Băița [] (veraltet Boița; , ) ist eine Gemeinde im Kreis Hunedoara in der Region Siebenbürgen in Rumänien.

Băița ist auch unter den ungarischen Bezeichnungen MedvepatakaWörterbuch der Ortschaften in Siebenbürgen und Kisbánya bekannt.Heinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2.

Geographische Lage mini|links|Lage der Gemeinde Băița im Kreis Hunedoara Die Gemeinde Băița liegt im Südwesten Siebenbürgens, in den südlichen Ausläufern des Siebenbürgischen Erzgebirges (Munții Metaliferi). An der Kreisstraße (drum județean) DJ 706A gelegen, befindet sich der Ort ca. 23 Kilometer südlich der Kleinstadt Brad (Tannenhof) und ca. 25 Kilometer nördlich der Kreishauptstadt Deva (Diemrich) entfernt.

Geschichte Die Geschichte der Besiedlung der Region reicht bis in die Bronzezeit zurück; in einer archäologischen Fundstätte des eingemeindeten Dorfes Crăciunești, auf einem von den Einheimischen „Măgura“ (la Șuri) genannten Areal, wurden entsprechende Gegenstände entdeckt. (PDF; 7,10 MB). Auf dem Territorium von Băița sind nach Berichten von G. Téglás, J. M. Ackner, C. Gooss, V. Christescu u. a. bei archäologischen Ausgrabungen Funde von Goldbergwerken, Goldwaschanlagen und mehrere Funde gemacht worden, welche in die Römerzeit deuten.Repertoriul Arheologic al României – Băița, abgerufen am 14. Dezember 2010 (rumänisch).

Der Ort Băița wurde unter der Bezeichnung Bulzzy 1364 erstmals urkundlich erwähnt.

In den Jahren 1941–1943 war auf dem Gebiet des eingemeindeten Dorfes Crăciunești ein Lager – „Lager Nr. 9 - Crăciunești“ – der rumänischen Streitkräfte im rumänischen Königreich.Das Gefangenenlager von Crăciunești, Aussagen eines Zeitzeugen auf www.evz.ro, vom 14. Februar 2008, abgerufen am 12. Dezember 2010 (rumänisch). Hier waren sowjetische Soldaten gefangen. Nach Aussagen von Zeitzeugen war es eines der grausamsten Lager für sowjetische Kriegsgefangene; diese waren am Aufbau der heute stillgelegten Bahnstrecke Deva–Brad beteiligt.

Die früheren Gold- und Silberbergwerke, sowie die Blei-, Zink- und Kupferbergwerke der Gemeinde sind heute geschlossen. Hauptbeschäftigung der Bevölkerung sind der Abbau von Kalkstein, die Viehzucht und die Holzverarbeitung.

Bevölkerung Die Bevölkerung der Gemeinde entwickelte sich wie folgt: VolkszählungVarga E. Árpád: Volkszählungen 1850–2002 bei kia.hu, letzte Aktualisierung am 2. November 2008 (PDF; 1 MB; ungarisch). Ethnie Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche Andere 1850 6.278 5.594 56 538 90 1900 9.432 8.293 352 704 83 1941 7.822 7.596 42 157 27 1992 4.720 4.644 21 28 27 2002 4.218 4.175 22 15 6 2011 3.712 3.614 14 4 80 2021 3.113 2.773 6 4 330 (18 Roma) Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde die höchste Einwohnerzahl – gleichzeitig die der Ungarn – 1900 ermittelt. Die höchste Bevölkerungszahl der Rumänen (8.305) wurde 1910, die der Deutschen (713) 1890 und die der Roma (88) 1850 registriert. Des Weiteren wurden 1890, 1956 und 1977 je ein und 1966 zwei Ukrainer, 1956 ein Serbe und 1880 und 1966 je vier, 1900 und 1956 je drei, 1890 zwei und 2002 ein Slowake registriert.

Sehenswürdigkeiten Die rumänische-orthodoxe Holzkirche Buna Vestire, 1727 errichtet, steht unter Denkmalschutz. Die römisch-katholische Kirche in Băița Das Denkmal der einheimischen Opfer der Revolution von 1848 Die Kirche Buna Vestire, 1674 im eingemeindeten Dorf Trestia (Rohrbach), und die Holzkirche Buna Vestire, Ende des 18. Jahrhunderts im eingemeindeten Dorf Hărțăgani (ungarisch Hercegány) errichtet, stehen unter Denkmalschutz.

Persönlichkeiten

Mircea Sântimbreanu (1926–1999), SchriftstellerMircea Sântimbreanu bei catalogue.bnf.fr, abgerufen am 8. November 2024 (französisch).

Weblinks

Băița bei ghidulprimariilor.ro

Einzelnachweise

Kategorie:Ersterwähnung 1364