Abū l-Aswad ad-Duʾalī (, Nasab ; selten auch Duʾilī; * um 603; † 688 in Basra im Alter von 85 JahrenJohn A. Haywood: Arabic lexicography: its history, and its place in the general history of lexicography. Brill Archive, 1960. S. 11) war ein arabischer Lexikograf, Koranleser und Grammatiker. Manche QuellenSebastian Eissenhauer: Relativsätze im Vergleich: Deutsch - Arabisch. Mehrsprachigkeit, Band 6. Waxmann Verlag, 1999. ISBN 3-89325-710-1; S. 23, insbesondere mittelalterliche arabische Schreiber, bezeichnen ihn als ersten Grammatiker des Arabischen.

Einflüsse und Werk

Er folgte im Wesentlichen der Lesart des Abū Mūsā al-AschʿarīOmar Hamdan: Studien zur Kanonisierung des Korantextes: al-Ḥasan al-Baṣrīs Beiträge zur Geschichte des Korans. Diskurse der Arabistik, Band 10. Otto Harrassowitz Verlag, 2006. ISBN 3-447-05349-6; S. 199, als dessen Schüler er manchmal bezeichnet wird.Omar Hamdan: Studien zur Kanonisierung des Korantextes: al-Ḥasan al-Baṣrīs Beiträge zur Geschichte des Korans. Diskurse der Arabistik, Band 10. Otto Harrassowitz Verlag, 2006. ISBN 3-447-05349-6; S. 12 Ebenso soll ad-Duʾalī bei Abū n-Nudschaid ʿImrān ibn al-Husain al-Chuzāʿī gelernt habenOmar Hamdan: Studien zur Kanonisierung des Korantextes: al-Ḥasan al-Baṣrīs Beiträge zur Geschichte des Korans. Diskurse der Arabistik, Band 10. Otto Harrassowitz Verlag, 2006. ISBN 3-447-05349-6; S. 15, Schiiten nennen auch ʿAlī ibn Abī Tālib als ad-Duʾalīs Grammatik-Lehrer.

Durch Kontakte zwischen Arabern und Nichtarabern sollen im 7. Jahrhundert mehr und mehr grammatikalische Fehler, auch unter Arabern, aufgetreten sein. ad-Duʾalī sah darin eine Veranlassung eine Grammatik zu verfassen, um den korrekten Gebrauch der Sprache festzulegen – dies betraf nicht zuletzt auch den Koran. Diese neue Wissenschaft wurde zu Beginn bloß genannt, später .Mahdi Alosh: Using Arabic: a guide to contemporary usage. Cambridge University Press, 2005. ISBN 0-521-64832-7; S. 13 Hauptsorgen ad-Duʾalīs waren dabei die fehlende Unterscheidbarkeit einiger Zeichen (rasm) und das Fehlen von Zeichen zur Vokalisierung in der arabischen Orthographie jener Zeit und außerdem die Kasusendungen.C. H. M. Versteegh: Greek elements in Arabic linguistic thinking. Studies in Semitic languages and linguistics, Band 7. BRILL, 1977. ISBN 90-04-04855-3; S. 6 John A. Haywood erkennt in ad-Duʾalīs Werk sowohl eine religiöse Notwendigkeit als auch eine für die Herrschaft.John A. Haywood: Arabic lexicography: its history, and its place in the general history of lexicography. Brill Archive, 1960. S. 16 Manche Autoren sehen in ad-Duʾalī den Entwickler der Vokalpunkte.Thomas Patrick Hughes: A Dictionary of Islam: Being a Cyclopædia of the Doctrines, Rites, Ceremonies, and Customs, Together With the Technical and Theological Terms, of the Muhammadan Religion. Allen, 1885

Er war Lehrer des Yahyā ibn YaʿmarFuat Sezgin: Geschichte Des Arabischen Schrifttums, Band 1. BRILL, 1997. ISBN 90-04-02007-1; S. 5 und Nasr ibn ʿĀsim al-Laithī, die beide ad-Duʾalīs Grammatik und Punktierungsmethode übernahmen und weiterführten. Nasr wurde bisweilen sogar selbst ad-Duʾalī genannt.Omar Hamdan: Studien zur Kanonisierung des Korantextes: al-Ḥasan al-Baṣrīs Beiträge zur Geschichte des Korans. Diskurse der Arabistik, Band 10. Otto Harrassowitz Verlag, 2006. ISBN 3-447-05349-6; S. 143f

Abseits der Wissenschaft

ad-Duʾalī soll bei der Schlacht von Siffin an der Seite ʿAlī ibn Abī Tālibs gekämpft haben, als dessen enger Gefolgsmann er gilt. Das arabische Sprichwort soll von ad-Duʾalī stammen, der in Streit mit einem Nachbarn war und schließlich sein Haus verkaufte.John A. Haywood: Arabic lexicography: its history, and its place in the general history of lexicography. Brill Archive, 1960. S. 14f

Einzelnachweise

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