Georg Ruprecht von Butler (* 28. Dezember 1924 in Heldritt; † 18. Dezember 2024 in Coburg)Traueranzeige Georg Ruprecht v. Butler. In: Neue Presse. Coburg, 21. Dezember 2024 war ein deutscher Offizier, zuletzt Generalmajor des Heeres der Bundeswehr.

Leben

Herkunft Ruprecht von Butler war der vierte Sohn von Carl Moritz Hermann von Butler (1876–1944) und Johanna, geb. von Bergmann (1889–1984). Von Butler war der jüngere Bruder von Peter Richard von Butler (1913–2010), ehemals Generalleutnant der Bundeswehr.

Werdegang Nach der Schulausbildung trat Butler am 1. April 1944 in die Wehrmacht ein und diente als Richtschütze und Panzerkommandant im Panzerregiment 2 der 16. Panzer-Division und im Panzerregiment 27 der 19. Panzer-Division. Vom Mai bis zum Herbst 1945 war er in sowjetischer Kriegsgefangenschaft.

Bis zum Eintritt in die Bundeswehr am 1. April 1960 arbeitete er als selbständiger Landwirt.

In der Bundeswehr gehörte von Butler der Panzergrenadiertruppe an und war von 1960 Zugführer und später bis Ende September 1964 Kompaniechef der schweren Panzergrenadierkompanie des Panzergrenadierbataillons 302 in Ellwangen. Bis 1966 folgte die Tätigkeit als Lehroffizier an der Kampftruppenschule I in Hammelburg. Am 1. Oktober 1966 wurde von Butler stellvertretender Kommandeur und S 3-Offizier, zuständig für Ausbildung und Organisation, im Panzergrenadierbataillon 101 in Ebern. Es folgte vom 1. Oktober 1968 bis 31. März 1971 die Kommandeursverwendung im Panzergrenadierbataillon 102 in Bayreuth. Vom 1. April 1971 bis zum 30. Juni 1973 kommandierte Ruprecht von Butler die Panzergrenadierbrigade 35 in Hammelburg.

Den Führungsverwendungen folgte eine Tätigkeit als Stabsabteilungsleiter im Führungsstab der Streitkräfte I vom 1. Juli 1973 bis 30. September 1977 im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn. Am 1. Oktober 1977 übernahm er das Kommando über die Kampftruppenschule I (heute Infanterieschule) in Hammelburg und hatte dieses bis zum 31. März 1981 inne. Seine letzte Verwendung war die des Befehlshabers des Wehrbereichskommando V Stuttgart. Am 31. März 1985 wurde er in den Ruhestand versetzt.Dermot Bradley: Die Generale und Admirale der Bundeswehr. Band 1: Adam – Fuhr. Osnabrück 1998, S. 306f.

Nach seiner Zurruhesetzung lebte er auf dem Rittergut Heldritt bei Coburg und auf dem zurückerworbenen Schloss Feldeck im Wartburgkreis.

Familie Ruprecht von Butler heiratete kirchlich am 11. Februar 1949 Marion Berty Gräfin von Haslingen, genannt von Schickfus, die einer traditionsreichen Offiziersfamilie entstammt. Ruprecht von Butler war Vater zweier Töchter und zweier Söhne. Seine beiden Söhne Carl-Hubertus von Butler (* 1950) und Ruprecht von Butler (* 1967) waren bzw. sind ebenfalls Generäle.

Orden und Ehrenzeichen 1974: Bundesverdienstkreuz am Bande 1978: Bundesverdienstkreuz 1. Klasse 1985: Großes Bundesverdienstkreuz 1985: Legion of Merit

Literatur

Joachim Käppner: Die Familie der Generäle. Eine deutsche Geschichte. Berlin Verlag, Berlin 2007, ISBN 978-3-8270-0708-7.

Einzelnachweise

Kategorie:Generalmajor (Heer der Bundeswehr) Kategorie:Kommandeur der Panzergrenadierbrigade 35 (Heer der Bundeswehr) Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes Kategorie:Träger des Ordens Legion of Merit Ruprecht Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1924 Kategorie:Gestorben 2024 Kategorie:Mann