Battweiler ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land an.
Geographie Battweiler liegt in der Region Pfalz auf der Sickinger Höhe auf einem Höhenrücken zwischen Auerbachtal und Schwarzbachtal. Der Kühkopf mit ist eine markante Erhebung innerhalb der Gemeindegemarkung. Zu Battweiler gehören die Wohnplätze Birkenbacherhof, Hanghof und Wiesenhof. Der äußerste Westen der Gemarkung reicht bis an den Auerbach heran. Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn – Winterbach, Reifenberg, Contwig, Zweibrücken und Großbundenbach.
Geschichte Battweiler wurde erstmals im Jahre 1278 urkundlich erwähnt. Bis 1449 war der Ort in Gemeinschaftsbesitz der Ritter Flach zu Schwarzenberg und der Deutschordenskommende Einsiedeln.
Das Dorf Battweiler gehörte bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zum zweibrückischen Oberamt Zweibrücken und war der Schultheißerei Niederauerbach zugeteilt.Michael Frey: Versuch einer geographisch-historisch-statistischen Beschreibung des kön. bayer. Rheinkreises, Band 4, F. C. Neidhard, 1837, S. 52 (Google Books)
Im Jahr 1794 wurde das linke Rheinufer im Ersten Koalitionskrieg besetzt. Von 1798 bis 1814, als die Pfalz ein Teil der Ersten Französischen Republik (bis 1804) und anschließend ein Teil des Ersten Französischen Kaiserreichs war, gehörte Battweiler zum Kanton Zweibrücken im Departement Donnersberg und unterstand der Mairie Winterbach. Im Jahr 1802 lebten 269 Einwohner im Ort, davon 200 Reformierte, 54 Lutheraner und 15 Katholiken.
Aufgrund der auf dem Wiener Kongress getroffenen Vereinbarungen kam das Gebiet im Juni 1815 zunächst zu Österreich und wurde 1816 auf der Grundlage eines Staatsvertrags an das Königreich Bayern abgetreten. Unter der bayerischen Verwaltung gehörte Battweiler von 1817 an zum Landkommissariat Zweibrücken im Rheinkreis, ab 1862 zum Bezirksamt Zweibrücken (ab 1939 als Landkreis Zweibrücken bezeichnet).
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Gemeinde innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des Regierungsbezirks Pfalz im damals neu gebildeten Land Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wechselte sie 1972 in den Landkreis Pirmasens (ab 1997 Landkreis Südwestpfalz); im selben Jahr wurde sie der neugeschaffenen Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land zugeordnet.
Bevölkerung Einwohnerentwicklung Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Battweiler, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten Jahr Einwohner 1802 269 1815 200 1835 341 1871 362 1905 493 1939 492 1950 578 1961 550 Jahr Einwohner 1970 612 1987 717 1997 806 2005 770 2011 719 2019 667
Religion Die Katholiken gehören zum Bistum Speyer und unterstehen dort dem 'Dekanat Pirmasens, die Protestanten zur Evangelischen Kirche der Pfalz. 1818 wurde die bis dahin selbständige evangelische Pfarrei in Battweiler, die 1736 gegründet worden war, derjenigen von Winterbach zugeordnet. Bereits Anfang des 14. Jahrhunderts befand sich im Ort eine Kirche, die 1906 abgerissen wurde.
Politik Bei Landtagswahlen gehört Battweiler zum Wahlkreis Zweibrücken, bei Bundestagswahlen zum Wahlkreis Pirmasens.
Gemeinderat Der Gemeinderat in Battweiler besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.
Die Sitzverteilung im Gemeinderat: Wahl SPD CDU FDP Gesamt 2024 7 – 5 12 Sitze 2019 7 1 4 12 Sitze 2014 6 2 4 12 Sitze 2009 7 2 3 12 Sitze 2004 5 2 5 12 Sitze
Ortsbürgermeister Stefan Hlava (SPD) wurde am 10. Juli 2024 Ortsbürgermeister von Battweiler. Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 war er mit 89,2 % der Stimmen ohne Gegenkandidat für fünf Jahre gewählt worden.
Hlavas Vorgänger Werner Veith (SPD) hatte das Amt 2004 übernommen. Zuletzt bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 war er mit einem Stimmenanteil von 65,54 % für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt worden. Bei der Wahl 2024 trat er nicht mehr als Ortsbürgermeisterkandidat an.
Wappen
Kultur Kulturdenkmäler
mini|Evangelische Kirche Battweiler
Sieben Objekte in Battweiler stehen unter Denkmalschutz, darunter die evangelische Kirche.
Natur Einziges Naturdenkmal innerhalb der Gemeinde ist die Luitpoldlinde. Im Nordosten der Gemarkung befindet sich das Naturschutzgebiet Battweiler Höhe.
Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaft Im Ort ist der Traumzeit-Verlag ansässig.
Verkehr
mini|Einmündung der Kreisstraße 75 (rechts) in die Kreisstraße 76 (links) innerhalb der Ortsmitte
Durch Battweiler verläuft die Kreisstraße 76, die eine Verbindung mit Zweibrücken und Reifenberg herstellt. Mitten im Siedlungsgebiet zweigt von dieser die Kreisstraße 75 nach Niederhausen ab. Etwa zweieinhalb Kilometer südöstlich von Battweiler befindet sich der Flugplatz Pirmasens. Nächstgelegener Bahnhalt ist Contwig entlang der Bahnstrecke Landau–Rohrbach.
Tourismus Der Radweg Südwestpfalz-Tour führt durch Battweiler.
Persönlichkeiten Ehrenbürger März 1931: Konrad Loschky, anlässlich seines Eintritts in den Ruhestand. Loschky war von 1888 bis 1931 als Lehrer in Battweiler tätig. Daneben war er Verwalter der örtlichen Spar- und Darlehnskasse, Organist in der Kirche, Vieh- und Hühnerzüchter, Imker, Waidmann und Protokollführer bei den Ratssitzungen der Gemeinde.
Personen, die mit Battweiler verbunden sind Johannes Kriebitzsch (1857–1938), malte 1907 die Motive in den Bleiglasfenstern der örtlichen Kirche.
Weblinks
Ortsgemeinde Battweiler auf den Seiten der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land Kurzporträt von Battweiler bei SWR Fernsehen
Einzelnachweise
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