mini|Typische Landschaft in der Omusati-Region (2011) mini|Shebeen zwischen Okahao und Oshakati mit „passendem“ Namen (2011) Omusati (Oshivambo für Mopane) ist eine der 14 Regionen von Namibia und liegt im Norden des Landes. Omusati hat etwa 317.000 Einwohner (Stand 2023)Census 2023 – Omusati Region. Namibia Statistics Agency. Abgerufen am 16. Juli 2024. und als Teil des Ovambolandes eine typisch hohe Bevölkerungsdichte.

Die in der Region Omusati vorherrschende Pflanzen sind der Mopane (Omusati), Makalani (Omilunga), Wilde Feigen (Omikwiyu) und der Marula-Baum (Omigongo).

Bevölkerung Laut der Volkszählung 2011 sprechen 96,1 Prozent der Einwohner der Region Oshivambo als Hauptsprache. Es folgt Otjiherero mit 2,8 Prozent. Nur acht Einwohner nutzen Deutsch als Hauptsprache.2011 Population and Housing Census Regional Profile, Oshana Region. Namibia Statistics Agency, S. 44f. Abgerufen am 11. Juni 2020.

Omusati ist die Heimatregion von Sam Nujoma, dem ersten Präsidenten Namibias.

Politik Regionalgouverneur der Region ist Immanuel Shikongo der regierenden SWAPO. Er wurde 2025 in das Amt ernannt. Der Regionalrat umfasst 12 Mitglieder, die traditionell sämtlich von der SWAPO gestellt werden.

Verwaltung mini|rechts|Wahlkreise in Omusati

Omusati gliedert sich in 12 Wahlkreise: Anamulenge Elim Etayi Ogongo Okahao Okalongo Omatanzi Onesi Oshikuku Outapi Ruacana Tsandi

Zudem finden sich (Stand Dezember 2015) in der Region fünf Lokalverwaltungen: (PDF; 150 kB) Okahao Oshikuku Outapi Ruacana Tsandi Onandjaba wurde 2025 zur Lokalverwaltung erklärt.

Wirtschaft und Infrastruktur Die Region ist stark landwirtschaftlich geprägt. Es existiert keine nennenswerte Industrie, lokale Politiker und Interessenverbände wollen jedoch eine Industrialisierung fördern; unter anderem soll die Stadt Ombalantu eine Elektrifizierung erhalten. Schulische und medizinische Einrichtungen werden stark von der namibischen Regierung in Windhoek gefördert.

Landwirtschaft Die Landwirtschaft basiert zurzeit noch vor allem auf mitversorgender Landwirtschaft. Das Potential für eine weiterreichende Nutzung von Grund und Böden wird als sehr hoch eingestuft. In Hinblick hierauf wurde unter anderem ein großes Bewässerungsprojekt begonnen, bei dem jährlich (Stand Januar 2011) 5000 Tonnen Mais, 2000 Tonnen Getreide, 180 Tonnen Bananen, 120.000 Wassermelonen, 5000 Süßmelonen und 20.000 Butternut geerntet werden. Das Getreide und der Mais werden in regionalen Mühlen verarbeitet.

2010 gab es in der Region 276.975 Rinder, 14.737 Schafe, 245.497 Ziegen und 155.939 Geflügel. Zudem wird seit 2004 das „Omahenene Aquaculture Centre“ betrieben, in dem Süßwasserfische gezüchtet werden.

Infrastruktur Die verkehrliche Erschließung der Region mit unter anderem Straßen und Flugplätzen (Flughafen Ruacana) gilt als relativ gut.

Soziales und Gesundheit Die Region Omusati verfügt über 143 Gesundheitseinrichtungen. Darunter befinden sich vier Krankenhäuser, sechs Gesundheitszentren, 39 Kliniken und 94 Gesundheitsstationen.

Im Jahre 2001 hat man die durchschnittliche Lebenserwartung zum Zeitpunkt der Geburt mit 46 Jahren für Männer und 50 Jahren für Frauen angegeben. Die Verbreitung von AIDS liegt im Norden des Landes weit über dem namibischen Durchschnitt.

Weblinks

Statistikprofil von Omusati 2011; Namibia Statistics Agency, Februar 2014 (englisch)

Literatur Johannes Paul: Wirtschaft und Besiedelung im südlichen Amboland. In: Wissenschaftliche Veröffentlichungen des Museums für Länderkunde zu Leipzig, N. F. 2, 1933. Mit Literaturangaben. Joachim Fernau, Kurt Kayser und Johannes Paul (Herausgeber): Afrika wartet. Ein kolonialpolitisches Bildbuch. Rütten & Loening Verlag, Potsdam 1942 (Mit Fotografien von Johannes Paul von der geographische Forschungsreise 1928–1929 in das Ovamboland).

Einzelnachweise

Kategorie:Region von Namibia