mini|hochkant=1.2|Blick von Adlitz (Gemeinde Marloffstein) nach Langensendelbach, 2011 mini|hochkant|Barocker Hochaltar der Pfarrkirche mini|hochkant|Steinmeyer-Orgel

Langensendelbach ist eine Gemeinde im Landkreis Forchheim (Regierungsbezirk Oberfranken).

Geographie Geographische Lage Langensendelbach liegt etwa neun Kilometer südlich von Forchheim und sieben Kilometer nördlich von Erlangen. mini|Langensendelbach, Luftaufnahme (2015)

Gemeindegliederung Die Gemeinde Langensendelbach hat 2 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp und die Einwohnerzahl, Stand 31. Dezember 2021, angegeben): Langensendelbach (Kirchdorf, 2119) Bräuningshof (Pfarrdorf, 1004)

Es gibt nur die Gemarkung Langensendelbach. Sie hat eine Fläche von 9,579 km² und ist in 3435 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 2788,75 m² haben.

Nachbargemeinden Nachbargemeinden sind Marloffstein im Süden, Neunkirchen am Brand im Südosten, Hetzles im Osten, Effeltrich im Nordosten, Poxdorf im Norden, Baiersdorf im Westen und Bubenreuth im Südwesten.

Geschichte Bis zum 19. Jahrhundert Langensendelbach gehörte zu den 14 Orten, die 1007 durch Heinrich II. zum Bistum Bamberg kamen. In einer Urkunde vom 13. Juli 1062 wurde Langensendelbach als Schenkung an das Bistum Bamberg erstmals urkundlich erwähnt. Das Augustinerkloster in Neunkirchen am Brand war bis 1709 Pfarrort für die Gemeinde. Ab 1500 lag die Ortschaft im Fränkischen Reichskreis. Die Zugehörigkeit zum Hochstift Bamberg endete mit der Säkularisation 1803. Der Ort gehört seit dieser Zeit zu Bayern.

20. und 21. Jahrhundert Am 11. April 1979 stürzte ein Phantom-Kampfflugzeug der Bundeswehr in Bräuningshof ab. Die Besatzung und ein Einwohner starben. Zwei weitere wurden schwer verletzt.

Ausgliederungen Am 1. Mai 1978 wurden Gebietsteile mit mehr als 600 Einwohnern (Igelsdorf) an die Stadt Baiersdorf im Landkreis Erlangen-Höchstadt abgetreten.

Politik Gemeinderat Der Gemeinderat von Langensendelbach besteht aus 16 Mitgliedern (ohne den Ersten Bürgermeister). Bis zur Wahlperiode 2014–2020 waren es noch 14 Mitglieder. SPD CSU UWG Bräuningshof Freie Wähler Bürgergemeinschaft Junge Bürger Junge Wähler Gesamt 2026 3 4 4 5 - - 16 Sitze 2020 3 4 5 4 - - 16 Sitze 2014 3 3 4 3 1 - 14 Sitze 2008 4 4 3 2 1 - 14 Sitze 2002 5 3 3 2 - 1 14 Sitze (Stand: Kommunalwahl im März 2026)

Bürgermeister Bürgermeister ist seit 2014 Oswald Siebenhaar (UWB). Sein Vorgänger war Wolfgang Fees (SPD).

Wappen

Bau- und Bodendenkmäler Schon vom Pass Marloffstein aus ist die Pfarrkirche St. Peter und Paul der katholischen Kirchengemeinde zu sehen. Sie wurde von 1913 bis 1915 im Jugendstil erbaut und enthält barocke Ausstattungsstücke aus der Vorgängerkirche (Altäre, Kanzel). Der ehemalige Chorturm der Vorgängerkirche wurde beibehalten und bildet das Wahrzeichen von Langensendelbach.

Verkehr Langensendelbach liegt im Verkehrsverbund Großraum Nürnberg. Der nächste Bahnhof liegt etwa drei Kilometer entfernt in Baiersdorf bzw. in Bubenreuth an der Bahnstrecke Nürnberg–Bamberg. Nach Baiersdorf fahren die Buslinien 256 und 208 des Omnibusverkehrs Franken (OVF). Die Buslinie 208 fährt zudem nach Erlangen. Nachts und am Wochenende verkehrt im Kreisgebiet ein Anrufsammeltaxi. Die nächsten Autobahnanschlussstellen sind Baiersdorf-Nord und Möhrendorf an der A 73 Nürnberg–Bamberg.

Persönlichkeiten Söhne und Töchter der Gemeinde Georg Bayer (1920–2007), Vizepräsident der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände

Personen mit Bezug zu Langensendelbach Hans-Adolf Hedemann (1920–1990), Geologe und Hochschullehrer, starb in Langensendelbach Karl Friedrich Sinner (1946–2017), Forstdirektor, starb in Langensendelbach

Literatur

Weblinks

Website der Gemeinde Ortsgeschichte, Fotos und Geschichte der Kirche bei Foracheim

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Forchheim

Kategorie:Ersterwähnung 1007 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp) Kategorie:Gemarkung im Landkreis Forchheim