mini|Flugaufnahme des Facebook Campus in Menlo Park (2019) Meta Platforms, Inc. (bis Oktober 2021 Facebook, Inc., oft kurz als Meta bezeichnet) ist ein börsennotierter US-amerikanischer Technologiekonzern mit Schwerpunkt auf sozialen Netzwerken, Extended-Reality-Produkten (VR, AR) und Künstlicher Intelligenz.Zeit.de (3. Juli 2025): KI-Labs bei Meta: Jahresgehalt 100 Millionen Dollar. Er betreibt die Social-Media-Plattformen Facebook, Instagram und Threads und die Instant-Messaging-Apps WhatsApp und Messenger und stellt Virtual-Reality-Geräte unter der Marke Meta Quest (ehemals Oculus) her. Der Konzern wird als eines der fünf Big-Tech-Unternehmen gezählt.
Produkte und Dienstleistungen Meta Platforms bietet eine Vielzahl von Technologien sowie Dienste im Web an. Die Haupteinnahmequelle bei den Webdiensten bilden Werbeeinnahmen. Es gehören folgende Dienste und Geschäftsfelder zu Meta Platforms:
Soziale Netzwerke Facebook, mit Fokus auf der Vernetzung mit Freunden, Bekannten und Marken. Instagram, ein Dienst zum Teilen von Fotos und Videos. Threads, ein textfokussiertes soziales Netzwerk Horizon Worlds, eine VR-Plattform zur sozialen Interaktion, sowie Horizon Home und Horizon Workrooms Instant Messaging via WhatsApp, Facebook Messenger und Instagram Direct Elektronischer Handel Facebook Marketplace, ein Online-Marktplatz innerhalb von Facebook. WhatsApp Business und der Produktkatalog sowie Instagram mit Shop-Funktionen. Zahlungsdienstleistungen und -mittel WhatsApp Pay wurde in Indien und Brasilien eingeführt, das peer-to-peer Zahlungsdienstleistungen im WhatsApp-Chat ermöglicht. Meta arbeitet darüber hinaus an der Digitalwährung Diem und einem zugehörigen Krypto-Wallet namens Novi. Computerspiele Facebook Gaming ist ein Live-Streaming-Videoportal für Gaming-Inhalte. Es ist geplant, Facebook Gaming zu einer Cloud-Gaming-Spieleplattform weiterzuentwickeln. Darüber hinaus gibt es mit den Reality Labs mehrere Entwicklerstudios, hauptsächlich für VR-Spiele, darunter zum Beispiel Beat Games und Ready at Dawn. Künstliche Intelligenz LLaMA-Sprachmodell KI-Chat Meta AI Hardware Mit Meta Quest (ehemals Oculus) ist Meta im Bereich der Virtuellen Realität tätig, und vertreibt VR-Headsets (Oculus Rift, Oculus Rift S, Oculus Quest, Oculus Go, Meta Quest 2 und Meta Quest 3). Seit 2018 bietet das Unternehmen mit Portal einen Smart Speaker mit Display und dem Fokus auf Videoanrufen (Alexa integriert). AR-Brillen Das Unternehmen stellte am 9. September 2021 in Kooperation mit der Brillenmarke Ray-Ban die Smartglasses Ray-Ban Stories vor, die allerdings noch keine AR-Funktionalität haben.
Geschichte mini|Hauptsitz von Meta Platforms in Menlo Park, Kalifornien
Gründung Das Vorgängerunternehmen der Meta Platforms, Inc. war die in Florida am 13. April 2004 registrierte Thefacebook LLC. Gegründet worden war dieses Unternehmen von den Studenten Mark Zuckerberg, Eduardo Saverin und Dustin Moskovitz zur Weiterentwicklung des sozialen Netzwerks Facebook. Laut einem Business-Insider-Artikel war Saverin, auf dessen Adresse das Unternehmen angemeldet war, für das Kreieren eines Geschäftsmodells und die Akquise von Investments zuständig. Bis Sommer 2004 hatte Saverins Arbeit jedoch aus Sicht der anderen Gründer bislang zu keinem Erfolg geführt. Hingegen lernten Zuckerberg und Moskovitz im Silicon Valley den IT-Unternehmer Sean Parker und potenzielle Investoren wie Peter Thiel kennen. In der Folge plante Zuckerberg, das Unternehmen in Delaware neu zu gründen, da der US-Staat als Steueroase gilt.
Am 29. Juli 2004 wurde in Delaware das Unternehmen TheFacebook Inc. registriert (später in Facebook, Inc. und 2021 in Meta Platforms, Inc. umbenannt).Facebooks Antrag auf Börsenzulassung bei der US-Börsenaufsichtsbehörde in der Fassung vom 16. Mai 2012, Abschnitt Prospectus Summary – Corporate Information, aufgerufen am 29. Mai 2012. Dieses kaufte die in Florida registrierte LLC auf und übernahm sämtliche mit dem sozialen Netzwerk in Verbindung stehenden Vermögensgegenstände. Sean Parker wurde Präsident des Start-Ups, Thiel der erste Investor. Saverin gab seine aktive Rolle im Herbst desselben Jahres auf.
Chris Hughes war bereits seit 2002 Teil des Facebook-Teams gewesen, hatte jedoch keinen Managementposten angenommen und lernte im Rahmen des Customer Managements 2006 den Kampagnenleiter von Barack Obama kennen, für den er das Unternehmen schließlich verließ. Andrew McCollum und Adam D’Angelo arbeiteten 2004 für Facebook am Peer-to-Peer-Filesharing-Programm Wirehog und blieben bis 2006 bzw. 2008 im Unternehmen tätig. Als erster Angestellter, der nicht aus dem Umfeld von Zuckerberg kam, wurde im Oktober 2004 Taner Halicioglu als Operation Engineer eingestellt. Marktwachstumsdirektorin Naomi Gleit und CPO Christopher Cox sind die einzigen Mitarbeiter neben Mark Zuckerberg, die bereits 2005 für das Unternehmen arbeiteten und (Stand: 2021) nach wie vor dort tätig sind.
Seit Anfang 2008 wird das operative Geschäft des Unternehmens von Sheryl Sandberg geleitet, die zuvor für das Anzeigen- und Verkaufsteam von Google zuständig gewesen war. Am 1. Juni 2022 gab Sandberg bekannt, dass sie Meta im Herbst 2022 als Leiterin der operativen Geschäftes verlassen, aber im Verwaltungsrat des Unternehmens bleiben werde.
Vorbörsliche Finanzierung Zwischen 2004 und 2011 sammelte das Unternehmen in mehreren Finanzierungsrunden rund 1,24 Milliarden Dollar Kapital ein. Auch der Softwarekonzern Microsoft beteiligte sich. Das russische Investment-Unternehmen Mail.ru Group (früher Digital Sky Technologies) investierte in mehreren Schritten 500 Millionen Dollar. Im Januar 2011 beteiligte sich nach einem bislang unbestätigten Bericht der New York Times auch die US-Investmentbank Goldman Sachs mit rund 400 Millionen Dollar. Das Geldhaus soll zudem eine besondere Anlageform entwickelt haben, über die ausgewählte Kunden in Facebook investieren können. So sollten weitere 1,5 Milliarden Dollar zusammenkommen. Mehrere Konzerne, darunter Yahoo und Viacom, versuchten, Facebook vollständig zu übernehmen, die Gründer lehnten jedoch alle Angebote ab.Crunchbase.
Der Börsengang wurde am 1. Februar 2012 beantragt und sollte ursprünglich bis zu 5 Milliarden Dollar erlösen. Von den tatsächlich eingenommenen 16 Mrd. US-Dollar entfielen auf Facebook 6,8 Mrd. und auf die bestehenden Anteilseigner 9,2 Mrd. US-Dollar. Zuckerberg nahm dabei durch den Verkauf von 30,2 Millionen Aktien 1,15 Mrd. US-Dollar ein.ap: In: San Francisco Chronicle vom 18. Mai 2012
+ Finanzierungsrunden Datum Investor Summe Quelle 2004Eduardo Saverin 0,019 Mio. USD 2004Peter Thiel 0,5 Mio. USD 2005Accel Partners 12,7 Mio. USD 2006 Konsortium geführt von Greylock Partners 27,5 Mio. USD 2007Microsoft 240 Mio. USD 2007Li Ka-shing 60 Mio. USD 2009Mail.ru Group 400 Mio. USD 2011Goldman Sachs, Mail.ru Group 500 Mio. USD
Mit der Einführung einer neuen Aktienstruktur – die den bisherigen Anteilseignern mehr Kontrolle sichert – hatte das Unternehmen den Börsengang vorbereitet.
Börsengang Am 1. Februar 2012 stellte die Facebook, Inc. Antrag auf Börsenzulassung.F. Lüke: Das teuerste Netzwerk der Welt. In: taz.de vom 2. Februar 2012 Am 18. Mai 2012 ging Facebook an die Nasdaq. Der Ausgabekurs war 38 US-Dollar. Dabei wurden Einnahmen von 16 Mrd. US-Dollar erzielt, was den damals größten Börsengang eines Internetunternehmens darstellte. Die Gesamtbewertung des Unternehmens lag auf Basis des Ausgabekurses bei rund 104 Mrd. US-Dollar. In: ftd.com vom 18. Mai 2012
Obwohl Experten einen deutlichen Anstieg der Kurse vorausgesagt hatten, verlor die Aktie innerhalb weniger Wochen fast ein Drittel ihres Werts und ohne einen Trend der Besserung halbierte sich der Aktienkurs bereits im August 2012 auf 19 US-Dollar. Der Börsengang wurde vom Wall Street Journal als „Fiasko“ bezeichnet. Der Verlust ließ auch die Aktienkurse anderer Internetunternehmen sinken. Dennoch war Facebook der erfolgreichste Börsengang aller Internet-Unternehmen im Jahr 2012. Die Einnahmen in Höhe von 16 Mrd. US-Dollar betrugen 88 Prozent aller durch IPOs der Branche erzielten Erträge.
Ab 2012 akquirierte Facebook rund ein Dutzend anderer Unternehmen. Während bereits populäre Apps wie Instagram oder Whatsapp weiterbetrieben wurden, wurde in anderen Fällen die Akquisition für das Anwerben von Talent und Technologie genutzt. 2015 kündigte Facebook an, eine Strategie der „App-Familie“ zu verfolgen, bei der verschiedene Apps verschiedene Funktionen wahrnehmen.
Umbenennung und Neuausrichtung Bei der Entwicklerpräsentation Facebook Connect am 28. Oktober 2021 teilte Mark Zuckerberg in einer Keynote mit, dass das Unternehmen Facebook als Mutterkonzern mit sofortiger Wirkung in Meta umbenannt wird.Zeit Online (28. Oktober 2021): Facebook-Konzern heißt künftig Meta. Er begründete dies damit, dass zukünftig nicht mehr Soziale Netzwerke, sondern die Entwicklung eines Metaversums im Fokus des Konzerns stehen soll. Den Handel unter dem neuen Börsenkürzel MVRS hat das Unternehmen am 1. Dezember 2021 aufgenommen.
Im Dezember 2021 startete Meta Platforms das VR-basierte soziale Netzwerk Horizon Worlds, zunächst in den USA und Kanada.T-Online (13. Dezember 2021): Horizon Worlds: Meta startet Virtual-Reality-Plattform Im August 2022 erhielten Nutzer aus Spanien und Frankreich Zugang.Mixed (16. August 2022): Metas Proto-Metaverse Horizon Worlds startet in Europa. Das Netzwerk soll als Prototyp für zukünftige Metaverse-Lösungen des Konzerns dienen.Mixed (30. Juli 2022): Horizon Worlds taugt laut Meta fürs Games-Prototyping.
Anfang 2026 wurde berichtet, dass Meta Horizon Worlds einstellen würde, wobei die Version für Smartphones weiterbestehen soll. Mit den Investitionen in das Metaversum hatte das Unternehmen in den Jahren zuvor Verluste in Höhe von 90 Milliarden US-Dollar eingefahren. Kurze Zeit später verkündete das Unternehmen allerdings Horizon World doch nicht komplett einzustellen, sich jedoch verstärkt auf mobile Inhalte konzentrieren zu wollen.
Entwicklung und Anwendung künstlicher Intelligenz im Unternehmen Während die Resonanz von Investoren und Nutzern hinsichtlich des Aufbaues des Metaversums zurückhaltend bis ablehnend ist, erweist sich die seit 2013 erfolgte Ausrichtung auf die forcierte Entwicklung und den Einsatz künstlicher Intelligenz für das Unternehmen als vorteilhaft.
Zuckerberg engagierte für die Leitung einer neu gegründeten KI-Einheit den späteren Turing-Preisträger Yann LeCun, welcher danach weitere arrivierte Wissenschaftler in das Unternehmen holte. Infolge des KI-Einsatzes verweilen die Nutzer länger auf den Anwendungen des Konzerns. Dies, weil die KI nun die Inhalte bestimmt, die in ihrem News-Feed erscheinen. Zudem hat das Unternehmen seinen Werbekunden KI-Instrumentarien zur Verfügung gestellt, welche sie beim Erstellen der Werbeanzeigen unterstützen. Der Aktienkurs stieg infolgedessen auf ein Allzeithoch von 385 Dollar.
2025 gründete Meta die neue Unternehmenssparte Meta Superintelligence Labs (MSL) und begann dafür mit der Rekrutierung von Top-Talenten. Als Ziel wurde ausgegeben, eine Superintelligenz zu entwickeln. Bis 2026 wurden Investitionen in Höhe von 100 Mrd. US-Dollar in künstliche Intelligenz und damit verbundene Infrastruktur angekündigt.Meta will die Superintelligenz: Milliarden-Investitionen in KI-Rechenzentren Chip.de