Metzdorf (oberfränkisch: MedsdoafE. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 200. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „medsdoʳf“.) ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Kulmbach im oberfränkischen Landkreis Kulmbach in Bayern. Die Gemarkung Metzdorf hat eine Fläche von 3,041 km² und ist in 1781 Flurstücke aufgeteilt. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Petzmannsberg, Priemershof und Ziegelhütten.
Geografie Der ehemalige Weiler Metzdorf bildet mit Ziegelhütten im Osten eine geschlossene Siedlung an der Dobrach. Durch die Gemarkung verläuft der Fränkische Marienweg.
Geschichte Der Ort wurde 1360 als „Meczelstorf“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort ist der Personenname des Siedlungsgründers Mazelin.E. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 113 f.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Metzdorf 13 bewohnte Anwesen (1 Mahlmühle, 12 Weinberggütlein) und 2 unbewohnte Anwesen (1 Tropfgütlein, 1 Hofstatt). Das bayreuthische Stadtvogteiamt Kulmbach übte das Hochgericht aus und hatte zugleich die Dorf- und Gemeindeherrschaft. Das Kastenamt Kulmbach war Grundherr sämtlicher Anwesen.Rüdiger Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 620.
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Kulmbach. Mit dem Gemeindeedikt wurde Metzdorf dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Burghaig und der 1812 gebildeten gleichnamigen Ruralgemeinde zugewiesen. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt 1818 entstand die Ruralgemeinde Metzdorf gebildet, zu der Petzmannsberg, Priemershof und Ziegelhütten gehörten. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Kulmbach zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Kulmbach (1919 in Finanzamt Kulmbach umbenannt). In der freiwilligen Gerichtsbarkeit gehörten 9 Anwesen in Petzmannsberg bis 1848 dem Patrimonialgericht Schmeilsdorf an. Ab 1862 gehörte Metzdorf zum Bezirksamt Kulmbach (1939 in Landkreis Kulmbach umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Kulmbach (1879 in das Amtsgericht Kulmbach umgewandelt).Rüdiger Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 747. Die Gemeinde hatte eine Fläche von 3,072 km².
Am 1. April 1946 wurde die Gemeinde Metzdorf nach Kulmbach eingegliedert. Im Jahr 2010 beging Metzdorf die 650-Jahr-Feier.Metzdorf bereitet sich auf Jubiläum vor auf der Website inFranken.de
Baudenkmäler Kirchenweg 3: Wohnstallhaus Metzdorf 3: Wohnstallhaus Metzdorf 6: Wohnstallhaus
Einwohnerentwicklung Gemeinde Metzdorf Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939Einwohner 310 332 359 375 384 391 390 422 441 529 602 776 860 914 974 941 1042 1207 1379HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 54 62 66 71 85 122 Quelle
Ort Metzdorf Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2010Einwohner 189 121 126 161 194 207 425 430 26 642Häuser 31 20 21 27 50 71 Quelle
Religion Metzdorf ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Petrus (Kulmbach) gepfarrt, seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist die Pfarrei Friedenskirche (Ziegelhütten) zuständig.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Geographie (Kulmbach) Kategorie:Ort im Landkreis Kulmbach Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Kulmbach) Kategorie:Ersterwähnung 1360 Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1946 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Kulmbach