Pink Moon ist das dritte und letzte Studioalbum des britischen Folk-Sängers Nick Drake. Der Titel, zu deutsch etwa „Rosaroter Mond“, bezeichnet einen Vollmond zu Frühlingsbeginn.urbandictionary.com – „pink moon“ Das Album erschien am 25. Februar 1972, etwa zweieinhalb Jahre vor Drakes Tod.

Stil Die Instrumentierung des Albums ist außergewöhnlich spärlich und beschränkt sich auf Gesang und Akustikgitarre sowie einen kleinen Klavierpart im Titelstück Pink Moon. Dieser war erst später per Overdub hinzugefügt worden. Das Album steht im Kontrast zu Drakes früheren Alben Five Leaves Left und Bryter Layter, auf denen neben E-Gitarren und Schlagzeug auch Orchesterinstrumente zum Einsatz kamen. Auch waren diesmal keine weiteren Studiomusiker beteiligt. Aufgenommen wurde Pink Moon in nur zwei Nächten im Oktober 1971 in einem Studio in London. Es ist das erste und einzige von Drakes Alben, das nicht von Joe Boyd produziert wurde, sondern von John Wood, dem Toningenieur von Drakes vorhergehenden beiden Alben.

Titelliste mini|Drakes Grabinschrift entstammt dem Song From the Morning Alle Songs wurden von Nick Drake geschrieben.

Seite 1 1. Pink Moon – 2:06 2. Place to Be – 2:43 3. Road – 2:02 4. Which Will – 2:58 5. Horn – 1:23 6. Things Behind the Sun – 3:57 Seite 2 7. Know – 2:26 8. Parasite – 3:36 9. Free Ride – 3:06 10. Harvest Breed – 1:37 11. From the Morning – 2:30

Rezeption

Das Album gilt, wie alle drei Studioalben von Nick Drake, als Klassiker der Musikgeschichte und ist in vielen Bestenlisten vertreten.

Der Rolling Stone wählte Pink Moon 2003 auf Platz 320, 2012 auf Platz 321 und 2020 auf Platz 203 der 500 besten Alben aller Zeiten.Greatest Albums List (Published 2003) auf rollingstone.com (abgerufen am 7. Februar 2022)The 500 Greatest Albums of All Time auf rollingstone.com (abgerufen am 7. Februar 2022) In der Aufstellung der deutschsprachigen Ausgabe von 2004 belegt es Platz 369.Rolling Stone, 11/2004, S. 39 2021 erreichte der Song Pink Moon zudem Platz 162 der 500 besten Songs aller Zeiten.The 500 Best Songs of All Time auf rollingstone.com (abgerufen am 7. Februar 2022)

Pitchfork wählte es auf Platz 13 der 100 besten Alben der 1970er Jahre und den Titelsong auf Platz 46 der 200 besten Songs des Jahrzehnts.The 100 Best Albums of the 1970s auf pitchfork.com (abgerufen am 7. Februar 2022)The 200 Best Songs of the 1970s auf pitchfork.com (abgerufen am 7. Februar 2022)

In der Auswahl der 200 besten Alben aller Zeiten des Magazins Uncut belegt Pink Moon Platz 126.200 Greatest Albums of All Time, in: Uncut 02/2016, Ausgabe 225, S. 39.

Die deutsche Zeitschrift Visions führt Pink Moon auf Platz 146 der „150 Alben für die Ewigkeit“.Visions, Ausgabe 150 (September 2005), S. 115.

Musikexpress wählte den Song Pink Moon auf Platz 68 der 700 besten Songs aller Zeiten.Die 700 besten Songs aller Zeiten auf musikexpress.de (abgerufen am 7. Februar 2022)

Der US-amerikanische Singer-Songwriter Sufjan Stevens bezeichnet Pink Moon als sein Lieblingsalbum und wichtigen Einfluss auf das eigene musikalische Schaffen:

Wie seine beiden Vorgänger wurde Pink Moon in die 1001 Albums You Must Hear Before You Die aufgenommen.

Verwendung Der Titelsong Pink Moon wurde einer größeren Öffentlichkeit bekannt, als Volkswagen ihn im Jahr 1999 für einen Werbespot verwendete. Der Spot gilt als Auslöser für die Wiederentdeckung von Nick Drakes Musik und führte zu einer Steigerung der Verkaufszahlen seiner Alben. Im Zuge dessen veröffentlichte Hannibal Records den Song als Single neu.

In einem Artikel für die taz kritisierte Wiglaf Droste die Verwendung von Pink Moon in der Werbung:

Coverversionen Viele Titel des Albums wurden im Laufe der Zeit von anderen Interpreten gecovert; darunter:„In Search of a Master – In Search of a Slave. A Tribute to Nick Drake“coverinfo.de

Pink Moon – No-Man, Sebadoh, Jake Bugg, Beck, Meshell Ndegeocello, Valerie June, Sufjan Stevens Place to Be – Damien Jurado, Scumbucket, Glen Hansard Road – No-Man Which Will – Beck, Damien Jurado, Lucinda Williams Things Behind the Sun – The Mars Volta, Brad Mehldau Know – Martin Archer Parasite – Beck, Damien Jurado, Blackmail From the Morning – Roger Cicero, Andrea Corr Das gesamte Album – Pete’s Moon von Pete Black (2012), Requiem for a Pink Moon – An Elizabethan Tribute to Nick Drake des Münchner Ensembles Phoenix (2012) und Nick Drake’s Pink Moon: A Journey On Piano von Demian Dorelli (2021) Das 2023 veröffentlichte Tributalbum The Endless Coloured Ways: The Songs of Nick Drake enthält folgende Coverversionen: Pink Moon (von Aurora), Place to Be (David Gray), Road (Bombay Bicycle Club mit The Staves), Which Will (Christian Lee Hutson mit Elanor Moss), Parasite (Stick in the Wheel), Free Ride (Liz Phair), Harvest Breed (Skullcrusher mit Gia Margaret) und From the Morning (Let’s Eat Grandma)

Literatur Amanda Petrusich: 33 ⅓ Nick Drake – Pink Moon, New York City: Continuum 2007, ISBN 0-8264-2790-1 Patrick Humphries: Nick Drake – The Biography, London: Bloomsbury 1998, ISBN 978-0-7475-3503-4 Trevor Dann: Darker Than The Deepest Sea – The Search for Nick Drake, New York City: Hachette Books 2006, ISBN 978-0-306-81520-1

Weblinks

Pink Moon bei Rate Your Music

Einzelnachweise

Kategorie:Album (Folk) Kategorie:Album 1972