mini|Ansicht von Süden Die St.-Jürgen-Kirche ist eine evangelische Kirche in Hamburg-Langenhorn. Sie befindet sich nahe der nördlichen Stadtgrenze, wurde am 19. März 1939 vom 25. März 2014 zum 75-jährigen Jubiläum der Kirche im Hamburger Wochenblatt für Fuhlsbüttel. Abgerufen am 13. Februar 2017. geweiht und steht seit dem 4. August 2003 unter Denkmalschutz.

Geschichte und Architektur Die Kirche wurde 1938 bis 1939 nach einem Entwurf des Architekten Gerhard Langmaack errichtet. Sie ist seine erste Kirche in Hamburg und kombiniert den Heimatschutzstil der NS-Zeit mit Elementen des Neuen Bauens. Das beherrschende Baumaterial ist Backstein, das für 240 Sitzplätze ausgelegte Kirchenschiff wurde als geostete Saalkirche mit steilem Satteldach konzipiert. Der stark in das eigentliche Kirchengebäude einbezogene 35 m hohe Turm zeigt deutlich den für den Heimatschutzstil typischen Burg- und Wehrcharakter, der durch die 1997 installierte Solarzellenanlage auf dem Dach kontrastiert wird. Als für die Bauzeit ungewöhnlich und umstritten galt die Verbindung von Kirche und Pastorat zu einem gemeinsamen Gebäude.

Der Gruppenbau von Kirche und Pastorat wurde 1961 bis 1962 um ein Gemeindehaus und ein Verwaltungsgebäude erweitert. Für beide Gebäude lieferte auch Langmaack die Entwürfe, so dass trotz des großen zeitlichen Abstandes zur Errichtung der Kirche insgesamt ein einheitlicher Baustil gewahrt blieb.

Den Namen „St. Jürgen“ als niederdeutsche Form von St. Georg wählte man, da dem Hospital St. Georg bis 1829 Langenhorn gehörte.Geschichte Langenhorns auf der Internetseite des Langenhorn-Archivs. Abgerufen am 30. November 2020.

Innenausstattung Die Kirche besitzt eine hölzerne Kanzel und eine Orgelempore über dem Haupteingang, der durch das Erdgeschoss des Turms in den Hauptraum führt. Die mit farbigem Glas aufgelockerten Seitenfenster sind rechteckig, über der Altarwand befindet sich ein von Claus Wallner gestaltetes buntes Rundfenster mit Motiven aus der Offenbarung des Johannes.

Wegen ihrer Entstehung kurz vor dem Zweiten Weltkrieg wurden im Innenraum vor allem Holzbalken verbaut, um Stahl zu sparen. Die Tonnendecke bildet einen Gegensatz zum rechteckigen Chor.

Glocken Im Turm befinden sich drei Glocken: Glocke Bezeichnung Durchmesser Schlagton 1 Große Glocke 945 mm gis1-7 2 Mittlere Glocke 866 mm ais1-5 3 Kleine Glocke 732 mm cis1-3

Orgel Die erste Orgel der Kirche wurde im Jahre 1939 durch W. Sauer Orgelbau Frankfurt (Oder) errichtet.Historische Disposition in der Orgeldatenbank orgbase.nl. Abgerufen am 15. April 2015. Seit 1976 besitzt die Kirche eine neue Orgel der Firma Eule / Bautzen. Sie besitzt nach einer Erweiterung um die Rohrschalmey 8' im Jahre 1992 16 Register verteilt auf 2 Manuale und Pedal. Ihre Disposition lautet:Eintrag in der Orgeldatenbank orgbase.nl. Abgerufen am 15. April 2015.

I Hauptwerk 1. Prinzipal 8′ 2. Koppelflöte 8′ 3. Oktave 4′ 4. Gedecktflöte 4′ 5. Waldflöte 2′ 6. Mixtur IV II Schwellwerk 7. Gedackt 8′ 8. Rohrflöte 4′ 9. Prinzipal 2′ 10. Sifflöte ′ 11. Sesquialtera II 12. Scharff III 13. Rohrschalmey 8′ Tremulant Pedal 14. Subbaß 16′ 15. Oktavbaß 8′ 16. Choralbaß II 4′ + 2′

Koppeln: II/I, I/P, II/P

Fotografien und Karte

Literatur

Einzelnachweise

Weblinks

Homepage der Kirchengemeinde St.-Jürgen-Zachäus Hamburg-Langenhorn Darstellung der Kirche auf der Internetseite des Langenhorn Archivs

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