Das Adjektiv neger ist ein ostösterreichisches, veraltetesHerbert Fussy: Auf gut Österreichisch. Ein Wörterbuch der Alltagssprache. Wien 2003, ISBN 3-209-04348-5, S. 85. Synonym für pleite oder mittellos.

Maria Hornung und Siegmar Grüner verorten die Herkunft wie bei schwarzfahren „im Dunklen, Verborgenen“. Andrea Maria Dusl führt das Wort auf Neige (altwienerisch die Nāg, das Zu-Ende-Gehen eines Vorrats) zurück.

Volksetymologisch abschätzig mit schwarzen Zuwanderern in Verbindung gebracht, suggeriert der Ausdruck Habenichtse und Schnorrer.Rudolf Muhr: Sprache und Land. Die soziale und kulturelle Wirklichkeit Österreichs im Spiegel seiner Sprache. In: Werner Bauer und Hermann Scheuringer: Beharrsamkeit und Wandel. Festschrift für Herbert Tatzreiter zum 60. Geburtstag. Wien 1998, ISBN 3-7069-0088-2, S. 153.

Eine negere Person wird auch Negerant genannt. 1984 erreichte Rainhard Fendrichs Austropop-Single Ich bin ein Negerant MadamRainhard Fendrich: Ich bin ein Negerant Madam, Musikvideo (mit Abbildung der Single-Hülle, 1983) die österreichischen Charts.

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