mini|hochkant|Frankreichs Sportler des Jahres 2025: Ousmane Dembélé (Fußball) Champion des champions () ist eine Umfrage, die seit 1946 jährlich von der französischen Sport-Tageszeitung L’Équipe durchgeführt wird.

Organisation Ermittelt werden seit 1946 jährlich die besten französischen Sportler (Champion des champions France / Championne des championnes FranceRiner : «C’est fort» bei lequipe.fr, 13. Dezember 2012 (abgerufen am 27. Dezember 2012)., dt.: Meister der Meister Frankreich / Meisterin der Meisterinnen Frankreich; bis 2011 Champion des champions français) des zurückliegenden Kalenderjahres, wobei Männer und Frauen seit 2012 in getrennten Kategorien ausgezeichnet werden. Zuvor hatten Männer, Frauen und auch Mannschaften in einer Kategorie konkurriert. Seit 1980 wird auch eine Wahl zum Weltsportler des Jahres (Champion des champions monde / Championne des championnes monde, dt.: Meister der Weltmeister / Meisterin der Weltmeisterinnen; bis 2011 Champion des champions mondiaux) abgehalten, deren Sieger seit 2012 ebenfalls getrennt nach Männern und Frauen gekürt werden. Als Juroren fungieren jeweils die Journalisten der Zeitungsredaktion.

Das Ergebnis wird in der Regel im Dezember bekanntgegeben. Als Auszeichnung wird eine goldene Statuette vergeben, die einen abstrahierten Sportler darstellt, der beide Arme zum Zeichen des Sieges in die Luft reckt.

Die Ermittlung der Sieger findet in einer geheimen Wahl statt. In einem ersten Wahldurchgang wird die Teilnehmerzahl je Zeitschriftenrubrik auf 20 nominierte Sportler reduziert. Aus diesen wählen alle Redaktionsmitglieder von L’Équipe, lequiple.fr, L’Équipe Mag und L’Équipe 21 die besten Sportler des Jahres aus. Im finalen Wahldurchgang votiert jeder Stimmberechtigte für seine fünf favorisierten Sportler absteigend mit sechs, vier, drei, zwei oder einem Punkt. Der Sportler, der die meisten Punkte auf sich vereinen kann, hat die Wahl gewonnen. bei lequipe.fr, 24. Dezember 2012 (abgerufen am 27. Dezember 2012).

Dem französischen Fußballspieler Zinédine Zidane (1998) und dem französischen Stabhochspringer Renaud Lavillenie (2014) gelang es als bislang einzigen Sportlern beide Wahlen zu gewinnen.

In der Vergangenheit waren auch verschiedene Sonderauszeichnungen ausgelobt. So wurde bei der Verleihung 2014 dem früheren belgischen Radrennfahrer Eddy Merckx der Titel Legende des Sports (Championne des championnes de légende) zuteil, während der dänische Automobilrennfahrer Tom Kristensen ebenfalls einen Ehrenpreis (Champion des champions d’honneur) erhielt. Der französische Snowboarder Xavier de Le Rue gewann 2014 die Auszeichnung für den besten Extremsportler (Champion des champions de l’extrême).Lavillenie a frappé fort bei lequipe.fr, 19. Dezember 2014 (abgerufen am 8. Januar 2015).

Preisträger Französische Sportler des Jahres („Champion des champions France“) Am häufigsten ausgezeichnet wurden der Radrennfahrer Bernard Hinault (1978–1981), der Formel-1-Pilot Alain Prost (1985–1986, 1989, 1993) und die Radrennfahrerin Pauline Ferrand-Prévot (2014, 2015, 2020, 2025) mit je vier Siegen. Am häufigsten vertretene Sportart unter den Gewinnern ist der Radsport (21 Siege), gefolgt von der Leichtathletik (20), sowie Motorsport und Ski Alpin (je sieben).

Sechsmal waren Wintersportler (ausnahmslos Skirennläufer) erfolgreich. 1973 wurde die Auszeichnung postum dem verstorbenen Formel-1-Piloten François Cevert zuteil. Mit dem monegassischen Rallye-Copiloten Daniel Elena (2007 und 2009) wurde erstmals ein Nicht-Franzose geehrt.