Die nachfolgende Liste des badischen Kabinettsrats, welcher die Landesregierung von Baden bis 1817 bildete, ist noch unvollständig und die Zeitangaben sind in der hier vorliegenden Literatur teilweise ungenau:

Amt Name Leitende StaatsministerAngaben gemäß der Liste von Peter Truhart. Der leitende Staatsminister ist hier von Truhart offenbar informell ermittelt und aufgelistet worden, denn tatsächlich handelte es sich nicht um eine offizielle Position. De facto ragte zwar meist einer der Minister als Primus inter pares hervor, einen offiziellen Regierungschef gab es in Baden jedoch erst seit dem Jahre 1820. Ludwig Markgraf von Baden bis 1807 Emmerich Joseph Freiherr von Dalberg Juli bis November 1808 provisorischer Kabinettsdirektor Carl Wilhelm Freiherr Marschall von Bieberstein 1808 bis 1809 Sigismund Karl Johann Freiherr von Reitzenstein 1809 bis März 1810 Konrad Carl Freiherr von Andlaw-Birseck 1810 Christian Heinrich Freiherr Gayling von Altheim 1810 bis 1811 Karl Christian Freiherr von Berckheim 1812 bis 1817 Sigismund Karl Johann Freiherr von Reitzenstein 1817 (zum 2. Mal) Äußeres und großherzogliches HausAngaben gemäß der Liste von Peter Truhart. Georg Ludwig Freiherr von Edelsheim 1793 bis März 1808 Carl Wilhelm Freiherr Marschall von Bieberstein 1808 bis 1809 Emmerich Joseph Freiherr von Dalberg 1809 Sigismund Karl Johann Freiherr von Reitzenstein 1809 bis März 1810 Christian Heinrich Freiherr Gayling von Altheim 1810 bis 1811 Karl Christian Freiherr von Berckheim 1812 bis 1815 Karl Freiherr von Hacke vom 7. April 1815 bis zum 15. Juli 1817 Inneres Carl Wilhelm Freiherr Marschall von Bieberstein 1806 bis 1807 Johann Nicolaus Friedrich Brauer 1806 bis 1807 … Carl Wilhelm Freiherr Marschall von Bieberstein 1810 bis 1811 … Carl Wilhelm Freiherr Marschall von Bieberstein 1813 Karl Christian Freiherr von Berckheim vom 22. Oktober 1813 bis zum 15. Juli 1817 Justiz Christian Heinrich Freiherr Gayling von Altheim 1807 bis 1809 Ludwig Wilhelm Alexander von Hövel seit dem 31. Dezember 1809 Finanzen Ludwig Markgraf von Baden 1806 bis 1807 Christian Heinrich Freiherr Gayling von Altheim bis 1807 … Bernhard Friedrich von Türckheim 4. November 1809 bis 11. Dezember 1810 Christian Heinrich Freiherr Gayling von Altheim 1811 bis 1812 … Albrecht Freiherr von Seckendorff vom 9. Februar 1814 bis zum 7. April 1815 Vakant; lediglich geschäftsführend: Ministerialdirektor Ernst Philipp von Sensburg, seit 7. April 1815 bis 1817 KriegKarl Stiefel: Baden 1648–1952, Karlsruhe 1979, Band II, S. 1044 Ludwig Markgraf von Baden bis 1807 General der Kavallerie Karl Freiherr von GeusauIm Jahre 1808 wurde auf Napoleons Befehl die Leitung der Militärangelegenheiten dem aus holländischen Diensten kommenden General Karl von Geusau übertragen. Siehe dazu: 7. März 1808 bis 17. September 1808Badische Biographien. Band I. S. 299 Geheimrat Karl Friedrich FischerBadische Biographien. Band II. S. 245: Es wird ein Geheimrat Fischer (ohne Nennung des Vornamens) als Präsident des badischen Kriegsministeriums erwähnt. Die kurze Erwähnung steht im Rahmen der Biographie von Konrad Rudolf Freiherr von Schäffer. Als Zivilist oblag Geheimrat Fischer offenbar der rein verwaltungsorganisatorische Teil des Kriegsministeriums, das Generalkommando der Armee hingegen lag beim Kronprinzen und seit 1811 Großherzog Karl 1808 bis 1814 (?) Konrad Freiherr von Schäffer seit dem 16. August 1814

Literatur Martin Furtwängler: Minister und Regierungen von Baden. In: Meinrad Schaab, Hansmartin Schwarzmaier (Hrsg.) u. a.: Handbuch der baden-württembergischen Geschichte. Band 5: Wirtschafts- und Sozialgeschichte seit 1918, Übersichten und Materialien, Gesamtregister. Hrsg. im Auftrag der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg. Klett-Cotta, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-608-91371-2, S. 479–483. Peter Truhart: Regents of Nations. Systematic chronology of states and their political representatives in past and present ; A biographical reference book. Part III/1 = Regenten der Nationen Teil III/1. K. G. Saur, München / London etc. 1986, ISBN 3-598-10491-X, S. 2378–2379.

Einzelnachweise und Anmerkungen

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