Europas Sportler des Jahres () ist eine Umfrage, die seit 1958 jährlich von der staatlichen polnischen Presseagentur Polska Agencja Prasowa (PAP) durchgeführt wird. Ermittelt wird Europas bester Sportler des abgelaufenen Kalenderjahres, wobei Männer und Frauen gegeneinander antreten. Als Juroren fungieren die Journalisten von europäischen Presseagenturen. Das Ergebnis wird in der Regel Ende Dezember bekanntgegeben.
Preisträger mini|Die polnische Leichtathletin Irena Szewińska (Geburtsname Kirszenstein), Europas Sportlerin des Jahres 1966 und 1974|hochkant mini|1973 erste Siegerin aus dem deutschsprachigen Raum: die DDR-Schwimmerin Kornelia Ender|hochkant mini|Roger Federer (2009)|hochkant mini|Preisträger 2016 und 2017: Cristiano Ronaldo|hochkant
Am häufigsten ausgezeichnet wurden die Tennisspieler Roger Federer aus der Schweiz und Novak Đoković aus Serbien, die es auf jeweils fünf Siege bringen. Erfolgreichste Nation mit 13 Siegen ist Deutschland (inkl. Siege von DDR-Athletinnen), gefolgt von Russland beziehungsweise der ehemaligen Sowjetunion (11 Siege) und dem Vereinigten Königreich (8). Am häufigsten vertretene Sportart unter den Gewinnern ist die Leichtathletik (25 Siege), gefolgt vom Tennissport (17) und der Formel 1 (9).
In 17 von 64 Fällen wurden Frauen zu Europas Sportlern des Jahres gekürt (miteingerechnet der ex-aequo-Sieg der russischen Stabhochspringerin Jelena Issinbajewa im Jahr 2005). Viermal waren Wintersportler siegreich.
Bei der 59. Wahl Ende Dezember 2016 beteiligte sich neben der PAP die Rekordanzahl von 26 weiteren europäischen Nachrichtenagenturen, darunter die Agence France-Presse (AFP), die Austria Presse Agentur (APA), die Deutsche Presse-Agentur (dpa) und der Sport-Informations-Dienst (SID), die Schweizerische Depeschenagentur (SDA), die spanische EFE und die russische TASS. Jede der Agenturen legte vorab ihre eigene Top-Ten-Liste fest. Insgesamt wurden 70 Athleten aus 30 Ländern (44 Männer und 26 Frauen) aus 34 Disziplinen vorgeschlagen. Am häufigsten vertretene Nation war Deutschland mit neun Sportlern. Mit 204 Punkten setzte sich der portugiesische Fußballspieler Cristiano Ronaldo durch, gefolgt vom britischen Tennisspieler Andy Murray (180 Punkte) und der ungarischen Schwimmerin Katinka Hosszú (136). bei pap.pl, 26. Dezember 2016 (polnisch; abgerufen am 28. Dezember 2016). Damit holte sich erstmals ein Fußballspieler diese Auszeichnung.
Jahr Preisträger/-in Sportart 1958 Leichtathletik 1959 Leichtathletik 1960 Gewichtheben 1961 Leichtathletik 1962 (2) Leichtathletik 1963 (3) Leichtathletik 1964 Eisschnelllauf 1965 Leichtathletik 1966 Leichtathletik 1967 Ski Alpin 1968 (2) Ski Alpin 1969 Radsport 1970 (2) Radsport 1971 Leichtathletik 1972 Leichtathletik 1973 Schwimmen 1974 (2) Leichtathletik 1975 (2) Schwimmen 1976 Geräteturnen 1977 Leichtathletik 1978 Leichtathletik 1979 Leichtathletik 1980 Schwimmen 1981 (2) Leichtathletik 1982 Leichtathletik 1983 Leichtathletik 1984 Schwimmen 1985 Leichtathletik 1986 Leichtathletik 1987 Radsport 1988 Tennis 1989 (2) Tennis 1990 Tennis 1991 Leichtathletik 1992 Formel 1 1993 Leichtathletik 1994 Eisschnelllauf 1995 Leichtathletik 1996 Leichtathletik 1997 Tennis 1998 Formel 1 1999 Leichtathletik 2000 Schwimmen 2001 Formel 1 2002 (2) Formel 1 2003 (3) Formel 1 2004 Tennis2005 (2) Tennis Leichtathletik 2006 (3) Tennis 2007 (4) Tennis 2008 Tennis 2009 (5) Tennis 2010 (2) Tennis 2011 Tennis 2012 Formel 1 2013 (2) Formel 1 2014 Formel 1 2015 (2) Tennis 2016 Fußball 2017 (2) Fußball 2018 (3) Tennis 2019 (2) Formel 1 2020 Fußball 2021 (4) Tennis 2022 Tennis 2023 (5) Tennis 2024 Schwimmen 2025 Leichtathletik
Siehe auch Europas Sportler des Jahres (UEPS) Sportler des Jahres
Einzelnachweise
Kategorie:Liste (Sportler des Jahres) Kategorie:Sport (Europa) Kategorie:Erstverleihung 1958