Simão Luis (* in Larantuka; † 1665)Mehrere portugiesische Blogs und Marques nennen als Todesjahr 1664, während neuere wissenschaftliche Artikel 1665 nennen, z. B. Costa Guterres und Chronologie de l’histoire du Timor war ein portugiesischer Kolonialoffizier. Er gehörte zu den Topasse, der katholischen Mestizenbevölkerung der Region. (französisch; PDF; 887 kB)

1652 wurde Luis zum Kapitän (Capitão) von Solor und Timor,Marques, A.H. de Oliveira: História de Portugal, Band II, Lissabon, Palas Editores, 1984, S. 474. dem Oberbefehlshaber der Portugiesen in der Region. Unter seinem Kommando gründeten die Dominikaner, als Sicherung gegen die nun in die Region drängenden Niederländer, 1656 den Ort Lifau, der zum wichtigsten Stützpunkt der Portugiesen auf Timor wurde.Francisco da Costa Guterres: (PDF; 939 kB) Die Festung in Kupang war bereits 1653 von den Niederländern zerstört worden und der Ort endgültig am 27. Januar 1656 von ihnen erobert worden.Hans Hägerdal: Rebellions or factionalism? Timorese forms of resistance in an early colonial context, 1650–1769

1665 wurde Luis zum ersten Generalkapitän (Capitão-mor) erhoben, doch Luis starb vor seiner offiziellen Amtseinführung. Ihm folgte António da Hornay, ein Hauptmann der Topasse, womit der Titelinhaber praktisch mit dem Herrscher und Oberbefehlshaber der Topasse gleichgesetzt wurde.

Einzelnachweise

Kategorie:Person (Portugiesisch-Timor) Kategorie:Geboren im 17. Jahrhundert Kategorie:Gestorben 1665 Kategorie:Mann