mini|Klanggarten 2006 Klanggarten ist eine aus drei Teilen bestehende Klanginstallation des Komponisten und Klangkünstlers Burkard Schmidl.

Beschreibung Die Klanginstallation Klanggarten entstand als Auftragskomposition für die Landesgartenschau 1990 in Würzburg. Das 57-minütige Werk lief ein halbes Jahr lang tagsüber im Loop und wurde über zwölf in Bäumen installierte Lautsprecher übertragen. Aus jeder Box wurde ein separater Kanal und damit ein anderer Bestandteil der Komposition übertragen. Mit diesen zwölf diskreten Kanälen beschallte Schmidl eine Wiese in der Mitte der Lautsprecheranordnung, auf der die Besucher der Komposition lauschen konnten. Dreifache Quadrofonie oder „Dutzendfonie“ nannte Burkard Schmidl zunächst diesen audiophilen Effekt. In die elektronisch erzeugten Kompositionen verwob er Natur- und Tiergeräusche. In der Musik spiegeln sich Einflüsse aus Klassik und Musikstilen anderer Kulturen.

Parallel wurde der Klanggarten auf dem „Festivals des Hörens“ in Erlangen vorgestellt. 1993 ließ Burkard Schmidl den Begriff Klanggarten beim Deutschen Patentamt als Marke schützen. Im selben Jahr beauftragten ihn die Veranstalter der Internationale Gartenschau Stuttgart EXPO mit Klanggarten Vol.II ein weiteres Werk für die Lautsprecheranordnung zu komponieren. Bei den 9 Millionen Besuchern der IGA wurde das Projekt zum Publikumsmagnet und im Folgejahr realisierte Schmidl drei Klanginstallationen auf deutschen Gartenschauen zur gleichen Zeit.

Der dritte und letzte Teil entstand 1999 für die Landesgartenschau in Olbersdorf und Zittau. Alle drei Projekte wurden seither auf diversen Großveranstaltungen, in Parkanlagen und auf Kunstausstellungen aufgeführt. Neben diesen temporären Klanggärten führte der entspannende Charakter der Kompositionen dazu, dass er auch als musiktherapeutisches Angebot in Kurparks oder im geriatrischen Bereich als Dauer-Installationen eingerichtet wurde. Die Fülle von Aufführungen auf Großveranstaltungen machte Klanggarten zur bekanntesten mehrkanaligen Klanginstallation in Deutschland und brachte das Genre einem großen Publikum nahe.

Aufführungen temporär 1990 – „Klanggarten Vol. I“, LGS Würzburg 1990 – „Klanggarten Vol. I“ „Festival des Hörens“ in Erlangen 1993 – „Klanggarten Vol. II“, IGA Stuttgart EXPO 1994 – „Klanggarten Vol. I“, LGS Bad Dürrheim 1994 – „Klanggarten Vol. I“, LGS Paderborn 1995 – „Klanggarten Vol. II“, BUGA Cottbus 1997 – „Klanggarten Vol. I“ anlässlich der Ausstellung „Erlebnisfeld der Sinne“ in Großenhain 1997 – „Klanggarten Vol. II“, LGS Mosbach 1999 – „Klanggarten Vol. III“, LGS Olbersdorf/Zittau 2001 – „Klanggarten Vol. II“, Hofgarten der Residenz Würzburg 2002 – „Klanggarten“ in Alzenau 2003 – Natur in Roth 2003 – Hofgarten der Residenz Würzburg 2004 – LGS Nordhausen 2005 – Beitrag zur Kunstausstellung „Spurensuche“ in Großenhain 2005 – Klanggarten Kunstausstellung „Kunstwerk 3“ in Roth 2006 – „Klanggarten I“ im Hofgarten der Residenz Würzburg 2007 – „Klanggarten III“ in Nieheim 2008 – „Klanggarten“ im Palmengarten in Frankfurt am Main 2009 – „Klanggarten Vol.III“ auf der Gartenschau „Natur in Rain 2009“ 2010 – „KlanggartenVol.III“ auf der Gartenschau in Bad Nauheim 2014 – „Klanggarten“ auf der Gartenschau Gießen 2017 – „Klanggarten“ auf der Gartenschau Apolda 2020 – 30 JAhre Jubiläum „Klanggarten Vol.I“ im Park der Umweltstation Würzburg 2021 – „Klanggarten Vol. II“ im Park der Umweltstation Würzburg

Festinstallationen 1995 – Installation „Klanggarten“ in Bad Sassendorf 1999 – Installation „Klanggarten“ Bad Mergentheim 2000 – Installation „Klanggarten“ Bad Kissingen 2002 – Installation „Klanggarten“ Karlstadt 2005 – Installation „Klanggarten“ in Bad Zwesten 2006 – Installation „Klanggarten“ Meran / Italien

Weblinks Burkard Schmidl Homepage

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