mini|Gefallenen-Ehrenmal Wittlaer (1922) mini|Verwaltungsgebäude Pieron (1922) mini|Mehrfamilienwohnhaus Cecilienallee (1925–1926) mini|Mehrfamilienwohnhaus Schanzenstraße (1928) mini|Volksschule Wersten (1935–1937) mini|Hochbunker Kaiserswerth (1941–1942) Fritz Becker, auch Friedrich Becker, (* 30. Oktober 1882 in Worms; † 24. Mai 1973 in Düsseldorf) war ein deutscher Architekt und Hochschullehrer.
Leben Fritz Becker studierte nach dem Abitur Architektur an der Technischen Hochschule Darmstadt sowie bei Friedrich von Thiersch und Carl Hocheder an der Technischen Hochschule München. Unmittelbar nach Studienabschluss arbeitete Becker 1904/1905 bei Karl Roth am Rathausbau in Dresden. In der Folge war er bis 1908 als Regierungsbauführer (Referendar in der öffentlichen Bauverwaltung) im hessischen Staatsdienst tätig, zwischen 1908 und 1912 arbeitete er bei den kommunalen Hochbauämtern der Städte Darmstadt und Dresden.
1912 wurde Fritz Becker als Lehrer bzw. Professor an die Kunstgewerbeschule Düsseldorf berufen. Als die Kunstgewerbeschule 1919 aufgelöst wurde, ging mit der gesamten Architekturabteilung auch seine Professur auf die Kunstakademie Düsseldorf über, an der er bis zu seiner Emeritierung 1947 lehrte. In den 1930er bis 1940er Jahren hatte er im Eiskellerberg ein Atelier.Becker, Fritz, Prof., Architekt, Eiskellerstraße 1/3, in Adressbuch der Stadt Düsseldorf 1940, S. 31 uni-duesseldorf.de Daneben war er bis 1945 auch als selbstständiger Architekt tätig, zwischen 1923 und 1929 in Arbeitsgemeinschaft oder Sozietät mit dem promovierten Bauingenieur Erich Kutzner. Becker war Mitglied im Deutschen Werkbund (DWB) und im Bund Deutscher Architekten (BDA).
Bauten (unvollständig) 1907/1908: Gustav-Adolf-Kirche in Worms-HorchheimIrene Spille: Stadt Worms (= Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Kulturdenkmäler Rheinland-Pfalz 10). Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms 1992. ISBN 3-88462-084-3, S. 236. 1922: Gefallenen-Ehrenmal in Düsseldorf-Wittlaer 1922: Verwaltungsgebäude der Maschinenfabrik Pieron (heute Sitz des Stadtarchivs) in Bocholt, Münsterstraße 76 (mit Carl Staudt) 1922–1925: Verwaltungsgebäude der Rhenania-Ossag in Düsseldorf-Pempelfort, Gartenstraße 2 (nicht erhalten) 1924–1925: Wohnbebauung Kaiserswerther Straße / Golzheimer Platz in Düsseldorf-Golzheim 1925–1926: Mehrfamilienwohnhaus Cecilienallee 37/38/38a in Düsseldorf-Golzheim 1925–1926: Bauten auf der Ausstellung GeSoLei in Düsseldorf: Musterwohnhaus „Haus des geistigen Arbeiters“ Haus der Stadt Düsseldorf 1927–1929: Palast-Hotel „Mannheimer Hof“ in Mannheim, Augustaanlage 4Erich Kutzner: Ein neuzeitlicher Großbau von der Fundierung bis zur Vollendung. Julius Hoffmann, Stuttgart 1930. (= Die Baubücher, Band 8.) 1928: Mehrfamilienwohnhaus in Düsseldorf-Oberkassel (mit Erich Kutzner) 1928: Zweifamilienhaus in Düsseldorf-Oberkassel (mit Erich Kutzner) 1928–1929: Marientorschleuse in Duisburg in der Architekturdatenbank auf www.architektur-ruhr.de, zuletzt abgerufen am 4. Januar 2011 1930: Haus Settegast in Düsseldorf-LohausenRoland Kanz, Jürgen Wiener (Hrsg.): Architekturführer Düsseldorf. Dietrich Reimer, Berlin 2001, ISBN 3-496-01232-3, S. 135, Objektnr. 195. 1933–1934: Fertigstellung der katholischen Herz-Jesu-Kirche in Weiden in der Oberpfalz (nach Entwurf von Otho Orlando Kurz) auf www.herz-jesu-weiden.de, zuletzt abgerufen am 4. Januar 2011 1935–1937: Volksschule (spätere „Theodor-Heuss-Schule“) in Düsseldorf-WerstenModerne Bauformen. Heft 4/1938 1937: Bauten auf der Reichsausstellung „Schaffendes Volk“ in Düsseldorf: Halle für Blumen- und Pflanzenausstellungen („Nordpark-Gartenhalle“) Café der Düsseldorfer Konditoreninnung
1938: Jugendherberge Hardter Wald in Mönchengladbach vor 1938: Landhaus Dr. K. bei Düsseldorf-Kaiserswerth 1941–1942: Hochbunker in Düsseldorf-KaiserswerthJürgen Wiener (Hrsg.): Die Gesolei und die Düsseldorfer Architektur der 20er Jahre. J. P. Bachem, Köln 2001, ISBN 3-7616-1445-4, S. 176.
Literatur Reichshandbuch der deutschen Gesellschaft – Das Handbuch der Persönlichkeiten in Wort und Bild. Erster Band, Deutscher Wirtschaftsverlag, Berlin 1930, ISBN 3-598-30664-4
Wilhelm Busch: Bauten der 20er Jahre an Rhein und Ruhr. Architektur als Ausdrucksmittel. J. P. Bachem, Köln 1993, ISBN 3-7616-1089-0, S. 251f. (= Beiträge zu den Bau- und Kunstdenkmälern im Rheinland, Band 32.) Stefanie Schäfers: Vom Werkbund zum Vierjahresplan. Die Ausstellung Schaffendes Volk, Düsseldorf 1937. Droste, Düsseldorf 2001, ISBN 3-7700-3045-1. (biografische Angaben zu Becker im Architektenverzeichnis, , zuletzt abgerufen am 12. März 2011)
Weblinks
Marco Kieser: Zettelkasten. Architekten im 20. Jahrhundert. www.kie4191.de, zuletzt abgerufen am 12. März 2011
Einzelnachweise
Kategorie:Architekt (Düsseldorf) Kategorie:Hochschullehrer (Kunstgewerbeschule Düsseldorf) Kategorie:Hochschullehrer (Kunstakademie Düsseldorf) Kategorie:Mitglied des Deutschen Werkbundes Kategorie:Mitglied des Bundes Deutscher Architektinnen und Architekten Kategorie:Person (Reichsausstellung Schaffendes Volk) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1882 Kategorie:Gestorben 1973 Kategorie:Mann