mini|Die Marienkirche in Lindos von der Akropolis aus. Erkennbar der Narthex mit der Oberseite des Kreuzrippengewölbes mini|Gotisches Gewölbe im Narthex
Die nahezu vollständig in den engen Altstadtgassen eingebaute Marienkirche (Panagia von Lindos) () in Lindos auf Rhodos wurde im 15. JahrhundertRhodos, Marco Polo, ISBN 978-38297-0532-5 errichtet und ist vor allem durch ihre Freskenmalereien sehenswert.
Beschreibung Eine ältere der Gottesmutter geweihte Kreuzkuppelkirche aus dem 14. Jahrhundert wurde im Auftrag von Pierre d’Aubusson, dem Großmeister des Johanniterordens, 1489/90 im Stil der Gotik umgebaut. Im Westen wurde das Gebäude durch einen offenen Narthex (Vorhalle) mit Kreuzrippengewölbe erweitert. Die Kirche selber zeigt im Grundriss ein lateinisch Kreuz mit Spitztonnengewölbe. Über der Vierung erhebt sich eine Tambourkuppel. Später wurde ein freistehender Glockenturm errichtet.
Die um 1800 im Kircheninneren angelegten Fresken zeigen im oberen Streifen die Schöpfungsgeschichte. Das Band darunter bildet die zwanzig höchsten Kirchenfeste ab. Darunter wird der Akathistos-Hymnus bebildert. Im unteren Register werden Heilige dargestellt, darunter auch ein Heiliger Christophorus mit Hundskopf. Der Boden der Kirche ist mit den hier üblichen Kieselsteinen ausgelegt.
Museum Zur Kirche gehört ein kleines Museum, in dem liturgische Gewänder und antike Bücher gezeigt werden.
Einzelnachweise
Literatur Klaus Gallas: Kunst-Reiseführer Rhodos. Köln 1987, S. 217–21 (mit ausführlicher Beschreibung der Fresken)
Weblinks
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