miniatur|Ansegelfeier 17. April 2010
Der Spandauer Yacht-Club (SpYC) ist ein Berliner Segelclub an der Scharfen Lanke der Unterhavel im Bezirk Spandau. Der Spandauer Yacht-Club ist Gründungsmitglied des Deutschen Segler-Verbandes, des Sailing Team Germany (heute German Sailing Team) sowie Mitglied im Berliner Segler-Verband.
Der Spandauer Yacht-Club ist einer der größeren Berliner Segelvereine und hat derzeit rund 300 Mitglieder. Er richtet jährlich mehrere Regatten aus, darunter bereits mehrfach Deutsche und Berliner Meisterschaften.
Geschichte
Der Spandauer Yacht-Club wurde am 2. August 1885 als Segler-Club „Tegel-See“ auf dem Valentinswerder im Tegeler See gegründet. Bereits drei Jahre nach der Gründung war er Gründungsmitglied des Deutschen Segler-Verbandes. Um der Gefahr, durch den Brückenbau in Spandau von der Havel abgeschnitten zu werden, zu entgehen, wurde am 7. Oktober 1913 das heutige Vereinsgrundstück an der Scharfen Lanke in Wilhelmstadt erworben und der Verein zog vom Tegeler-See an die Unterhavel, wo er unter neuem Namen bis heute zu Hause ist. Nach einem Zusammenschluss mit dem "Märkischen Yacht-Club" am 9. Juni 1938, wurde der Vereinsname in den bis heute gültigen Namen Spandauer Yacht-Club geändert.
Regattasegeln In der Geschichte des Spandauer Yacht-Clubs wurden zahlreiche seglerische Erfolge errungen. Bereits 1938 gewann Jochen Weise, Goldmedaillengewinner 1936, mit W. von Hütschler die Weltmeisterschaft im Starboot vor San Diego.
Mehrfach haben Sportlerinnen und Sportler des SpYC in der Bootsklasse 470er an Olympischen Spielen teilgenommen. 1988 und 1996 hat die zweifache Weltmeisterin im 470er, Susanne Bauckholt, an den Spielen teilgenommen, die letzten Olympiateilnahmen erfolgten 2004 von Lucas Zellmer und 2008 von Vivien Kussatz.
Im Sommer 2026 wurden die Jugendmitglieder Amelina Jäger und Caspar Fischer U19-Europameister, ebenfalls in der Klasse der 470er.
Fahrtensegeln Das Fahrtensegeln und die Seemannschaft haben im SpYC eine lange Tradition. Von Berlin bzw. Europa aus unternahmen Mitglieder des SpYC erfolgreiche Reisen "auf eigenem Kiel", unter anderem nach Island, ins Mittelmeer, über den Atlantik und darüber hinaus bis nach Neuseeland.
Der zur Anerkennung besonderer Leistungen an herausragende Segler vergebene Schlimbach-Preis wurde zwei Mal an Mitglieder des Spandauer Yacht-Clubs vergeben. 1973 erhielt Götz Jacky Schreiber den Schlimbach-Preis für die Umrundung Kap Hoorns als erster deutscher Segler auf einer Fahrtenyacht. Zehn Jahre später erhielt Harm-Hinrich Rotermund 1983 den Schlimbach-Preis für seine Umrundung Südamerikas mit Passage durch die Magellan-Straße.
Literatur
Weblinks
Website des SpYC
Einzelnachweise
Kategorie:Segelverein aus Berlin Kategorie:Berlin-Wilhelmstadt Kategorie:Berlin-Spandau Kategorie:Vereinsgründung 1885