Ponte de Sor (auch Ponte de Sôr) ist eine Stadt (Cidade) und ein Kreis (Concelho) in Portugal mit Einwohnern (Stand ).
Geschichte Funde belegen eine vorgeschichtliche Besiedlung. Erstmals schriftlich erwähnt wurde der Ort als Station der hier passierenden Römerstraße, der dritten Militärstraße von Emerita Augusta (heute Mérida) nach Olisipo (heute Lissabon). Ein im 19. Jahrhundert errichteter Neubau der römischen Brücke über den Fluss Sor ist zu sehen, und auch ein Meilenstein der Römerstraße ist erhalten.www.monumentos.pt, abgerufen am 25. Juli 2013 Die Römerbrücke gab dem Ort seinen Namen (von Ponte = Brücke).João Fonseca: Dicionário do Nome das Terras. 2. Auflage, Casa das Letras, Cruz Quebrada 2007, S. 206 (ISBN 978-972-46-1730-5) Über den Ort während des arabischen Reichs des al-Andalus ist nicht viel bekannt. Vermutlich wurde der heutige Ort im Verlauf der Reconquista neu besiedelt, als das Gebiet an den Templerorden kam.
Ponte de Sor erhielt 1199, nach anderen Quellen bereits 1161 erste Stadtrechte, die König Manuel I. im Zuge seiner Verwaltungsreformen 1514 erneuerte.www.verportugal.net, abgerufen am 25. Juli 2013Geschichtsseite der , abgerufen am 25. Juli 2013
Die bisherige Kleinstadt (Vila) Ponte de Sor wurde 1985 zur Stadt (Cidade) erhoben. Sehenswürdigkeiten, Kultur und Sport Bauten Zu den Baudenkmälern des Ortes zählen die Megalithanlage (port. Anta) von Cabeceiros,www.monumentos.pt, abgerufen am 25. Juli 2013 Brunnen, und verschiedene Art déco-dito und andere historische Wohnhäuser und öffentliche Gebäude, darunter Bahnhöfe, Schulgebäude, Gericht, Rathaus, oder das Theater- und Kinogebäude.dito Auch eine Reihe Sakralbauten sind denkmalgeschützt, etwa die Gemeindekirche Igreja Paroquial de Ponte de Sor, nach ihrem Schutzpatron auch Igreja de São Francisco de Assis genannt.dito
Der historische Ortskern von Ponte de Sor steht zudem als Ganzes unter Denkmalschutz.dito mini|rechts|Am Stausee Barragem de Montargil Kulturstätten Das Kulturzentrum Centro de Artes e Cultura ist in einem historischen Gebäude im Ort eingerichtet. Auf 10.000 m² sind dort Stadtmuseum, Stadtbibliothek, verschiedene Galerien, Veranstaltungsräume und weitere Kultureinrichtungen untergebracht., abgerufen am 25. Juli 2013
Sport und Freizeit Der Stausee der Talsperre Montargil () bietet im Kreis zahlreiche Wassersport- und Bademöglichkeiten. Ponte de Sor verfügt mit dem Flussbad an der ausgebauten Flusspromenade Zona Ribeirinha über eine weitere natürliche Bademöglichkeit, an der zudem eine Freiluftbühne, Tennisplätze und verschiedene andere Sportanlagen eingerichtet sind.www.verportugal.net, abgerufen am 25. Juli 2013
Als bedeutendster Sportverein des Ortes gilt der 1929 gegründete Eléctrico Futebol Clube. Seine erste Fußballmannschaft spielt in der Serie E der vierten portugiesischen Liga (IIIª Divisão) (Stand 2012/2013) und trägt Heimspiele im städtischen Estádio Municipal de Ponte de Sor aus. Der Verein unterhält zudem Futsal-, Basketball-, Schwimm-, Judo- und Tanzabteilungen, die in den städtischen Sporteinrichtungen beheimatet sind. Dazu gehören zwei Sporthallenkomplexe, ein Sporthallenbad und ein Freibad, Tennisplätze, ein Skatepark und anderes.Die städtischen Sporteinrichtungen auf der , abgerufen am 25. Juli 2013
Verwaltung Kreis Ponte de Sor ist Verwaltungssitz eines gleichnamigen Kreises. Die Nachbarkreise sind (im Uhrzeigersinn im Norden beginnend): Gavião, Portalegre, Alter do Chão, Avis, Moura, Coruche, Chamusca sowie Abrantes.
Mit der Gebietsreform im September 2013 wurden die Gemeinden (Freguesias) Ponte de Sor, Tramaga und Vale de Açor zur neuen Gemeinde União das Freguesias de Ponte de Sor, Tramaga e Vale de Açor zusammengefasst. Der Kreis besteht seither aus den folgenden fünf Gemeinden:Veröffentlichung der administrativen Neuordnung im Gesetzesblatt Diário da República vom 28. Januar 2013, abgerufen am 16. März 2014 mini|hochkant=1.3|Kreis Ponte de Sor
Bevölkerungsentwicklung Einwohnerzahl im Kreis Ponte de Sor (1801–2011) 1801 1849 1900 1930 1960 1981 1991 2001 2011 1394 3094 8092 9024 12.033 14.200 13.393 18.140 16.691
Kommunaler Feiertag Ostermontag
Wirtschaft Ponte de Sor gilt als ein Schwerpunkt der portugiesischen Korkindustrie, zudem sind u. a. Zulieferbetriebe der Automobil- und Luftfahrtindustrie hier ansässig. Auch traditionelles Kunsthandwerk wird hier hergestellt, insbesondere aus Kork und Flechtweide.Anmerkungen zur Wirtschaft am Ende der Kreisgeschichte auf der , abgerufen am 25. Juli 2013
Der Fremdenverkehr spielt nur eine untergeordnete Rolle, hat dabei jedoch als Individualtourismus an Bedeutung gewonnen, etwa mit dem Campingplatz, familiären Hotels, und in historischen Gebäuden eingerichteten Herbergen des Turismo rural. Ein Hauptanziehungspunkt ist der Stausee der Talsperre Montargil.www.verportugal.net, abgerufen am 25. Juli 2013
mini|rechts|Der Bahnhof von Ponte de Sor Verkehr Ponte de Sor ist ein Bahnhof der Eisenbahnstrecke Linha do Leste. Seit der Einstellung des Personenverkehrs auf der Strecke im Januar 2012 kann der Ort nicht mehr mit der Bahn erreicht werden. Seit 29. August 2017 gibt es wieder einen Reisezug täglich in beide Richtungen zwischen Entroncamento und Badajoz. Am 9. Oktober 2022 wurde ein zweites Zugpaar eingeführt.
Ponte de Sor ist in das landesweite Busnetz der Rede Expressos eingebunden.
Über die Nationalstraße N2 von Ponte de Sor aus sind die etwa 40 km nordwestlich entfernten Anschlussstellen der Autobahn A23 in Abrantes zu erreichen. Die Nationalstraße N244 führt etwa 55 km nördlich zur Anschlussstelle Nr. 13 der A23 bei Domingos da Vinha.
Das bisher vorwiegend als Sportflugplatz genutzte Aeródromo Municipal de Ponte de Sor wird zu einem Regionalflughafen ausgebaut.Daten zum Flughafen auf der (PDF; 777 kB), abgerufen am 25. Juli 2013
Söhne und Töchter der Stadt José Marques Godinho (1881–1947), portugiesischer General im Ersten Weltkrieg, Oppositioneller der Salazar-Diktatur Vera Jardim (* 1939), Juristin und sozialistische Politikerin, Justizministerin der ersten Regierung Guterres (1995–1999) Edite Espadinha (* 1972), Journalistin José Luís Peixoto (* 1974 in Galveias), Schriftsteller Pedro Lopes Martins (* 1978 in Montargil), Schriftsteller
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