Christoph Gottlieb Ziemssen (* 23. April 1791 in Greifswald; † 18. November 1868 in Stralsund) war ein deutscher lutherischer Theologe und pommerscher Kirchenhistoriker.
Leben und Wirken
Christoph Ziemssen war der jüngste Sohn des Generalsuperintendenten Johann Christoph Ziemssen. Nach dem Besuch des Gymnasiums studierte Ziemssen in Greifswald und wurde dort 1812 zum Dr. phil. promoviert. Dann besuchte er die Universität Heidelberg und lernte dort Carl Daub und Friedrich Creuzer kennen.
Zurückgekehrt nach Greifswald, habilitierte er sich 1814 zum Privatdozenten der theologischen und der philosophischen Fakultät. 1817 ging Ziemssen nach Stralsund und wurde im Folgejahr Pastor zu St. Marien sowie Assessor des städtischen Konsistoriums. 1842 wurde er zum Stadt-Superintendenten in Stralsund gewählt.
Schriften Der silberne Deckelbecher, welchen die Hochschule zu Wittenberg an Luther zum Hochzeitsgeschenk verehrt hat, beschrieben und zum ersten Mal abgebildet, der dreihundertjährigen Feier des Kirchenverbesserungsfestes gewidmet, 1817 Das Wallensteins-Fest : Gebete und Predigten zur Feier des vier und zwanzigsten Julius 1819 und 1820 in der St. Marien-Kirche zu Stralsund, 1821 Vertheidigung der Stralsunder zur Zeit des dreißigjährigen Krieges gegen Barthold, 1839 Über aussergerichtliche Sühneversuche durch Geistliche in Ehesachen, 1842 Urkundliche Nachweisung des Grundes der Eigenthümlichkeit der evangelisch-lutherischen Kirchenverfassung der Stadt Stralsund, 1856
Literatur
Kategorie:Deutscher Kategorie:Lutherischer Theologe (19. Jahrhundert) Kategorie:Person (Greifswald) Kategorie:Person des Christentums (Stralsund) Kategorie:Geboren 1791 Kategorie:Gestorben 1868 Kategorie:Mann