miniatur|Dagmar Frederic und Siegfried Uhlenbrock beim Schlagerwettbewerb der DDR 1970 Der Schlagerwettbewerb der DDR war ein nationaler Musikwettbewerb in der DDR. Er fand jährlich von 1966 bis 1971 statt.
Ablauf Der Schlagerwettbewerb der DDR wurde 1969 mit zwei öffentlich übertragenen Vorentscheiden und unter Einbeziehung der Fernsehzuschauer durchgeführt.siehe Informationen unter „Tonträger“. Die 14 Titel, die sich von den 28 in den Vorentscheiden präsentierten Titeln durchsetzen konnten, nahmen an der Endrunde 1969 teil, die vom Deutschen Fernsehfunk (DFF) am 19. April 1969 in Magdeburg veranstaltet und im Fernsehen ausgestrahlt wurde. Die Auswahl der Endrundentitel in den Jahren 1966 bis 1968 lief nicht öffentlich ab.
Geschichte Der erste Schlagerwettbewerb der DDR wurde am 15. Juni 1966 aus dem Großen Sendesaal des Rundfunks aus Ost-Berlin, und damit genau zehn Tage nach den letzten Schlagerfestspielen in Baden-Baden, übertragen. Sieger wurden im Premierenjahr Helga Brauer mit Schlaf, mein kleiner Johnny und Rec Demont mit Sag ja – beide Titel bekamen die gleiche Anzahl von Punkten. Die Magdeburger Stadthalle war jeweils von 1967 bis 1970 Ort der Endausscheidungen und 1969 auch der beiden Vorausscheide. Am 15. November 1971 bildete das Foyer des Deutschen Fernsehfunks in Berlin-Adlershof den schlichten Rahmen für den Abgesang auf diese Art von Schlagerpräsentationen im DFF. Mit genau sechs Jahren Schlagerwettbewerb der DDR kam man auch hier genau auf die gleiche Anzahl von Jahren wie die von 1961 bis 1966 durchgeführten Schlagerfestspiele von Baden-Baden.
Rekordteilnehmer in diesen sechs Jahren waren Klaus Sommer, Ingo Graf und Michael Hansen, die mit jeweils vier Titeln an dem Wettbewerb teilnahmen. Frank Schöbel und Chris Doerk feierten mit dem Gewinn des Wettbewerbs 1967 den ersten großen Erfolg ihrer Karriere und setzten 1969 mit dem nochmaligen Sieg als Chris und Frank einen weiteren Meilenstein. Furore, zumindest im DDR-Rahmen, machten auch der Siegertitel von 1968 Es fängt ja alles erst an und der von 1970 Unsere Sommerreise.Informationen zu Chris Doerk, abgerufen am 23. Dezember 2010.
Tonträger 1969: Schlager 1969 – 1. und 2. Vorentscheid (Doppel-LP, Sonderausgabe, Amiga) 1970: Schlager 1970 – 1. und 2. Vorentscheid (Doppel-LP, Sonderausgabe, Amiga)
Preisträger und Teilnehmer (unvollständig) 1966: Helga Brauer, 1. Platz mit Schlaf, mein kleiner Johnny und Rec Demont, 1. Platz mit Sag ja 1966: Michael Heymann, 3. Platz mit Frag nicht 1967: Frank Schöbel und Chris Doerk, 1. Platz mit Lieb mich so, wie dein Herz es mag 1967: Andreas Holm und Erika Janikowa, 2. Platz mit Damit es keine Tränen gibt 1967: Gerti Möller, 3. Platz mit Sag 1968: Rosemarie Ambé, 1. Platz mit Es fängt ja alles erst an 1968: Klaus-Dieter Henkler, 2. Platz mit Die Erde soll blühen 1968: Reiner Schöne, 3. Platz mit Chanson von der nahen Ferne 1968: Michael Hansen, 5. Platz mit Regen in der Nacht 1968: Roland Neudert, Teilnehmer mit Fernfahrermelodie 1969: Chris und Frank, 1. Platz mit Abends in der Stadt 1969: Michael Hansen, 2. Platz mit Wer hat sie gesehn? 1969: Chris Doerk, 2. Platz mit Häng den Mond in die Bäume 1969: Ruth Brandin, 14. Platz mit Doch man kann nur auf einer Hochzeit tanzen 1970: Dagmar Frederic und Siegfried Uhlenbrock, 1. Platz mit Unsere Sommerreise 1970: Klaus Sommer, 2. Platz mit Dankeschön für die Stunden mit dir 1970: Hauff und Henkler, 3. Platz mit Regen stört uns nicht 1971: Gisela Dreßler, 1. Platz mit Jeder Tag ist schön 1971: Bernd Walther und Elena Bonewa, 2. Platz mit Darfst nicht drüber traurig sein 1971: Brigitte Ahrens, 3. Platz mit Wo ist die liebe Sonne? Christian Schafrik, zweimal Teilnehmer, 1966 mit Warum bist du allein und 1970 mit Ich sing mein Lied Ralf Petersen gewann als Komponist einmal den 1. Platz (1966) mit Sag ja sowie mehrere zweite Plätze
Einzelnachweise
Kategorie:Schlager (DDR) Kategorie:Fernsehsendung (DDR) Kategorie:Gesangswettbewerb Kategorie:Erstverleihung 1966 Kategorie:Musikpreis (DDR)