mini|Aviv Regev (2017)

Aviv Regev (* 11. Juli 1971) ist eine israelisch-amerikanische Bioinformatikerin beim Biotechnologie-Unternehmen Genentech.

Leben Regev studierte im Rahmen eines Exzellenzprogramms an der Universität Tel Aviv, wo sie 1997 ihren Master- und 2003 ihren Doktorabschluss erwarb. In ihrer Dissertation bei Eva Jablonka und Ehud Shapiro beschäftigte sie sich mit einer neuartigen Repräsentationssprache für biomolekulare Prozesse, die auf einer Computerprozessalgebra basiert (Pi-Kalkül). Als Postdoktorandin arbeitete sie an der Harvard University. Seit 2006 hatte sie eine eigene Arbeitsgruppe und zuletzt eine Professur für Biologie am Massachusetts Institute of Technology (MIT) und dem Broad Institute, einer Einrichtung des MIT und der Harvard University, beide in Cambridge, Massachusetts. Seit 2014 forschte sie zusätzlich für das Howard Hughes Medical Institute.

Seit 2020 ist Regev bei Genentech. Hier ist sie Leiterin der Abteilung Research and Early Development.

Regev leistete maßgebende Beiträge auf dem Gebiet der Theorie biomolekularer Netzwerke. Mit ihren Algorithmen kann die Bedeutung von Biomolekülen für bestimmte Prozesse (oder Erkrankungen) abgeschätzt werden. Mehrere ihrer Arbeiten befassen sich mit Differenzierung und Funktion von TH17-Zellen.

Auszeichnungen 2008 wurde Regev mit dem Overton Prize der International Society for Computational Biology (ISCB) ausgezeichnet.Clare Sansom, B. J. Morrison McKay, Philip E. Bourne: ISCB Honors David Haussler and Aviv Regev. In: PLoS Computational Biology. 4, 2008, S. e1000101, doi:10.1371/journal.pcbi.1000101. Sie erhielt 2017 sowohl den ISCB Innovator Award der ISCB, als auch den Paul Marks Prize for Cancer Research des Memorial Sloan-Kettering Cancer Center. 2019 wurde Regev in die National Academy of Sciences gewählt, 2022 in die American Academy of Arts and Sciences. Für 2020 wurde ihr der Lurie Prize in Biomedical Sciences zugesprochen. Ebenfalls 2020 erhielt sie den Keio Medical Science PrizeKeio Medical Science Prize 2020 und wurde in die National Academy of Medicine gewählt. 2021 war Regev Trägerin des Ernst Schering Preises sowie gemeinsam mit Allon Klein erste Preisträgerin des James Prize in Science and Technology Integration der National Academy of Sciences. Am ETH-Tag der ETH Zürich im November 2021 wurde Regev zur Ehrendoktorin ernannt.Ehrendoktorin ETH-Tag 2021. ETHZ.ch, abgerufen am 22. März 2022. Für 2022 wurde Regev der HFSP Nakasone Award zugesprochen, für 2023 ein L’Oréal-UNESCO-Preis. 2024 wurde sie zum Auswärtigen Mitglied der Royal Society und zum assoziierten Mitglied der European Molecular Biology Organization gewählt, 2025 erhielt sie den William B. Coley Award. Ebenfalls 2025 wurde sie mit dem Dickson Prize in Science ausgezeichnet, 2026 mit dem Meyenburg-Preis.

Schriften (Auswahl) mit Ehud Shapiro: Cellular abstractions: Cell as Computation. In: Nature. Band 419, 26. September 2002, S. 343, doi:10.1038/419343a.

Einzelnachweise

Weblinks

Aviv Regev bei roche.com (Muttergesellschaft von Genentech) Aviv Regev beim Massachusetts Institute of Technology (mit.edu) Aviv Regev und Regev Lab auf der Website des Broad Institute (broadinstitute.org) Wissenschaftlicher Werdegang beim Howard Hughes Medical Institute (hhmi.org)

Kategorie:Bioinformatiker Kategorie:Absolvent der Universität Tel Aviv Kategorie:Hochschullehrer (Massachusetts Institute of Technology) Kategorie:Mitglied der National Academy of Sciences Kategorie:Mitglied der American Academy of Arts and Sciences Kategorie:Auswärtiges Mitglied der Royal Society Kategorie:Mitglied der European Molecular Biology Organization Kategorie:Ehrendoktor der ETH Zürich Kategorie:Israeli Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1971 Kategorie:Frau