miniatur|St. Ulrich in einer Lithografie Burgauners, 1862 von Josef Moroder Lusenberg nachkoloriert Johann Burgauner (* 18. Oktober 1812 in Kastelruth; † 13. Mai 1891 in Brixen) war ein Südtiroler Maler.
Leben Burgauner, dessen Vater Bäckermeister war, besuchte die Akademie der Bildenden Künste München (Eintritt am 4. April 1845) im Fach Malerei unter Professor Joseph Schlotthauer.Matrikelbuch der Akademie der Bildenden Künste München Um 1850 war er Leiter der Zeichenschule in St. Ulrich in Gröden.
Im Alter übersiedelte er nach Brixen, wo er im Alter von 88 Jahren verstarb. Ein Neffe von ihm war der Maler Eduard Burgauner (1873–1913).A. Otto Dissertori (Redaktion), Hans Wieser (Text): Eduard Burgauner 1873-1913. Ausstellungskatalog, Kastelruth 1988
Werke miniatur|Burgauners Madonna mit Kind in einer Kapelle in Überwasser Er porträtierte zahlreiche wichtige Persönlichkeiten der damaligen Zeit. Unter anderem porträtierte er die Grödner Handelsfrau Anna Maria Peschlautzer (1773–1836), Stammmutter der Familie Moroder-ScurciàDie Moroder, ein altladinisches Geschlecht aus Gröden-Dolomiten vom 14. bis zum 20. Jahrhundert. Ein Beitrag zur tirolischen Familienforschung. Komitee für die Drucklegung des Moroder-Stammbuches, St. Ulrich in Gröden 1980. S. 139–141.. Das Museum von Meran besitzt von ihm zwei Ölbilder und zahlreiche Handzeichnungen.
Burgauner schuf Altarbilder für die Pfarrkirche in St. ChristinaJosef Weingartner, Magdalena Hörmann: Die Kunstdenkmäler Südtirols. Athesia GmbH Verlagsanstalt. Bozen 1991. I. Band, S. 453. ISBN 88-7014-642-1. 1848, für die Kirche in Eppan und die Klosterkirche Maria Steinach bei Meran. Für die Pfarrkirche von St. Christina malte er auch 1845 die Kreuzwegbilder.Eugen Trapp: Kunstdenkmäler Ladiniens. Gadertal. Gröden. Fassatal. Buchenstein. Ampezzo. Verlag Istitut Cultural Ladin Micurà de Rü, San Martin de Tor 2003. ISBN 88-8171-044-7, S. 228.
Für die Pfarrkirche von Kastelruth malte er das Gemälde Herz Mariä.Josef Weingartner, Magdalena Hörmann: Die Kunstdenkmäler Südtirols. Athesia GmbH Verlagsanstalt. Bozen 1991. I. Band, S. 158. ISBN 88-7014-642-1.
1848 malte er die Fahne der Schützenkompanie St. Ulrich, die im Museum Gherdëina aufbewahrt ist.
Die Deckenmalereien der Maria Hilf Kirche in Seis stammen von Johann Burgauner (1849). (PDF; 178 kB)
Für eine Familienkapelle in Überwasser malte er ein Madonnenbild nach dem Gnadenbild Mariahilf.
Siehe auch Bildhauerei in Gröden
Weblinks
Gemeindeblatt Kastelruth, S. 24 (PDF-Datei, 3,62 MB)
Einzelnachweise
Kategorie:Maler (Österreich) Kategorie:Person (Kastelruth) Kategorie:Gröden Kategorie:Historische Person (Südliches Tirol) Kategorie:Person (Kaisertum Österreich) Kategorie:Person (Österreich-Ungarn) Kategorie:Geboren 1812 Kategorie:Gestorben 1891 Kategorie:Mann