Döllbach ist der nach Einwohnerzahl kleinste Ortsteil der Gemeinde Eichenzell im osthessischen Landkreis Fulda.

Geographische Lage Das Dorf liegt in den westlichen Ausläufern der Rhön östlich von Büchenberg an der Mündung des Thalaubachs in den Döllbach. Durch den Ort verläuft die Landesstraße 3207. Am nördlichen Ortsrand treffen sich die ehemalige Bundesstraße 27 – inzwischen herabgestuft zur L 2790 – und die Bundesstraße 279. Im Osten führt die Bundesautobahn 7 an Döllbach vorbei.

Geschichte mini|Kath. Filialkirche St. Odilia mini|Der Odilienborn St. Odilia

Ortsgeschichte Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Döllbach im Jahr 852. Der Ortsname Delbach wird mit Siedlung am Dela-Bach übersetzt. Döllbach war früher Grenzort zwischen Hessen und Bayern. Die Kapelle wurde um 1500 erbaut.

Zum 31. Dezember 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Döllbach im Zuge der Gebietsreform in Hessen auf freiwilliger Basis in die Gemeinde Eichenzell als Ortsteil eingegliedert. Für Döllbach wurde, wie für die übrigen Ortsteile von Eichenzell, ein Ortsbezirk eingerichtet.

Verwaltungsgeschichte im Überblick Die folgende Liste zeigt die Staaten und deren Verwaltungseinheiten,Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan. denen Döllbach angehört(e):

vor 1803: Heiliges Römisches Reich, Hochstift Fulda, Amt/Oberamt Neuhof 1803–1806: Heiliges Römisches Reich, Fürstentum Nassau-Oranien-Fulda, Fürstentum Fulda, Amt Neuhof 1806–1810: Kaiserreich Frankreich, Fürstentum Fulda (Militärverwaltung) 1810–1813: Großherzogtum Frankfurt, Departement Fulda, Distrikt Neuhof ab 1816: Kurfürstentum Hessen, Großherzogtum Fulda, Amt Neuhof ab 1821/22: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis FuldaVerordnung vom 30sten August 1821, die neue Gebiets-Eintheilung betreffend, Anlage: Übersicht der neuen Abtheilung des Kurfürstenthums Hessen nach Provinzen, Kreisen und Gerichtsbezirken. Sammlung von Gesetzen etc. für die kurhessischen Staaten. Jahr 1821 – Nr. XV. – August. (kurhess GS 1821) S. 75.Trennung zwischen Justiz (Justizamt Neuhof) und Verwaltung. ab 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Fulda ab 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Fulda ab 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Fulda ab 1871: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Fulda ab 1918: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Fulda ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Kurhessen, Landkreis Fulda ab 1945: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Fulda ab 1946: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Fulda ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Fulda ab 1972: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Fulda, Gemeinde Eichenzell

Einwohnerentwicklung Einwohnerentwicklung • 1812: 18 Feuerstellen, 160 Seelen

Einwohnerstruktur 2011 Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Döllbach 135 Einwohner. Darunter waren 3 (2,2 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 18 Einwohner unter 18 Jahren, 66 zwischen 18 und 49, 30 zwischen 50 und 64 und 24 Einwohner waren älter. Die Einwohner lebten in 60 Haushalten. Davon waren 21 Singlehaushalte, 9 Paare ohne Kinder und 18 Paare mit Kindern, sowie 9 Alleinerziehende und 3 Wohngemeinschaften. In 12 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 42 Haushaltungen lebten keine Senioren.

Historische Religionszugehörigkeit • 1885: ein evangelischer (= 0,68 %), 146 katholische (= 99,32 %) Einwohner • 1961: 14 evangelische (= 6,42 %), 202 katholische (= 92,66 %) Einwohner

Politik Ortsbeirat Für den Ortsteil Döllbach besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Döllbach) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung. Der Ortsbeirat besteht aus fünf Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2026 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 63,49 %. Alle Kandidaten gehörten der Freien Wählergemeinschaft Döllbach an. Der Ortsbeirat wählte Katharina Bätz zur Ortsvorsteherin.

Bürgermeister und Ortsvorsteher Bürgermeister vor 1900: Albertus Auth ca. 1900–1920: Norbert Roth 1920–1945: Karl Herget 1945–1960: Josef Bolz 1960–1971: Hermann Herget

Ortsvorsteher 1971–1993: Hermann Herget 1993–2001: Ludwig Ackermann 2001–2011: Otto Herget 2011–2026: Markus Roth seit 2026: Katharina Bätz

Literatur Michael Mott: „Die Odill“ und eine „wundertätige“ Quelle (Döllbach) / Am 13. Dezember ist das Fest der heiligen Ottilie / Die Verehrung der Patronin für Augen-, Ohr- und Kopfkrankheiten geht durch das ganze Fuldaer Land; in: Fuldaer Zeitung, 13. Dez. 1989, S. 10. Michael Mott: Der „Odilienborn“ bei Döllbach; in: Fuldaer Zeitung, 7. August 1998, S. 13 (Serie: Wo unsere Brünnlein fließen). Michael Mott: Zollstationen einst in Motten und Döllbach; in „Buchenblätter“ Fuldaer Zeitung, 80. Jahrg., Nr. 24, 18. Dez. 2007, S. 95.

Weblinks

Anmerkungen und Einzelnachweise Anmerkungen

Einzelnachweise Einwohner Döllbach: 2016 (HW), 1996–2020 (HW+NW) Abkürzungen für die Art des Wohnsitzes

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