mini|hochkant=0.4|Wappen derer v. Bandemer. mini|hochkant=0.4|Ehem. Gutshaus in Żelazo (Selesen). mini|hochkant=0.4|Rechtsritterkreuz. Rudolf Wilhelm Otto von Bandemer (* 19. Juni 1829 in Weitenhagen, Kreis Stolp; † 15. August 1906 in Selesen, Kreis Stolp) war ein deutscher Gutsbesitzer und Politiker.
Leben Bandemer war ein jüngerer Sohn der Christiane Wilhelmine von Hanstein und des Gutsbesitzers Wilhelm Franz von Bandemer-Selesen (* 1789; † 1860) und studierteTheodor Freiherr von der Goltz, Otto Koll, Franz Künzel: Festschrift zur Feier des fünfzigjährigen Bestehens der Königlich Preussischen landwirtschaftlichen Akademie Poppelsdorf. Reichsdruckerei Berlin, Bonn 1897, S. 127. an der Landwirtschaftlichen Hochschule Poppelsdorf in Bonn und an der Landwirtschaftlichen Akademie Möglin. Er war Fideikommissbesitzer des 1993 ha umfangreichen Ritterguts Selesen mit ZiegeleiPommersches Güter-Adressbuch. 1905. Verzeichnis sämtlicher Güter mit Angabe der Guts-Eigenschaft, des Grundsteuer-Reinertrages, der Gesamtfläche und des Flächeninhalts der einzelnen Kulturen. Hrsg. Handbuch der Königlichen Behörden. Nach amtlichen Quellen und auf Grund direkter Angaben bearbeitet. In: Niekammer`s Landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher. Band I, 2. Auflage, Selbstverlag Paul Niekammer, Stettin 1905 S. 178–179. bei Schmolsin, Mitglied des Kreistags in Köslin und stellvertretender Amtsvorsteher. Bandemer nahm an dem Deutschen Krieg von 1866 teil, in dessen Verlauf er zum Rittmeister ernannt wurde. Als Rittmeister a. D. wurde er Kammerherr.Mann, Bernhard (Bearb.): Biographisches Handbuch für das Preußische Abgeordnetenhaus. 1867–1918. Mitarbeit von Martin Doerry, Cornelia Rauh und Thomas Kühne. In: Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Band 3, Droste Verlag, Düsseldorf 1988, S. 54.
Von 1877 bis zu seinem Tode 1906 vertrat von Bandemer den Wahlkreis Köslin 1 (Lauenburg–Bütow–Stolp) im Preußischen Abgeordnetenhaus. In dem traditionell konservativen Wahlkreis wurden seit 1879 nur noch deutschkonservative Kandidaten gewählt.Thomas Kühne: Handbuch der Wahlen zum Preußischen Abgeordnetenhaus 1867–1918. Wahlergebnisse, Wahlbündnisse und Wahlkandidaten In: Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Band 6, Droste, Düsseldorf 1994, ISBN 3-7700-5182-3, S. 252–255.
Rudolf von Bandemer trat als Ehrenritter 1866 dem Johanniterorden bei, wurde 1880 RechtsritterC. Herrlich: Wochenblatt der Johanniter-Ordens-Balley Brandenburg. Jahrgang 21, Nr. 26, Julius Sittenfeld-Carl Heymanns Verlag, Berlin, 30. Juni 1880, S. 149. und war Mitglied der Pommerschen Provinzial-Genossenschaft.
Siehe auch Liste der Mitglieder des preußischen Abgeordnetenhauses (20. Wahlperiode)
Literatur Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser 1919. Jahrgang 20, Justus Perthes, Gotha 1918, S. 53–54. (Digitalisat) Anton Bettelheim (Hrsg.): Biographisches Jahrbuch und Deutscher Nekrolog. Band XI: Vom 1. Januar bis 31. Dezember 1906. Mit: Totenliste 1906. Druck und Verlag von Georg Reimer, Berlin 1908, S. 7. (Digitalisat) Handbuch für das preußische Haus der Abgeordneten. 1899. W. Moeser, Berlin 1899, S. 201. ([Digitalisat])
Fußnoten
Kategorie:Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses Kategorie:Mitglied der Deutschkonservativen Partei Kategorie:Person (Pommern) Rudolf Kategorie:Rechtsritter (Johanniterorden) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1829 Kategorie:Gestorben 1906 Kategorie:Mann