Joe Loss OBE (* 22. Juni 1909 in Spitalfields, London; † 6. Juni 1990; vollständiger Name Joshua Alexander Loss) war ein britischer Musiker und Big-Band-Leiter.

Biografie Joe Loss war der Sohn russischer Einwanderer. Er erwies sich als begabter Violinist, lernte das Instrument an der Hackney Academy of Music. Er bekam Stipendien für das Trinity College of Music und die London School of Music. Seine erste Tanzband gründete er als Teenager, seine ersten beruflichen Schritte als Musiker machte er als Stummfilmbegleitung im Kino.

Loss spielte in verschiedenen Tanzorchestern und hatte ab 1930 seine erste eigene siebenköpfige Gruppe, die im Londoner Astoria Ballroom spielte. Drei Jahre später folgte der erste Radioauftritt. In der Folge wurde das Joe Loss Orchestra zu einem der beliebtesten britischen Tanzorchester weit über die Landesgrenzen hinaus. Es überstand nicht nur den Zweiten Weltkrieg ohne Einbruch und nennenswerte Umbesetzungen, auch dem Wechsel des Musikgeschmacks in der Rock-and-Roll- und Beat-Ära passte sich Loss an und war bis weit in die 60er Jahre hinein auch in den Charts erfolgreich. Zu den bekanntesten Sängern gehörten Chick Henderson, Vera Lynn, Ross McManus und ab 1972 Todd Miller. Das Orchester spielte häufig vor dem englischen Königshaus, unter anderem bei zwei königlichen Hochzeiten, mehrfach auf Weltreisen mit der Queen Elizabeth 2 und als erstes westliches Tanzorchester in der Volksrepublik China.

Joe Loss wurde 1978 in den Order of the British Empire aufgenommen. Er leitete sein Orchester bis 1989, bis er alters- und krankheitsbedingt die Leitung an Todd Miller übergab. 1990 starb er im Alter von 80 Jahren. Miller, den Loss 1972 als Sänger geholt hatte, führte 2010 durch das 80-jährige Jubiläum des Joe Loss Orchestra.

Diskografie The Scene Changes I Know Now Please Be Kind 1939: Little Sir Echo 1939: Are you having any fun? 1939: Wish me luck (as you wave me goodbye) 1940: My prayer 1940: South of the Border (Down Mexico Way) 1940: Beer Barrel Polka 1940: Blue Orchids 1940: Till the Lights of London Shine Again 1941: In the Mood 1944: You’ll Never Know 1944: No Other Love 1945: Swinging on a Star 1945: I’ll Be Seeing You 1948: Chi-Baba, Chi-Baba (My Bambino Go to Sleep) 1949: Say Something Sweet to Your Sweetheart 1949: Far Away Places 1949: A Little Bird Told Me 1950: My Foolish Heart 1956: Love Walked In 1961: Wheels Cha Cha 1961: Sucu Sucu 1962: The Maigret Theme 1962: Must Be Madison 1964: March of the Mods 1977: 30 Golden Greats (mit The Black & White Minstrels, UK: )Auszeichnungen für Musikverkäufe: UK

Einzelnachweise

Weblinks

Homepage von Todd Miller & the Joe Loss Orchestra (englisch) Biografie bei Boppin’ Bop (englisch) Diskografie 1955–1967 (englisch)

Kategorie:Bandleader Kategorie:Officer des Order of the British Empire Kategorie:Brite Kategorie:Geboren 1909 Kategorie:Gestorben 1990 Kategorie:Mann