mini|Installation auf dem Rüfikopf

Der Weiße Ring im Skigebiet Ski Arlberg in Lech am Arlberg in Vorarlberg (Österreich) bezeichnet eine Reihe von Skiliften, welche seit 1957 eine Skirunde möglich machen. Seit der Skisaison 2005/2006 gibt es das Skirennen „Der Weiße Ring – Das Rennen“.

Die Skirunde erstreckt sich über mehrere Abfahrten und Lifte. Sie umfasst eine Gesamtlänge von 21,69 km und überwindet dabei insgesamt 5.439 m Höhenunterschied. Im Herbst 2009 bestätigte Guinness World Records, dass das Skirennen Weißer Ring mit knapp 22 km das längste Skirennen der Welt ist.

Geschichte Die Grundidee zur Skirunde geht zurück auf den Skisportler und Ingenieur Josef „Sepp“ Bildstein und beginnt mit der Inbetriebnahme des ersten Schleppliftes im Winter 1940/41.

In der Saison 2005/2006 wurde zum 50. Jubiläum der Skirunde das erste Skirennen veranstaltet. Der Rennstart liegt immer an der Bergstation () am Rüfikopf, einem hohen Berg südöstlich der Ortschaft Lech, wo sich stets das Ziel befindet.

Im Herbst 2009 wurde vom Herausgeber des Guinness-Buch der Rekorde bestätigt, dass es sich beim „Weißen Ring“ um das längste Skirennen der Welt handelt. In: snow-online.de, 2010.Anja Haegele: Schuss jetzt! In: Die Zeit, 25. Jänner 2007. Seit 2010 findet am Nassfeld in Kärnten die „Wulfenia Trophy“, welche mit 32 Streckenkilometern als längstes Skirennen der Welt beworben wird. Da dieses Skirennen keine Guinness-Eintragung als längstes Skirennen der Welt hat, wirbt der Weiße Ring weiterhin damit.

Von 2006 bis 2017 fand alljährlich ein Rennen statt. Am 14. Jänner 2012 fand das Rennen, für das 1.000 Startplätze vergeben wurden, das siebte Mal statt. Bei diesem Rennen standen mit Josef „Pepi“ Strobl, Patrick Ortlieb, Harti Weirather, Marc Girardelli, Tom Stiansen, Andreas Goldberger und David Coulthard einige bekannte Namen am Start. Während die Rennen der Jahre 2018, 2020 und 2023 aufgrund von ausgiebigem Schneefällen abgesagt werden mussten und das Rennen von 2021 wegen der COVID-19-Pandemie ausfiel, gab es 2019, 2022 und 2024 weitere Rennen.

Den Streckenrekord hatte erst seit 2006 mit 44:35:07 Minuten Patrick Ortlieb und dann seit 2010 mit 44:10:75 Minuten Markus Weiskopf inne; seit 2024 wird er mit 44:06:50 Minuten von Kilian Böck gehalten. Übrigens sind diese Bruttofahrzeiten (mit Liftbenutzung) niedriger als die reinen Liftfahrzeiten der 1980er Jahre, deren Summe ohne Wartezeit beim Anstehen bei knapp 48 Minuten lag.

Streckenverlauf Etappe Piste / Lift Länge Höhenmeter 1 Rüfikopfbahn 2.131 890 2 38a Steinmännle 1.634 366 3 Schüttbodenlift 590 155 4 38a Schüttboden – Zürs 1.607 248 5 Trittalpbahn 920 288 6 3a Hexenboden Direkte 1.798 466 7a Seekopfbahn 1.548 514 7b Zürserseebahn 1.587 491 8 Madlochbahn 1.520 285 9 33 Madloch – Zug 4.187 954 10 Zugerbergbahn 1.443 615 11 Balmengratlift 222 5 12 34 Kriegeralpe – Petersboden – Oberlech – Lech 4.236 644 Gesamt 21.688 5.439

Ergebnisse Nummern in "()" (Klammern) stehen bei Männern und Frauen, die mehrmals gewannen, für die Anzahl ihrer erreichten Siege. Männer Frauen Datum/Jahr Erster Platz Zweiter Platz Dritter Platz style="text-align:right" Cornelius Deuring Ben Sittel Riccardo Rädler style="text-align:right" Cornelius Deuring Riccardo Rädler Josef Strobl style="text-align:right" Kilian Böck Josef Strobl Dieter Bischof style="text-align:right" abgesagt style="text-align:right" Josef Strobl Marco Heidegger Mathias Gorbach style="text-align:right" abgesagt style="text-align:right" abgesagt style="text-align:right" Riccardo Rädler Cornelius Deuring Josef Strobl style="text-align:right" abgesagt style="text-align:right" Riccardo Rädler Josef Strobl Bastian Daschner style="text-align:right" Mathias Caolvini Lucas Batlogg Heinz Kissling style="text-align:right" Riccardo Rädler Josef Strobl Niklas Herburger style="text-align:right" Riccardo Rädler Niklas Herburger Mathias Gorbach style="text-align:right" Josef Strobl Matthias Gorbach Cornelius Deuring style="text-align:right" Josef Strobl Niklas Herburger Matthias Gorbach style="text-align:right" Josef Strobl Markus Weiskopf Thomas Wallner style="text-align:right" Markus Weiskopf Patrick Ortlieb Jürgen Hasler style="text-align:right" Cornelius Greussing Albert Hörmann Markus Weiskopf style="text-align:right" Daniel Pfeifer Patrick Ortlieb style="text-align:right" style="text-align:right" Patrick Ortlieb Jahr Erster Platz Zweiter Platz Dritter Platz 2026 Nicole Strässle-Frei Paulina Wirth Pia Lingg 2025 Paulina Wirth Elena Steurer Nicole Strässle-Frei 2024 Paulina Wirth Bianca Venier Nicole Strässle-Frei 2023 abgesagt 2022 Paulina Wirth Jana Gigele Julia Scheyer 2021 abgesagt 2020 abgesagt 2019 Alexandra Scheyer Verena Schnell Sabine Rederer 2018 abgesagt 2017 Alexandra Scheyer Paulina Wirth Anna Meixner 2016 Alexandra Scheyer Julia Stallinger Carina Natter 2015 Nicola Schmid Carmen Huemer Anna Meixner 2014 Angelika Kaufmann Antonia Walch Katja Wirth 2013 Angelika Kaufmann Carmen Huemer Antonia Walch 2012 Angelika Kaufmann Seraina Murk Brigitte Walter 2011 Angelika Kaufmann Claudia Kohler Seraina Murk 2010 Angelika Kaufmann Eveline Morandell Claudia Böhler 2009 Anja Weiskopf Eveline Stremitzer Carolin Schertler-Manhart 2008 2007 2006

Weblinks Der Weiße Ring (Lech-Zürs Tourismus GmbH), auf derweissering.ski

Einzelnachweise und Anmerkungen Weiskopf schlägt Ortlieb-Rekord, auf vol.at, 17. Januar 2010. Sieger 2024, in Rückblick & Ergebnisse, auf derweissering.ski Absagegrund: starke Schneefälle Absagegrund: COVID-19-Pandemie

Weißer Ring Kategorie:Sportveranstaltung in Lech (Vorarlberg) Kategorie:Ski Alpin (Österreich)