miniatur|Husterhöh-Kaserne in Pirmasens, 1953 Die 59th Ordnance Brigade war ein Verband der US Army. Die Brigade mit dem Hauptquartier in der Husterhöh-Kaserne1964 Festlegung der Benutzung der deutschen Namen für die Kasernen in Pirmasens und Zweibrücken durch USAREUR. Zuvor trug die Kaserne in Pirmasens den von der französischen Besatzungsmacht vergebenen Namen Quartier d’Isly. in Pirmasens umfasste über 6500 Soldaten. Sie war zuständig für Sondermunitionslager, in denen Kernwaffen lagerten, die die verbündeten NATO-Partner im Rahmen der nuklearen Teilhabe einsetzen konnten.Am 18. Februar 1986 hat das Fernsehmagazin MONITOR eine neue Bedrohung der Bevölkerung durch „Atombomben unterwegs“ ausgemacht: Gesteuert vom Hauptquartier der 59. US-Nachschubbrigade in Pirmasens werden Atomsprengköpfe über Ramstein ins nahe Zentrallager Miesau eingeflogen. Von dort finden fast täglich Lufttransporte von Nuklearmunition mit dem Transporthubschrauber CH-47 Chinook zu folgenden in der gesamten Bundesrepublik verteilten Großlagern statt: 1. Kellinghusen, 2. Lahn, 3. Telgte-Schirlheide (bei Münster), 4. Büren/Paderborn, 5. Herbornseelbach, 6. Münster-Dieburg, 7. Siegelsbach, 8. Riedheim, 9. Fischbach, 10. Kriegsfeld. Aber auch zu den Luftwaffenbasen und Atomstellungen der Pershings, sowie in zahlreiche kleine Atomwaffenlager werden Atomsprengköpfe gebracht.

Geschichte mini|Ärmelabzeichen der 59th Ordnance Brigade Das 71st Ordnance Battalion wurde 1955 in der Bundesrepublik Deutschland aktiviert. 1959 wurde aus dem Battalion das Advanced Weapons Support Command (AWSCOM) gebildet. Am 24. März 1962 wurde es in 59th Ordnance Brigade umbenannt.

Im Oktober 1972 wurden das Special Ammunition Support Command (SASCOM) und einige Einheiten mit übernommen. Die Brigade trug daraufhin auch den Zusatz SASCOM. Die Befehle für eventuelle Nuklearwaffeneinsätze wurden auf zwei verschiedenen Fernmeldenetzen übermittelt, abhängig davon, ob es sich um NATO- (SACEUR) oder US- (CINCEUR) Atomwaffen handelte. Das NATO-Hochfrequenznetz trug den Namen „Last Talk“. CINCEUR konnte „Emergency Action Messages“ an die Nuklearwaffenlager, die Custodial Detachments (die wiederum den jeweiligen nationalen Befehlshabern die Freigabe erteilten) oder an die US-Truppenteile mit atomaren Waffen übermitteln. Hierfür stand CINCEUR das Hochfrequenz-Fernmeldenetz „Regency Net“ mit der Zentrale in Pirmasens zur Verfügung. Ständig überprüfte Weitverbindungen über halb Europa von Flensburg an der Ostsee bis Erzurum in Ostanatolien gewährten die unverzügliche Weiterleitung der Befehle und Meldungen. Die Verbindung über die Alpen nach Südeuropa erfolgte ausgehend von SHAPE von Flobecq (BE) über Landstuhl (KriegsHQ Maßweiler für USAREUR, Kindsbach für USAFE) und den Feldberg im Schwarzwald nach Dosso di Galli am Gardasee (IT) (KriegsHQ West Star für Südeuropa).

Im Juni 1992 wurde die Brigade deaktiviert, nachdem sie ihre Aufgaben erfüllt hatte, einen großen Teil der Atomwaffen aus Europa wegzubringen.

Sie wurde 1994 am Stützpunkt Redstone Arsenal, Alabama, reaktiviert.The History Of Kriegsfeld Special Weapons Depot (North Point). (online)

Übersicht Mit Stand 1. Juni 1976 waren die Einheiten der Brigade59th Ordnance Brigade bei https://usarmygermany.com/ mit Seiten zu sämtlichen USAAG an folgenden Standorten in der Bundesrepublik Deutschland (mit den hier stationierten Streitkräften Belgiens, der Niederlande, Kanadas und von 1960 bis 1966 auch Frankreichs), den Niederlanden, Italien, Griechenland und der Türkei (wobei die Einheiten in den drei letzteren Staaten truppendienstlich der Southeastern European Task Force in Vicenza unterstanden, während Pirmasens die Fachaufsicht führte) untergebracht:USAREUR/Seventh Army STATION LIST, 1 June 1976.Zitiert nach: U.S. Army in Germany: 59th Ordnance Brigade (Liste berichtigt anhand USAREUR History Website)

Einheit Ort Unterbringung Bemerkung Headquarters and Headquarters Company, 59th Ordnance Ammunition Group Pirmasens Husterhöh-Kaserne US Army Privatization of Army Lodging Detachment Pirmasens Husterhöh-Kaserne 563rd Ordnance Company (Maintenance) (General Supply) Wiesbaden Camp Pieri Verantwortlich für Chaparral/Vulcan Versorgung, seit 1971 auch für Redeye der Berlin Brigade 579th Ordnance Company (General Maintenance) Neu-Ulm Nelson Barracks Verantwortlich für Pershing II 165th Sig Company Pirmasens Husterhöh-Kaserne 41st Ordnance Company (Ammunition Convl) Kaiserslautern Pulaski Barracks Unterhielt die Depots in Weilerbach und Fischbach [Pershing, Improved Hawk, Nike Hercules]

Einheit Ort Unterbringung Bemerkung 72nd Ordnance Battalion (Ammunition) HHD, 72nd Ordnance Battalion Miesau Army Depot Miesau 4th Ordnance Company (GM Maintenance) Miesau Army Depot Miesau Verantwortlich für Nike Hercules und Improved Hawk 9th Ordnance Company (Special Ammunition) (Dep Spt) Miesau Army Depot Miesau 164th Military Police Company (Physical Security) Miesau Ammunition Depot Miesau 619th Ordnance Company (Special Ammunition) (Dep Spt) Kriegsfeld Ammunition Depot Kriegsfeld 558th Military Police Company (Physical Security) Kriegsfeld Ammunition Depot Kriegsfeld 197th Ordnance Battalion (Ammunition) HHD, 197th Ordnance Battalion Münchweiler an der Rodalb Münchweiler Army Hospital Gefechtsköpfe für VII (US) Corps, 32d AADCOM HHD, 84th Ordnance Battalion Münster (Hessen) Münster Ammo Depot Gefechtsköpfe für V (US) Corps 64th Ordnance Company (Special Ammunition) (Dep Spt) Fischbach Fischbach Kaserne 165th Military Police Company (Physical Security) Fischbach Fischbach Kaserne 525th Ordnance Company (Special Ammunition) (Dep Spt) Siegelsbach Ordnance Area Gefechtsköpfe für Mittelstreckenraketen Pershing (US-Bestände) 556th Military Police Company (Physical Security) Siegelsbach Ordnance Area