemeindeverwaltung wurde der Ortsteil Beilstein.

Verwaltungsgeschichte im Überblick Die folgende Liste zeigt die Staaten und deren Verwaltungseinheiten,Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan. denen Rodenberg angehört(e):

vor 1739: Heiliges Römisches Reich, Grafschaft/Fürstentum Nassau-Dillenburg, Amt Driedorf ab 1739: Heiliges Römisches Reich, Fürstentum Nassau-Diez, Amt Driedorf 1806–1813: Großherzogtum Berg, Département Sieg, Arrondissement Dillenburg, Kanton Driedorf 1813–1815: Fürstentum Nassau-Oranien, Amt Driedorf ab 1816: Herzogtum Nassau, Amt Herborn ab 1849: Herzogtum Nassau, Kreisamt HerbornAbtrennung der Justiz (Justizamt Herborn) bis 1854. ab 1854: Herzogtum Nassau, Amt Herborn ab 1867: Norddeutscher Bund, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, DillkreisEndgültige Trennung zwischen Justiz (Amtsgericht Herborn) und Verwaltung. ab 1871: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Dillkreis ab 1918: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Dillkreis ab 1932: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Landkreis Dillenburg ab 1933: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Dillkreis ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Nassau, Dillkreis ab 1945: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Dillkreis ab 1946: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Dillkreis ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Dillkreis ab 1968: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Dillkreis ab 1972: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Dillkreis, Gemeinde Beilstein ab 1977: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Lahn-Dill-Kreis, Gemeinde Greifenstein ab 1981: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Gießen, Lahn-Dill-Kreis, Gemeinde Greifenstein

Bevölkerung Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Rodenberg 222 Einwohner. Darunter waren 9 (4,0 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 48 Einwohner unter 18 Jahren, 99 waren zwischen 18 und 49, 39 zwischen 50 und 64 und 36 Einwohner waren älter. Die Einwohner lebten in 90 Haushalten. Davon waren 24 Singlehaushalte, 24 Paare ohne Kinder und 33 Paare mit Kindern, sowie 6 Alleinerziehende und 3 Wohngemeinschaften. In 18 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 63 Haushaltungen leben keine Senioren.

Einwohnerentwicklung

Religionszugehörigkeit Quelle: Historisches Ortslexikon 1885: 170 evangelische (= 100 %) Einwohner 1961: 172 evangelische (= 88,21 %) und 23 (= 11,79 %) katholische Einwohner

Ortsbeirat Für den Ortsteil Rodenberg gibt es einen fünfköpfigen Ortsbeirat mit Ortsvorsteher. Nach den Kommunalwahlen in Hessen 2021 ist der Ortsvorsteher Klaus Knetsch (BLR).Ortsbeiräte der Gemeinde Greifenstein, abgerufen im Januar 2022.

Persönlichkeiten Karl Heuser (1867–1942), Konteradmiral der Kaiserlichen Marine

Anmerkungen und Einzelnachweise Anmerkungen

Einzelnachweise

Weblinks Ortsteil Rodenberg im Internetauftritt der Gemeinde Greifenstein.

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