miniatur|Gotthardt Kuehl, „Dresden oberhalb der Augustusbrücke“, Öl auf Leinwand, 1902gem. Sabine Wagner, Neue Ausstellung "Schöne Materie" in Apolda zu sehen in der OTZ.de vom 28. Juni 2010 (abgerufen am 3. Februar 2013) Als Dresdner Kolorismus wird eine Stilrichtung in der Malerei Dresdner Künstler bezeichnet, die dem Spätimpressionismus zuzurechnen ist. Die von der Moderne beeinflusstengem. Michael Helbing, Dresdner Kolorismus wird im Kunsthaus wiederentdeckt bei thueringer-allgemeine.de vom 26. Juni 2010 Werke entstanden vom ausgehenden 19. Jahrhundert an bis in die 1960er Jahre. Der Stil der Gemälde, deren gebrochene Farben oft mit Spachteln aufgetragenen wurden,gem. Detlev Michael Albrecht (Hrsg.), Beiträge zur Dresdener Hochschulmedizin, Band 3, Schriften der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus der Technischen Universität Dresden, Dresden 1999, S. 61 wird auch als „leise Seite der Moderne“ bezeichnet.gem. Ulrike Pennewitz im Artikel Denn Schönheit ist, wo das Auge ruht in der TLZ vom 26. Juni 2010

Über den Direktor der Dresdner Königlichen Gemäldegalerie, Julius Hübner, wurde der Kolorismus der Düsseldorfer Malerschule in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Dresden populär. Beeinflusst von dieser und anderen internationalen Stilrichtungen der Zeit, dennoch künstlerisch unabhängig, entwickelte sich in Dresden eine ganz eigene Malerei.

Ein beispielhafter Vertreter des Dresdner Kolorismus war Walther Beyermann, dessen virtuose Beherrschung des Lichtes und einer eher naturalistisch bis sachlichen Ausdrucksweise im Spannungsfeld zu impressionistischen Eindrücken steht.gem. Weitere Künstler, die den Dresdner Kolorismus vertraten, waren Gotthardt Kuehl, Anna Elisabeth Angermann und Joachim Heuer.gem. Information der SLUB Dresden (abgerufen am 3. Februar 2013) Andere Maler waren:

Johannes Beutner („Blaues Wunder“, 1947) Fritz Beckert („Jüdenhof im Winter“, 1929; „Töpfergasse“, 1925; „Markttag in Pirna“, 1917) Louise Elisabeth Andrae („Neustädter Markt“, 1920) Harald Metzkes („Dimitroffbrücke“, 1953) Otto Altenkirch („Kornfelder“, 1912) Wilhelm Georg Ritter („Possendorf“ 1903) Oskar Seidel (Porträts der Schwestern und Brüder Metzner, 1894/1895) Gustav Meyer-Buchwald („Loschwitzer Mädchen“, 1907) Theodor Rosenhauer („Speckseite mit Brot“, 1949)

Das Avantgarde-Kunsthaus in Apolda zeigte im Jahr 2010 eine Ausstellung „100 Jahre Dresdner Kolorismus“.

Siehe auch Kolorismus (Malerei)

Einzelnachweise und Anmerkungen

Weblinks Video zur Ausstellung „Schöne Materie – Dresdner Kolorismus“

Kategorie:Kunststil Kategorie:Bildende Kunst (Dresden)