Erich Groschuff (* 5. Oktober 1874 in Berlin; † 9. Dezember 1921Nachruf in: Chemisches Zentralblatt. Band 93, Ausgabe 2, Deutsche Chemische Gesellschaft, Verein Deutscher Chemiker, 1922. in Görbersdorf) war ein deutscher Chemiker, spezialisiert auf anorganische Chemie.
Leben und Wirken Groschuff entstammte einer alten Berliner Juristenfamilie. Er war Sohn des damaligen Staatsanwalts und späteren Senatspräsidenten am Kammergericht Albert Groschuff (1835–1903). Nach dem Abitur 1897Berichte der Deutschen Chemischen Gesellschaft. Band 55, Teil 1, Deutsche Chemische Gesellschaft, Verlag Chemie, 1922, S. 22–24 studierte er in Berlin, wo er 1901 mit einer umfangreichen Arbeit Zur Stereochemie der Piperidinreihe: Verhalten der Vinyldiaceton- und Triacetonamingruppe gegen salpetrige Säure promoviert wurde.Justus Liebigs Annalen der Chemie. Bände 417–418, Verlag Chemie, 1918, S. 107. Anschließend ging er – zunächst als wissenschaftlicher Hilfsarbeiter – an das chemische Laboratorium der Physikalisch-Technischen ReichsanstaltRudolf Peter Huebener, Heinz Luebbig: A focus of discoveries. 2008, S. 81. und wurde als Nachfolger des 1919 ausgeschiedenen Leiters der chemischen Labors, Franz Mylius, gehandelt, was durch seinen Tod nach schwerer Krankheit vereitelt wurde.
mini|Grabstein und Grab seines Vaters Er ist auf dem St.-Marien- und St.-Nikolai-Friedhof I in Berlin-Prenzlauer Berg bestattet.
Unter anderem geht ein bis heute verwendetes Verfahren zur Schwarzfärbung von Kupfer und Messing (Kaliumpersulfat-Verfahren) auf Groschuff zurück.Schwarzfärben von Kupfer und Kupferlegierungen mit alkalischer Persulfatlösung. In: Deutsche Mechaniker-Zeitung. 1910, S. 134–148.
Veröffentlichungen Über die Beständigkeit von Wasseremulsionen in Kohlenwasserstoffölen. In: Zeitschrift für Chemie und Industrie der Kolloide. 1911, S. 257–259. Über die Löslichkeit von Wasser in Benzol, Petroleum, Paraffinöl. In: Zeitschrift für Elektrochemie und angewandte physikalische Chemie. 1. Mai 1911, S. 348–354. onlinelibrary.wiley.com, doi:10.1002/bbpc.19110170904 mit Franz Mylius: Reines Wismut. In: Zeitschrift für anorganische und allgemeine Chemie. 24. August 1916, S. 237–264. doi:10.1002/zaac.19160960116 Reines Antimon. In: Zeitschrift für anorganische und allgemeine Chemie. 14. Mai 1918, S. 164–188. doi:10.1002/zaac.19181030109
Literatur Johann Christian Poggendorff: Biographisch-literarisches Handwörterbuch für Mathematik, Astronomie, Physik, Chemie und verwandte Wissenschaftsgebiete. Herausgegeben von der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig. Verlag Chemie, Leipzig 1925/1926, Bd V, Sp. 1904–1922.
Einzelnachweise
Kategorie:Chemiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1874 Kategorie:Gestorben 1921 Kategorie:Mann