mini|Emma Dunn (1920) Emma Dunn (* 26. Februar 1874 in Cheshire, England, Vereinigtes Königreich; † 14. Dezember 1966 in Los Angeles, Kalifornien, Vereinigte Staaten) war eine in England geborene, US-amerikanische Schauspielerin. Zwischen 1914 und 1948 wirkte sie in über 100 Filmproduktionen mit.

Leben und Werk Die Schauspielkarriere von Emma Dunn begann beim britischen Theater, unter anderem in London. Nur einige Jahre später siedelte sie in die Vereinigten Staaten um, wo sie etwa in vielen Stücken am Broadway zu sehen war. Ihre erste Broadway-Rolle spielte sie 1906 in der ersten amerikanischen Produktion von Henrik Ibsens Peer Gynt als Mutter von Peer. Peer Gynt selbst wurde von Richard Mansfield dargestellt, der eigentlich rund 20 Jahre älter als Dunn war. Das war typisch für Dunn, die bereits als Jugendliche in London schon matronenhafte Rollen auf der Bühne gespielt hatte. Begehrt war Dunn vor allem beim Theaterregisseur David Belasco, der sie für drei seiner Produktionen engagierte – The Warrens of Virginia (1907), The Easiest Way (1909) und The Governors Lady (1912).

1914 gab Dunn ihr Filmdebüt in dem Stummfilm Mother. Der Stoff war bereits vier Jahre zuvor auf der Bühne ein großer Erfolg gewesen. Die Regie führte erstmals Maurice Tourneur. Auch Dunns zweiter Film Old Lady 31 (1920) basierte auf einem gleichnamigen Bühnenstück von 1916. Einen letzten Stummfilm drehte Dunn schließlich 1924 mit Pied Piper Malone. Doch erst mit Beginn des Tonfilms Ende der 1920er-Jahre war sie regelmäßig im Filmgeschäft zu sehen. Allein 1931 spielte sie in zehn Produktionen Nebenrollen. Im Laufe ihrer Filmkarriere verkörperte sie vor allem in warmherzige, matronenhafte Rollen und stellte etwa mehrfach Mütter, Großmütter oder Haushälterinnen dar. Eine ihrer bekanntesten Rollen hatte sie als Mutter von Lew Ayres’ Titelfigur in der beliebten Filmreihe Dr. Kildare. In Charlie Chaplins Filmklassiker Der große Diktator verkörperte Dunn die Nebenrolle der jüdischen Frau Jaeckel. Bis einschließlich 1948 war sie in über 105 Kinofilmen zu sehen.

Von 1887 bis zur Scheidung 1909 war Dunn mit dem Schauspielkollegen Harry Beresford verheiratet, sie hatten eine gemeinsame Tochter. Durch eine zufällige Besetzung standen Beresford und Dunn aber 1935 nochmals als Ehepaar im Film Seven Keys to Baldpate vor der Kamera. Dunn heiratete 1909 in zweiter Ehe John W. Stokes, die Ehe hielt bis zu dessen Tod 1931. Im Dezember 1966 starb Emma Dunn im Alter von 92 Jahren in Los Angeles.

Filmografie (Auswahl) mini|Emma Dunn im American Magazine 1913 1914: Pied Piper Malone 1920: Old Lady 31 1929: Pied Piper Malone 1930: Manslaughter 1930: Das Verbrechen von Buenas Terras (The Texan) 1931: The Bad Sister 1931: This Modern Age 1931: Der Mann, den sein Gewissen trieb (Broken Lullaby) 1931: Helden der Unterwelt (Bad Company) 1932: Letty Lynton 1932: Hell’s House 1933: Ein charmanter Schwindler (Hard to Handle) 1934: Dr. Monica 1935: Der gläserne Schlüssel (The Glass Key) 1936: Mr. Deeds geht in die Stadt (Mr. Deeds Goes to Town) 1937: Finale in St. Petersburg (The Emperor's Candlesticks) 1938: Dr. Kildare: Sein erster Fall (Young Dr. Kildare) 1938: Three Loves Has Nancy 1939: Frankensteins Sohn (Son of Frankenstein) 1939: Dr. Kildare: Unter Verdacht (Calling Dr. Kildare) 1939: Dr. Kildare: Das Geheimnis (The Secret of Dr. Kildare) 1939: Todesangst bei jeder Dämmerung (Each Dawn I Die) 1940: Dr. Kildare: Auf Messers Schneide (Dr. Kildare’s Strange Case) 1940: Dr. Kildare: Die Heimkehr (Dr. Kildare Goes Home) 1940: Der große Diktator (The Great Dictator) 1940: Dance, Girl, Dance 1941: Mr. und Mrs. Smith (Mr. & Mrs. Smith) 1941: Scattergood Baines 1941: Das Geheimnis der drei Schwestern (Ladies in Retirement) 1941: Dr. Kildare: Der Hochzeitstag (Dr. Kildare’s Wedding Day) 1941: Babes on Broadway 1942: Zeuge der Anklage (The Talk of the Town) 1942: Meine Frau, die Hexe (I Married A Witch) 1942: Dr. Kildare’s Victory 1944: Es geschah morgen (It Happened Tomorrow) 1944: The Bridge of San Luis Rey 1944: Irish Eyes Are Smiling 1947: Unser Leben mit Vater (Life with Father) 1947: Trauer muss Elektra tragen (Mourning Becomes Electra) 1948: Das Geheimnis der Frau in Weiß (The Woman in White)

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