mini|hochkant=1.5|Karte von Berlin-Weißensee(aus: OpenStreetMap)

Die Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Weißensee beschreibt das Straßensystem im Berliner Ortsteil Weißensee mit den entsprechenden historischen Bezügen. Gleichzeitig ist diese Zusammenstellung eine der Listen aller Berliner Straßen und Plätze.

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Überblick Straßensystem Im amtlichen Straßenverzeichnis sind für den Ortsteil 116 gewidmete Straßen und Plätze aufgeführt. Einige Straßen weisen dabei die RBS-Klasse „PSTR“ auf und sind damit zwar für den öffentlichen Verkehr zugänglich, als Privatstraßen aber in der Verantwortung der Eigentümer (Straßen auf dem DGZ-Gelände, Zur Ringallee). Im Straßenentwicklungsplan als Teil des Stadtentwicklungsplans sind die Bundesstraßen B 2 (Berliner Allee) und B 109 (Prenzlauer Promenade) als großräumige Straßenverbindungen eingeteilt. In der Bedeutung als Hauptstraßen folgen die übergeordneten Straßenverbindungen Buschallee, Hansa-, Indira-Gandhi- und Rennbahnstraße. Regionale (bezirkliche) Straßenverbindungen (Kategorie III) sind (teilweise) Am Steinberg, dazu die Fahrbahnen des Hamburger Platzes und Mirbachplatzes zusammen mit der Pistoriusstraße sowie kreuzend die Roelckestraße. Ergänzt wird das Hauptstraßensystem (Kategorie IV) des Ortsteils durch Falkenberger, Feldtmann-, Giers-, Gustav-Adolf-, Langhans-, Liebermann-, Nüßler-, Park- und Piesporter Straße (einige nur teilweise). Zur Festigung von Neu-Weißensee als Ausgliederung des Gutsbezirks erfolgte am 17. September 1875 die Übernahme von 23 privaten Straßen in Gemeindebesitz, darunter Antonplatz, Pistoriusstraße, Langhansstraße und die Straßen im Komponistenviertel.

Ortslage Der Ortsteil untergliedert sich in einige zu verschiedenen Zeiten entstandene Gebiete. Dazu gehören: das ehemalige Dorf Weißensee entlang der früheren Provinzial-Chaussee Berlin–Bernau (heutige Berliner Allee), das nördlich an Berlin anschließende Gründerviertel – zunächst Neu-Weißensee genannt –, dessen Straßen zu großen Teilen anfangs einfach durchnummeriert oder mit Buchstaben versehen worden waren, der als Gemeindezentrum geplante Wohnstraßenbereich um den Kreuzpfuhl, das spätere Komponistenviertel zwischen Berliner Allee, Indira-Gandhi-Straße, dem Jüdischen Friedhof und der Gürtelstraße (bis zum März 1951: Französisches Viertel, nach den Schauplätzen des Deutsch-Französischen Krieges 1870/1871), das Wohnviertel um die Buschallee, die restlichen nicht näher bezeichneten Quartiere.

Im Berliner Adressbuch des Jahres 1900 befindet sich eine Straßenübersicht der Terraingesellschaft Weißensee i.Liqu., die sowohl das projektierte Straßennetz als auch die bereits errichteten Gebäude zeigt. Am 1. November 1874 erfolgte die Gründung der „Weißensee Aktiengesellschaft“. Am 18. Februar 1880 wurde die Bildung der Gemeinde Neu-Weißensee innerhalb des Gutsbezirks beschlossen, nachdem die Gemeindeversammlung Weißensee (Dorf) die Vereinigung mit dem Gutsbezirk am 28. Februar 1879 einstimmig abgelehnt hatte. Am 26. April 1899 stellte Freiherr von Recke erstmals den Antrag, Neu-Weißensee die Stadtrechte zu verleihen. Nachdem die Gemeindevertretung von (Alt-)Weißensee am 3. März 1903 (nach Ablehnung 1902) für die Vereinigung gestimmt hatte, wurde zum 1. Januar 1905 Neu-Weißensee mit dem Dorf vereinigt. Kaiser Wilhelm II. unterzeichnete am 24. Oktober 1904 den Erlass zur Zusammenlegung von Neu-Weißensee und Weißensee ab 1. Januar 1905.

Am 14. April 1881 erließ die Gemeindeverwaltung eine erste Verordnung betreffs „Unterhaltung der Bürgersteige und Straßen“. Am 3. Dezember 1881 wurde angewiesen, Hausnummern an den Wohngebäuden anzubringen. Die Straßennamen wurden bis 1909 nicht nach den Regeln der Rechtschreibreform von 1901 geschrieben, daher gab es beispielsweise die Schreibweisen Charlottenburgerstraße, Rölckestraße, Gustav Adolph Straße. Die Nummerierung der Grundstücke erfolgte bis ins 20. Jahrhundert in der (fortlaufenden) Hufeisennummerierung. Diese ist bei den älteren Straßen meist noch erhalten, allerdings erfolgten teilweise Umstellungen auf die wechselseitige Orientierungsnummerierung, und bei einigen Straßen wurde die fortlaufende Zählung in der Richtung gewechselt (beispielsweise Charlottenburger Straße).

Am 1. April 1912 wurde laut kaiserlicher Weisung der Ortsname Berlin-Weißensee vergeben und 1920 mit der Bildung von Groß-Berlin das bis dahin zum Landkreis Niederbarnim gehörende Weißensee als XVIII. Verwaltungsbezirk in die neue Stadtgemeinde eingegliedert. Am 1. April 1938 gab es durch eine Neuordnung von Verwaltungsbezirksgrenzen kleinere Änderungen am Territorium Berlin-Weißensees (Gebietsaustausch mit dem Bezirk Lichtenberg).

Am 1. September 1985 wurden die Ortsteile Hohenschönhausen, Wartenberg, Falkenberg sowie der östliche Teil von Malchow aus dem Stadtbezirk Weißensee ausgegliedert und zum eigenständigen Stadtbezirk Hohenschönhausen zusammengefasst. Gleichzeitig wurden dem Stadtbezirk Weißensee die Pankower Ortsteile Heinersdorf, Karow und Blankenburg zugeordnet. Letztlich ging der eigenständige Bezirk durch die Verwaltungsreform 2001 im (Groß-)Bezirk Pankow auf.

In den Jahren bis 2010 ließ das Bezirksamt Pankow das Komponistenviertel umfassend sanieren, wodurch in diesem Bereich ein fast 30 %iges Bevölkerungswachstum zu verzeichnen war.Bericht in der rbb-Abendschau vom 15. Dezember 2010. Auffällig ist, dass es auf der relativ kleinen Fläche des Ortsteils acht verschiedene Friedhöfe gibt.

Weißensee hat Einwohner (Stand: ) und umfasst die Postleitzahlenbereiche 13051, 13053, 13086, 13088 und 13089.

Übersicht der Straßen und Plätze

Name/Lage Länge/Maße(in Metern) Namensherkunft Datum der Benennung Anmerkungen BildAlbertinenstraße ()420Albertine Amalie Louise Steuersen, verh. Schön (1833–1904), Sponsorin für den Landkauf in Weißensee und Cousine von Gustav Adolf Schönstyle="text-align:right;" Vor 1875 war schon eine Straße als „nicht öffentlich“ angelegt worden. Auf der Karte aus 1880 ist die Straße von der König-Chaussee (→ Berliner Allee) gekreuzt mit der Waldaustraße (→ Pistoriusstraße) zur Amalienstraße aufgenommen. Diese Lage blieb seither bestehen. 1880 ist die Umgebung als unbebaut eingezeichnet und zwei Drittel der Straßenlänge führen durch den (Schloss-)Park. Im Adressbuch 1896 für Neu-Weißensee (das erstmals im Berliner Adressbuch aufgenommen ist) wird die Albertinenstraße von König-Chaussee bis Amalienstraße dargestellt. An beiden Seiten auf den Grundstücken 1–6 (östlich, fortlaufend, 7–13: Baustellen) und der Gegenseite 14–28 (fortlaufend, an Pistoriusstraße) mit Eigentümern. Auf der Karte von 1928 ist die Gesamtstraßenbreite mit 33,93 m und die Fahrbahnbreite mit 18,83 m angegeben. Zu diesem Zeitpunkt ist an der Westseite zur Parkstraße hin ein Straßensystem projektiert: Straße 238 (von Amalienstraße 20 abgehend) führt zu einem Platz (Straßenkreuz) an dem Straße 239 nach Süd (Pistoriusstraße 6), Straße 236 nach Nord (Amalienstraße 26) und Straße 237 zur Parkstraße 20 führen würde. Andererseits ist diese Fläche teilweise bebaut, speziell im südlichen Abschnitt von der Bethabara-Stiftung. Bis 1954 verblieb von jener Straßenplanung ein (Plan-)Rest an der Amalienstraße. In der Denkmalliste Berlins ist das Bauensemble der Stephanus-Stiftung auf Albertinenstraße 20–23 aus den Jahren 1874–1912 enthalten. In der Albertinenstraße 6/7 (Ostseite am Park) befand sich bis 1921 das Rathaus Weißensee,alt-berlin.info: nach der Eingemeindung von Weißensee nach Groß-Berlin als Finanzbureau genutzt. Es wurde weiterhin für öffentliche Zwecke reserviert, in der DDR-Zeit nach 1960 war hier die VP-Inspektion Weißensee untergebracht.140px|Albertinen- /Ecke Pistoriusstraße, Blickrichtung Weißer SeeAm Steinberg ()1540Steinberg, eine 53 Meter hohe Erhebung, auch Heinersdorfer Berg genanntstyle="text-align:right;" Die Mitte der Straße bildet die westliche Grenze des Ortsteils Weißensee zu Heinersdorf, die ungerade Seite zu Heinersdorf. Der Verkehrsweg hieß zunächst Straße 212, der nördliche Teil in Heinersdorf wurde 1925 nach dem Hügel benannt, erst 1936 wurde der in Weißensee liegende südliche Teil ebenfalls in Am Steinberg einbezogen und die Straße verbreitert. Entsprechend sind die ungerade nummerierten Grundstücke in Heinersdorf gelegen und sind bislang Kleingartenkolonien geblieben, im Ortsteil wurden die gerade nummerierten Grundstücke bebaut, sind allerdings teilweise den Querstraßen zugeordnet. Südwestlich setzt sich der Straßenzug geradlinig als Thulestraße im Ortsteil Pankow fort. Der Südwestzipfel von Am Steinberg wird von der Straßenbahn M2 befahren, die an der Kreuzung mit der Pistoriusstraße in die Tino-Schwierzina-Straße abbiegt. 300 m der Straße gehören zu den regionalen Straßenverbindungen im Berliner Straßensystem.140pxAmalienstraße ()1020Albertine Amalie Louise Steuersen, (verh. Schön, 1833–1904), Sponsorin für den Landkauf in Weißensee und Cousine von Gustav Adolf Schönstyle="text-align:right;" Sie liegt zwischen Albertinen- und Gustav-Adolf-Straße und setzt sich gradlinig nordwestwärts als Günter-Litfin-Straße fort. In diesem Verlauf bis an die Heinersdorfer Feldmark war der Verlauf ursprünglich geplant. Die schon zuvor angelegte Straße war bis zu dem angegebenen Datum „nicht öffentlich“.140pxAn den Feldtmanngärten ()610Neubau-Siedlung (Feldtmanngärten) nahe der Feldtmannstraßestyle="text-align:right;" Die mit der Siedlung neu angelegte StraßeDrucksache – V-0397: Benennung einer Privatstraße in An den Feldtmanngärten – im OT Weißensee, 2. April 2003 – 14. ordentliche Tagung der Bezirksverordnetenversammlung Pankow von Berlin liegt auf einem Teilstück der alten Industriebahntrasse. Die 25 Meter breite Bahntrasse wurde mit den südlichen Einfamilienhäusern und der Fahrstraße bebaut.Bilder zur Bahntrasse nahe dem Güterbahnhof Weißensee und der Einfamilienhausbebauung Sie ersetzt seit 2003 mit den Wohnhäusern den nördlichen Abschluss für den Bertricher, Mayener, Kelberg- und Polcher Weg und der Perler Straße. Als fünf Meter breite Zugangsstraße zu den Eigenheimen liegt sie zwischen Piesporter Straße (Westen) und der Ortsteilgrenze zu Alt-Hohenschönhausen. Am Ostende des Verlaufs ist die Perler Straße zwischen der vormaligen Bahntrasse und der Feldtmannstraße unterbrochen und deren Fläche gehört zum Nachbarortsteil, so führt An den Feldtmanngärten als Anschluss rechtwinklig direkt an der Bezirksgrenze entlang zur Feldmannstraße. Zur Straße sind die bebauten Grundstücke 6–64 (Südseite, gerade) und 51–63 (Nordseite, ungerade) zugeordnet. Die Gewerbebauten der westlichen Nordseite gehören zur Feldtmann- und Piesporter Straße. Die Namensgebung der Straße geht auf die (für die Vermarktung werbende) Bezeichnung der Siedlung auf einer Bahntrasse zurück. Angeregt von den an der Nordseite liegenden Siedlungshäusern und um den „grünen Touch Gärten“ steht der Bezug zur Feldtmannstraße. Diese war nach dem Unternehmer und Amtsvorsteher zugleich Standesbeamter in Weißensee Heinrich Feldtmann (1838–1905) benannt, der ab 1894 Mitglied des Provinziallandtags war und so eine wesentliche lokale Persönlichkeit.140pxAn der Industriebahn ()440Industriebahn, eine Anschlussbahn zum Gütertransport, 1973 stillgelegtstyle="text-align:right;" Die Straße liegt zwischen dem Pasedagplatz und der Roelckestraße durch Industriegebiet. Die am Industriebahnhof WeißenseeAm 16. Dezember 1907 wurde die Güterladestelle Weißensee an der Industriebahn in Betrieb genommen. in den 1890er Jahren angelegte Verlängerung der Schönstraße von Neu-Weißensee über die Rennbahnstraße nach dem Norden hieß anfangs Verlängerte Schönstraße. Aufgrund der verlegten Industriebahn siedelten sich größere Fabriken an wie die Ziehl-Abegg Elektrizitäts-Gesellschaft, von denen einige Gebäude erhalten sind und unter Denkmalschutz stehen.140pxAntonplatz