mini|hochkant=1.5|Übersichtskarte von Berlin-Prenzlauer Berg mini|hochkant=1.3|Die Stadtviertel in Prenzlauer Berg
01 Kastanienallee / Teutoburger Platz 02 Kollwitzplatz (Kollwitzkiez) 03 Winsstraße 04 Bötzowviertel 05 Falkplatz (Gleimviertel) 06 Helmholtzplatz / Pappelallee 07 Thälmannpark 08 Saefkowstraße (Grüne Stadt) 09 Gebiet Conrad-Blenkle-Straße am Velodrom 10 Alter Schlachthof 11 Arnimplatz (Nordisches Viertel) 12 Humannplatz / Stahlheimer Straße 13 Grellstraße / Ostseeplatz (Wohnstadt Carl-Legien) 14 Greifswalder / Michelangelostraße 15 Blumenviertel (zur Unterscheidung hat sich ‚Blümchenviertel‘ eingebürgert)
Die Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Prenzlauer Berg beschreibt das Straßensystem im Berliner Ortsteil Prenzlauer Berg mit den entsprechenden historischen Bezügen. Gleichzeitig ist diese Zusammenstellung ein Teil der Listen aller Berliner Straßen und Plätze.
__TOC__
Überblick Der Ortsteil untergliedert sich in einzelne Bereiche wie das Bötzowviertel oder die Wohnstadt Carl Legien – eine zwischen 1928 und 1930 nach Plänen von Bruno Taut und Franz Hillinger entstandene Großsiedlung, die unter Denkmalschutz steht. Im Juli 2008 wurde die Wohnstadt als eine von sechs Siedlungen der Berliner Moderne in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.
Weiter gehören zum System der Straßen und Plätze der Neubaukomplex um den Ernst-Thälmann-Park (entstanden zwischen 1970 und 1980 mit Wohnraum für etwa 10.000 Personen), Wohngebiete zwischen Grellstraße und Ostseestraße, die überwiegend aus den 1920er Jahren stammen sowie das Entwicklungsgebiet Alter Schlachthof, das durch Schließung des Zentralviehhofs in den 1990er Jahren entstand (siehe Kartenwerk, Nr. 10). In der Gegend um die Greifswalder Straße, um die Prenzlauer Allee und die Schönhauser Allee gibt es zahlreiche Mietskasernen aus der Bauzeit um das Jahr 1900, die wegen der zunehmenden Ansiedlung von Industriebetrieben als preisgünstige Unterkünfte für die Familien der Fabrikarbeiter benötigt wurden.Hans Prang, Günter Kleinschmidt: Mit Berlin auf du und du – Erlesenes und Erlauschtes aus 750 Jahren Berliner Leben. F.A. Brockhaus Verlag Leipzig 1980, S. 29 ff.
Die ersten Planstraßen erhielten zwischen 1874 und 1890 Namen nach französischen Orten oder ab 1881 bis um 1910 nach Orten der deutschen Provinzen Pommern, Ostpreußen, Westpreußen. Später wurden Straßennamen nach Ländern oder Städten aus Skandinavien und Belgien vergeben. Sehr viele Straßennamen ehren berühmte Personen, Politiker oder Personen der Regionalgeschichte. Die Verkehrswege des Wohnviertels um Schneeglöckchen- und Maiglöckchenstraße wurden nach Blumen benannt. Mitte bis Ende der 1970er Jahre wurde auf vormaligen Kleingartengelände die Großsiedlung Michelangelostraße errichtet, da dies im Stadtbezirk Prenzlauer Berg mit seiner Innenstadtlage in Ost-Berlin eine zusammenhängende Baufläche bot, nach der Lage auf ehemaligem Windmühlenberg zunehmend als Mühlenviertel bezeichnet.
Der Name „Prenzlauer Berg“ wurde erstmals in einem Erlass des Königlichen Polizeipräsidiums aus dem Jahr 1826 für die Gegend der Windmühlen- und Weinberge genannt.Rolf Gänsrich: Als Goethe über die Schönhauser fuhr. Prenzlberger Ansichten, August 2013, S. 7. Zitiert nach Klaus Grosinski: Prenzlauer Berg – eine Chronik. Dietz-Verlag, Berlin 2008. Prenzlauer Berg hat Einwohner (Stand: ) und umfasst die Postleitzahlenbereiche 10405, 10407, 10409, 10435, 10437, 10439, 10119, 10247 und 10249. Im Ortsteil befinden sich 208 gewidmete Straßen sowie zwölf benannte Stadtplätze. Von den Straßen gehören 14 auch zu den Nachbarortsteilen (Kiezen). Die Gesamtlänge aller Bundes- und Stadtstraßen in Prenzlauer Berg beträgt 110,8 Kilometer. Den Rang einer Bundesstraße haben die Straßenzüge Otto-Braun-/Greifswalder Straße mit der B 2, Petersburger/Danziger Straße/Schönhauser Allee mit der B 96a und die Prenzlauer Allee mit der B 109.
Die Rückbenennung einiger nach Kommunisten oder Politikern bezeichneten Straßen ab 1992 gemäß Beschluss des Senats ging mit etlichen Widerständen durch das Bezirksamt und betroffener Anwohner einher. Erst der 1995 erfolgte Eingriff des damaligen Bausenators Herwig Haase führte zur Namensänderung vor allem der großen Straßenzüge Dimitroffstraße und Artur-Becker-Straße in Danziger Straße und Kniprodestraße.
Übersicht der Straßen und Plätze
SV (= Stadtviertel): Zuordnung nach dem oben gezeigten Plan(Anmerkung: G = Straße zwischen zwei Wohnvierteln, die keinem der beiden vollständig zugeordnet werden kann) Name/Lage Länge/ Maße(in Metern) Namensherkunft Datum der Benennung Anmerkungen Bild SVAalesunder Straße ()120Ålesund, Stadt und Kommune in der Provinz Møre og Romsdal in Norwegenalign=right Der erste Name war Straße 9f, Abt. XI des Bebauungsplans. Es ist eine kurze Nord-Süd-Straße zwischen Ibsenstraße und Bornholmer Straße. Eine ruhige noch zentral gelegene Wohnstraße mit Kopfsteinpflaster. Die Häuser bestehen überwiegend aus Bauten der 1920er Jahre.Aalesunder-Strasse. In: berliner-stadtplan.com, abgerufen am 17. Februar 2022.140x140px|zentriert|Aalesunder Straße11Agnes-Wabnitz-Straße ()100Agnes Wabnitz (1841–1894), Frauenrechtlerinalign=right Die Straße wurde am 7. November 2002 dem öffentlichen Verkehr übergeben. Sie verbindet die Otto-Ostrowski-Straße mit der Walter-Friedländer-Straße. Zwischen beiden Straßenseiten liegen eine Grünfläche und eine Kindertagesstätte.140x140px|zentriert|Agnes-Wabnitz-Straße10Ahlbecker Straße ()290Ahlbeck, Seeheilbad auf der Insel Usedom, Mecklenburg-Vorpommernalign=right Der erste Name war Straße 16b, Abt. XII des Bebauungsplans. Die innerstädtische Wohnstraße verläuft zwischen Dunckerstraße und Prenzlauer Allee parallel zum S-Bahn-Ring. Sie besteht aus einer Mischung von Altbauten, Nachkriegsbauten und Neubauten und etwas Gewerbe. Auf der Straße verläuft ein Abschnitt des Inneren Parkrings.140x140px|zentriert|Ahlbecker Straße06Altenescher Weg ()350Altenesch, Gemeinde in Niedersachsenalign=right Der erste Name war Straße 37 des Bebauungsplans. Der Weg führt von der Kniprodestraße in südöstliche Richtung geradlinig durch ein Villenviertel bis zum Süderbrokweg am Rande des Volksparks Prenzlauer Berg.140x140px|zentriert15Am Falkplatz ()140Adalbert Falk (1827–1900), preußischer Jurist und Kultusministeralign=right Der erste Name war Straße 16a, Abt. XI des Bebauungsplans. Sie ist die südliche Fortsetzung der Ystader Straße und verläuft zwischen Gleimstraße und Gaudystraße in Nord-Süd-Führung östlich am namensgebenden Stadtplatz entlang.140x140px|zentriert|Am Falkplatz05Am Friedrichshain ()930 + 230 hier gelegener Volkspark Friedrichshainalign=right Die West-Ost-Straße verläuft zwischen der Otto-Braun-Straße und der Einmündung der Virchowstraße, danach setzt sie sich als Kniprodestraße fort. Die Grundstücke Nr. 18 bis 22 liegen in einer abzweigenden Erschließungsstraße.Die ersten Straßenabschnitte 1845 hießen laut Bebauungsplan Straße 25, Straße 2 und Straße 32, Abt. XIII. Mit der zunehmenden Bautätigkeit wurden die Verkehrswege zusammengefasst und nach dem anliegenden Volkspark Friedrichshain benannt.Erwähnenswert waren oder sind die frühere Gaststätte Saalbau Friedrichshain (1993 abgerissen) sowie das Filmtheater am Friedrichshain. Ein Teilstück des Hönower Wegs, die Nummer 7 der 20 grünen Hauptwege, verbindet als Wander- und Radweg den Volkspark Friedrichshain mit dem Stadtrand in Hönow.140x140px|zentriert|Straße Am Friedrichshain von Nordosten gesehen 140x140px|zentriert|Huss-Medien Haus 140x140px|zentriert|Filmtheater am Friedrichshain04Am Märchenbrunnen ()120 nahe gelegener Märchenbrunnenalign=right Die private Erschließungsstraße für das um 2017 bebaute Gelände zweigt in nordöstlicher Richtung zwischen den Grundstücken Am Friedrichshain 32 und 33 ab.Lage zwischen Greifswalder Straße und Am Friedrichshain. Sie verläuft parallel zur östlich davon gelegenen Straße Am Schweizergarten. Hier lag in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts der Vergnügungspark Schweizergarten, der sich ab 1900 aus einem Biergarten entwickelte.140x140px|zentriert| Blick auf die noch unfertige Straße und Am Schweizergarten04Am Schweizer Garten ()290Schweizer Garten, ehemaliger Vergnügungspark im Bötzowviertelalign=right Die Privatstraße zweigt in nordöstlicher Richtung von der Straße Am Friedrichshain ab. Sie erschließt den auf diesem Areal entstandenen neuen Wohnpark Prenzlauer Gärten (zwischen Greifswalder Straße und Am Friedrichshain), in dem Berlins erstes Townhaus-Quartier nach englischem Vorbild errichtet wurde.Kauperts: Am Schweizer Garten Die Wohnstraße endet als Sackgasse. Zu Fuß gibt es am nördlichen Ende der Straße sowohl in Richtung Greifswalder Straße als auch zur Straße am Friedrichshain einen Durchgang.berliner-stadtplan.com: Am-Schweizer-Garten-Berlin-Prenzlauer-Berg Nachts wird die Zufahrt zum Wohnquartier mit einem Rolltor versperrt.Der Name erinnert an einen auf dem Gelände der historischen Weißbierbrauerei Schneider 1867 entstandenen Bier- und Kaffeegarten, der sich ab 1900 zu einem Vergnügungspark entwickelte. 140x140px|zentriert|Townhouses am Schweizer Garten 140x140px|zentriert|Eingang Am Schweizer Garten04Am Viehhof ()1001881 bis 1991 auf dem Gelände vorhandener Zentralviehhof oder Viehhofalign=right Am 22. Januar 2008 erfolgte die Verkehrsfreigabe der Straße, aber nur eingeschränkt für Fußgänger und Radfahrer. Sie verbindet die Straße Viehtrift mit der Eldenaer Straße in Nordost-Süd-Richtung.140x140px|zentriert|Am Viehhof10Am Weingarten ()500Die Länge des umbenannten Straßenabschnittes beträgt 320 Meter, dazu kommen 180 Meter des einbezogenen öffentlichen Wegs (zwischen Sigridstraße und KGA ‚Neu-Berlin‘) entlang der Rückseitenmauer der Gewerbebauten Storkower Straße 115Weingarten,Auf einer Fläche des Amtes für Umwelt und Natur gibt es 500 Riesling- und 200 Rebstöcke alter Sorten, die seit 2004 vom Förderverein ‚Weingarten Berlin‘ betreut werden. Bernd Wähner: Am Syringenplatz beginnt die Weinbausaison. In: Berliner Woche. 20. März 2014, abgerufen am 17. Februar 2022. ein anliegender SchaugartenBei dem Weinschaugarten handelt es sich um ein Projekt in Zusammenarbeit des „Weingarten Berlin“ e. V., dem Straßen- und Grünflächenamt Pankow und der Chance – Bildung, Jugend und Sport BJS gGmbH. Das Bezirksamt ließ 400 Rebstöcke der Sorte Riesling am Volkspark Prenzlauer Berg pflanzen. Besucher vermuteten die Lage des Weingartens innerhalb des Volksparks Prenzlauer Berg, da „Ecke Syringenplatz/Sigridstraße“ der öffentlichen Straße Syringenplatz an der Fläche des Syringenplatzes jeweils auf der östlichen und der westlichen Seite verlief. Im Ergebnis waren zwei namensgleiche Einmündungen zur Sigridstraße vorhanden.align=right Feierliche Straßenbenennung in Prenzlauer Berg am 30. August 2015.Die Straße verläuft von der Kleingartenanlage Neu Berlin bis zur Maiglöckchenstraße.140x140px|zentriert|Am Weingarten
140x140px|zentriert|Alter und neuer Straßenname und der Grund der Umbenennung15An den Eldenaer Höfen ()520Eldenaer Höfe, grenzt mit den Giebeln der alten Viehhöfe an die Eldenaer Straßealign="right" Die Privatstraße liegt an der August-Lindemann-Straße und der Eldenaer Straße. Die „cds Wohnbau Berlin GmbH“ errichtete auf dem Gebiet der ehemaligen Rinderställe im Südosten des Alten Schlachthofs (Zentralviehhof) 28 Reihenhäuser, die durch vier Planstraßen erschlossen wurden.140x140px|zentriert|An den Eldenaer Höfen mit den Rinderstallfronten 140x140px|zentriert|Situation der Lage im Jahr 200910Andersenstraße ()120Hans Christian Andersen (1805–1875), dänischer Schriftstelleralign=right Der erste Name war Straße 9c, Abt. XI des Bebauungsplans. Es ist eine kurze Nord-Süd-Straße zwischen Ibsenstraße und Bornholmer Straße. Nördlich geht sie in einen Erschließungsweg einer Kleingartenanlage über. Es ist eine ruhige noch zentral gelegene Wohnstraße mit Kopfsteinpflaster. Die Häuser bestehen aus Alt- und Neubauten. Die Straße endet an der Kleingartenanlage Bornholm II.