Welkers ist ein Ortsteil der Gemeinde Eichenzell im osthessischen Landkreis Fulda. Der in der Gemarkung gelegene Industriepark Rhön gehört zum Ort.
Geographie Welkers liegt im oberen Fuldatal in den westlichen Ausläufern der Rhön südöstlich von Eichenzell. Durch den Ort verläuft die Landesstraße 3307. Im Westen führt die Bundesautobahn 7 an Welkers vorbei. Der Ort hat einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Fulda–Gersfeld.
Geschichte Ortsgeschichte Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Welkers erfolgte unter dem Namen Welgeres im Jahr 1166 in einer Urkunde des Reichsklosters Fulda, als ein Bernger von Welkers („Welgeres“ = Hof des Waltgar) als Zeuge auftritt.
Zum 31. Dezember 1971 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Welkers im Zuge der Gebietsreform in Hessen auf freiwilliger Basis als Ortsteil in die Gemeinde Eichenzell eingemeindet. Für Welkers wurde, wie für die übrigen Ortsteile von Eichenzell, ein Ortsbezirk eingerichtet.
Im Jahr 2016 beging der Ort sein 850-jähriges Jubiläum.Ein ganzes Dorf feiert ein ganzes Jahr - Festwochenende in Welkers in Osthessen-News vom 28. Juni 2016.
Verwaltungsgeschichte im Überblick Die folgende Liste zeigt die Staaten und deren Verwaltungseinheiten,Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan. denen Welkers angehört(e):
vor 1803: Heiliges Römisches Reich, Hochstift Fulda, Centoberamt Fulda 1803–1806: Heiliges Römisches Reich, Fürstentum Nassau-Oranien-Fulda, Fürstentum Fulda, Johannesberg 1806–1810: Kaiserreich Frankreich, Fürstentum Fulda (Militärverwaltung) 1810–1813: Großherzogtum Frankfurt, Departement Fulda, Distrikt Johannesberg ab 1816: Kurfürstentum Hessen, Großherzogtum Fulda, Amt Neuhof ab 1821/22: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis FuldaVerordnung vom 30sten August 1821, die neue Gebiets-Eintheilung betreffend, Anlage: Übersicht der neuen Abtheilung des Kurfürstenthums Hessen nach Provinzen, Kreisen und Gerichtsbezirken. Sammlung von Gesetzen etc. für die kurhessischen Staaten. Jahr 1821 – Nr. XV. – August. (kurhess GS 1821) S. 75.Trennung zwischen Justiz (Landgericht Fulda) und Verwaltung. ab 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Fulda ab 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Fulda ab 1867: Königreich Preußen,Infolge des Deutschen Krieges. Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Fulda ab 1871: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Fulda ab 1918: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Fulda ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Kurhessen, Landkreis Fulda ab 1945: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone,Infolge des Zweiten Weltkriegs. Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Fulda ab 1946: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Fulda ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Fulda ab 1972: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Fulda, Gemeinde EichenzellAm 1. April 1972 als Ortsbezirk zur Gemeinde Eichenzell.
Bevölkerung Einwohnerentwicklung • 1812: 32 Feuerstellen, 274 Seelen
Einwohnerstruktur 2011 Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Welkers 966 Einwohner. Darunter waren 18 (1,9 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 198 Einwohner unter 18 Jahren, 420 zwischen 18 und 49, 171 zwischen 50 und 64 und 177 Einwohner waren älter. Die Einwohner lebten in 393 Haushalten. Davon waren 105 Singlehaushalte, 102 Paare ohne Kinder und 153 Paare mit Kindern, sowie 21 Alleinerziehende und 12 Wohngemeinschaften. In 81 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 264 Haushaltungen lebten keine Senioren.
Historische Religionszugehörigkeit • 1885: ein evangelischer (= 0,33 %), 302 katholische (= 99,34 %), ein jüdischer (= 0,33 %) Einwohner • 1961: 41 evangelische (= 7,04 %), 539 katholische (= 92,61 %) Einwohner
Religion mini|Die katholische Heilig-Kreuz-Kirche von Welkers (1968/70)
Die katholische Heilig Kreuz Kirche ist ein moderner Zeltbau mit frei stehendem nach oben spitz auslaufendem Glockenturm (Campanile) von 1968 bis 1970. Das Kirchengebäude steht (in den Brückenwiesen) in der Rothemanner Straße in der Ortsmitte.
Politik Für den Ortsteil Welkers besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Welkers) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung. Der Ortsbeirat besteht aus sieben Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 58,42 %. Dabei wurden gewählt: sechs Mitglieder der CDU und ein Mitglied der „Bürgerliste Echenzell“. Der Ortsbeirat wählte Andreas Klimesch (CDU) zum Ortsvorsteher.
Kultur und Sehenswürdigkeiten Sehenswert ist der prachtvolle gotische Schnitzaltar aus dem Jahre 1509 in der neuen Kirche. Die Heilig-Kreuz-Kirche wurde 1968–1970 erbaut.
Infrastruktur Im Ort gibt es ein Bürgerhaus und einen Kindergarten.
Literatur Michael Mott: Alter Steinsteg nicht mehr zeitgemäß? / Ein Stück Dorfgeschichte ist in Gefahr: Der alte steinerne Kirchsteg in Welkers / Bald Holzbrücken über den Mühlgraben, in: Fuldaer Zeitung, 9. Aug. 1990, S. 16 (Serie: DENK-mal!).
Weblinks
Anmerkungen und Einzelnachweise Anmerkungen
Einzelnachweise Einwohner Welkers: 2016 (HW), 1996–2020 (HW+NW) Abkürzungen für die Art des Wohnsitzes
Kategorie:Ort im Landkreis Fulda Kategorie:Geographie (Eichenzell) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Fulda) Kategorie:Ort in der Rhön Kategorie:Ersterwähnung 1166 Kategorie:Gemeindeauflösung 1971