Die Naxburg ist eine hohe Erhebung im Vogelsberg, Hessen, Deutschland. Urkundlich erwähnt wird der Berg 1291 in einem Kopiar, das in der Zeit um 1850 angelegt wurde: „... montis qui dicitur Nackesberg...“Franz Michael Denner: Urkunden der ehemaligen Fuldischen Ämter. Bd. III, S. 228. Eine noch genauere Lagebeschreibung stammt aus dem Jahre 1428: „... den berg genant Naxburg, uff dem Fogelsperge gelegen ...“Eduard Erwin Becker: Riedeselsches Urkundenbuch. 1200–1500. Offenbach 1924. Regest, Nr. 431, S. 113. Die ursprünglich als Naxberg bezeichnete Anhöhe war im Mittelalter Standort einer Burg, die Naxburg hieß. Nach deren Zerstörung und Verfall ging ihr Name auf den Berg über.
Geographische Lage Die Naxburg ist der höchste Berg der Gemeinde Freiensteinau in der Gemarkung Ober-Moos und erhebt sich drei Kilometer nordnordwestlich der Kerngemeinde. 150 Meter östlich des Gipfels verläuft von Süden nach Norden die L 3178 von Freiensteinau nach Grebenhain. Etwa zwei Kilometer nordwestlich der Naxburg befinden sich die jeweils 30 Hektar großen Nieder-Mooser und Ober-Mooser Teiche. Unmittelbar südlich der Naxburg befindet sich ein Windpark mit vier Windkraftanlagen. Name Der Name Naxburg ist wahrscheinlich in seinem Ursprung ein Personenname oder ein Beiname.Lutz Reichardt: Die Siedlungsnamen der Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach in Hessen. Namenbuch. Dissertation. Göppingen 1973. S. 265. Abgeleitet wird er von mhd. „nac“, was Nacken bedeutet.Friedrich Kluge: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 20. Auflage Berlin 1967. bearbeitet von Walther Mitzka. S. 500.
Burg
Die um das Jahr 1290 auf dem Berg errichtete Burg, lag bereits 1338 in Trümmern. Auf dem Gipfel ist nur noch eine Vertiefung mit zwei bis drei treppenstufenähnlichen Basaltsteinen zu sehen. Lage und Verlauf ehemaliger Wälle lassen sich allenfalls erahnen.
Landschaftsbild Von weitem präsentiert sich der Berg als nur wenig und flach aus seiner Umgebung hervortretende Erhebung. Der steile und als Kegelstumpf deutlich ausgeprägte Gipfelbereich fällt durch den dichten Bewuchs des Berges mit Laubbäumen erst aus der Nähe auf. Die Naxburg ist touristisch nicht erschlossen. Der Gipfel ist nur weglos zu erreichen.
Literatur und Quellen Kultur- und Sportverein Gunzenau e.V. in Verbindung mit dem Fotoclub Lauterbach e.V. (Hrsg.): Gunzenau – Die Geschichte eines Vogelsbergdorfes. 1998, ISBN 3-89313-040-3. Hessisches Landesvermessungsamt: Topographische Karte 1:50000: Hoher Vogelsberg. 2005, ISBN 3-89446-340-6. Geschichtsverein Freiensteinau e.V www.blaueseck.de
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Einzelnachweise
Kategorie:Geographie (Freiensteinau) Kategorie:Berg im Vogelsberg Kategorie:Hoher Vogelsberg