mini|Achim Krämer (2024) Achim Krämer (* 2. Dezember 1955 in Wanne-Eickel) ist ein deutscher Schlagzeuger und Perkussionist.
Wirken Der Schlagzeuger Achim Krämer war eine musikalische Frühbegabung. Schon als Fünfzehnjähriger ging er mit den Schlagersängern Juliane Werding und Jürgen Marcus auf Tournee. Krämer kommt aus der „Jazz Wanne Szene“ der Stadt Wanne-Eickel. In den 1960er und 1970er Jahren gab es in Wanne-Eickel eine rege, junge Musikszene, die sich sowohl für Rock- als auch für Jazzmusik interessierte. Einige der Musiker dieser Szene spielten in der Bigband des Eickeler Gymnasiums, geleitet von dem Musiklehrer Bernd Sowa. Krämer gehörte auch dazu. Seine Mitspieler waren u. a. der Gitarrist Norbert Müller, der Pianist Georg Gräwe, der Saxophonist und Schlagzeuger Harald Dau und der Trompeter Horst Grabosch. Aus diesem Umfeld entstand das „Georg Gräwe Quintett“, das zwei LPs bei FMP Records veröffentlichte. Anfang der 1980er Jahre spielte er dann im Theo Jörgensmann Quartett und in Gräwes „Grubenklangorchester“, das im Rahmen der RUHR.2010 – Kulturhauptstadt Europas als „Grubenklang reloaded“ noch einmal aus alten und neuen Mitgliedern zusammengestellt wurde.
Ende der 1980er Jahre hatte er mit Dieter Manderscheid und Reiner Winterschladen ein Trio. Anfang der 1990er Jahre war Krämer Mitglied im „Theo Jörgensmann Werkschau Ensemble“ (Aesthetic Direction) und im Albrecht Maurer Quartett. Ferner spielte er u. a. mit Misha Mengelberg, Joe Sachse, Phil Wachsmann, Peter Kowald, Kent Carter, Jaki Liebezeit, Robert Dick, Michael Heupel, Phil Minton oder Fred Frith. Später hatte er ein Trio mit Hans Schneider und Stefan Keune, außerdem gehörte er dem Hayden Chisholm Trio an und spielte mit Eckard Koltermann in dessen Quartett, sowie im Borderhopping Quintet, zu dem noch der niederländische Saxophonist Paul van Kemenade gehört. Seit der Gründung 1999 war er Mitglied bei den „Adam Noidlt Missiles“, einem Projekt des Schlagzeugers Frank Köllges. Außerdem spielte er in „Annemarie Roelofs Waste Watchers“ sowie im „Berlin Jazz Workshop Orchestra“. 2022 erhielt er den WDR-Jazzpreis für seine Leistungen als Improvisator zuerkannt.WDR (Westdeutscher Rundfunk) im Presseportal: WDR Jazzpreis 2022 geht an Theresia Philipp, Achim Krämer und Kemal Dinç, abgerufen am 14. November 2021
Krämer arbeitete auch als Theatermusiker.
Diskografie (Auswahl) Georg Gräwe Quintett New Movements, 1976 Berlin Jazz Workshop Orchestra Who Is Who?, 1978 Theo Jörgensmann Quartet Next Adventure, 1981 Grubenklangorchester Bergmannsleben, 1982 Grubenklangorchester Songs and Variations, 1989 Winterschladen/Krämer/Manderscheid Unroll, 1989 Misha Mengelberg The Root of the Problem, 1998 Gratkowski – Schubert – Reijseger – Manderscheid – Krämer Loft im Exil 3, 1998 Eckard Koltermann Here Comes the Moon, 2006 Stefan Keune The Long and the Short of It, 2007 Keune – Schneider – Krämer: No Comment, 2009 Daniel Fritz Schneider Old Boy EP, 2011
Weblinks
Kurzbio/Hommage Porträt (WDR)
Einzelnachweise
Kategorie:Jazz-Schlagzeuger Kategorie:Perkussionist Kategorie:Musiker (Deutschland) Kategorie:Person (Herne) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1955 Kategorie:Mann