Der Krähenstirnvogel (Psarocolius decumanus) ist eine Vogelart aus der Gattung der Stirnvögel (Psarocolius) in der Familie der Stärlinge. Es werden mehrere Unterarten unterschieden.

Merkmale Weibchen sind etwa 36–38 cm lang, Männchen etwa 46–48 cm. Die Iris ist blau, der Schnabel elfenbeinfarben bis blass grünlich-gelb. Das Gefieder ist glänzend schwarz, an Bürzel und Untersteiß (Crissum) von dunkler, kastanienbrauner Farbe. Die Steuerfedern sind bis auf die zentralen Federn gelb. Die Männchen tragen eine unscheinbare, haarähnliche Haube. Bei der Unterart P. d. maculosus ist das Federkleid mit wenigen, gelben Federn durchsetzt.

Verbreitung und Lebensraum mini|Verbreitungsgebiet Der Krähenstirnvogel kommt im Tiefland Südamerikas östlich der Anden, von Panama und Kolumbien über das brasilianische Amazonasbecken bis zur Nordspitze Argentiniens vor. Auf Trinidad und Tobago ist die Unterart P. d. insularis beheimatet.

Man findet ihn, zum Teil selten, zum Teil lokal sehr häufig, in unterschiedlicher, feuchter und recht trockener Landschaft vor. Er lebt in Regenwäldern, im Wald am Rand von Flüssen, in Sekundärwäldern, laubabwerfenden Wäldern sowie in Agrarlandschaften mit vereinzeltem Baumbestand und Rodeland vor. Weitläufige, überschwemmungsfreie Terra-Firme-Wälder meidet er allerdings. Gewöhnlich ist er unterhalb von 1000 m anzutreffen.

Gefährdung Die Art wird von der IUCN als ungefährdet („least concern“) eingestuft. In ihrem großen Verbreitungsgebiet ist der Bestand offenbar stabil. Die Art ist eher häufig, wenn auch lückenhaft, verbreitet. mini|Krähenstirnvogel auf Trinidad

Systematik Es gibt vier Unterarten:IOC World bird list Oropendolas, orioles, blackbirds Psarocolius decumanus decumanus , 1769) kommt im nördlichen Südamerika vor. Psarocolius decumanus insularis ist auf Trinidad und Tobago verbreitet. Psarocolius decumanus maculosus kommt im östlichen Peru und Bolivien bis ins nördliche Argentinien vor. Psarocolius decumanus melanterus ist vom südwestlichen Costa Rica über Panama bis ins nördliche und westliche Kolumbien berbreitet.

Etymologie und Forschungsgeschichte mini|links|Krähenstirnvogel illustriert von Aert Schouman (1710–1792) als Teil der Originalbeschreibung Die Erstbeschreibung des Krähenstirnvogels erfolgte 1769 durch Peter Simon Pallas unter dem Namen Xanthornus decumanus. Als Verbreitungsgebiet gab er irrtümlich Amerika an. 1827 führte Johann Georg Wagler die neue Gattung Psarocolius für den Krähenstirnvogel ein. Die Zuordnung war für Oriolus cristatus 1788, heute ein Synonym zur Nominatform. Dieser Name leitet sich von und , ab.Psarocolius. In: The Key to Scientific Names. James A. Jobling (englisch). Der Artepitheton decumanus stammt von ab.decumanus. In: The Key to Scientific Names. James A. Jobling (englisch). Insularis hat seinen Ursprung in ,insularis. The Key to Scientific Names. Edited by James A. Jobling maculosus in ,maculosus. In: The Key to Scientific Names. James A. Jobling (englisch). melanterus in melanterus. In: The Key to Scientific Names. James A. Jobling (englisch). und cristatus in .cristatus. In: The Key to Scientific Names. James A. Jobling (englisch). Alfred Laubmann hatte für sein Werk Die Vögel von Paraguay sieben Bälge, gesammelt von Eugen Josef Robert Schuhmacher (1906–1973), Hans Krieg (1888–1970) und Michael Mathias Kiefer (1902–1980) in Zanja Moroti und in San Luis de la Sierra im Bergland des Río Apa, zur Verfügung. Für Paraguay nannte er die Unterart Xanthornus decumanus maculosus. Allerdings betonte er, dass einige der Exemplare nicht die typische Einstreuung gelblicher, gelblich weißer und weißer Federchen auf Körper und Flügeldecken dieser Unterart aufwiesen. In der Literatur betrachtete er in einem von Richard Otto Rohde (1855–1912) gesammelten Exemplar aus Lambaré, welches durch Hans Hermann Carl Ludwig von Berlepsch beschrieben wurde, in einem von Alfredo Borelli (1858–1943) in gesammelten und von Tommaso Salvadori beschriebenes Exemplar aus Yhú im Departamento Caaguazú, in Puerto Bertoni und in Monte Sociedad durch Arnaldo de Winkelried Bertoni und in Puerto Ybapobo im Departamento San Pedro durch Carl Eduard Hellmayr viele Nachweise für das Land. Zusätzlich erwähnte Laubmann Yapú del yapú von Félix de Azara als Nachweis für die Art.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Stärlinge