Bövinghausen ist ein Stadtteil von Dortmund in Nordrhein-Westfalen.
Geografie Ortslage Bövinghausen liegt im Westen der Stadt Dortmund
Nachbargemeinden Gegen Ende des 19. Jahrhunderts grenzte Bövinghausen an Castrop im Norden an Obercastrop und weiter im Uhrzeigersinn an Castrop, Merklinde, Westrich, Bövinghausen bei Lütgendortmund und Gerthe. Bis auf Gerthe (Landkreis Bochum) gehörten alle diese Gemeinden zum Landkreis Dortmund. Kartenbeilage 3: Gemeindegrenzen 1897 Heute grenzt Bövinghausen im Nordosten nicht mehr an Castrop, sondern an den jüngeren Ortsteil Schwerin.
Geschichte Die Bauerschaft Bövinghausen wird Ende des 9. Jahrhunderts (um 880) im Heberegister der Abtei Werden als Boynghusen erstmals erwähnt.Rudolf Kötzschke (Hrsg.): Die Urbare der Abtei Werden a. d. Ruhr (= Publikationen der Gesellschaft für rheinische Geschichtskunde XX: Rheinische Urbare). Bd. 2: A. Die Urbare vom 9.–13. Jahrhundert, hrsg. von Rudolf Kötzschke, Bonn 1908, Nachdruck Düsseldorf 1978; Bd. 3: B. Lagerbücher, Hebe- und Zinsregister vom 14. bis ins 17. Jahrhundert, Bonn 1908, Nachdruck Düsseldorf 1978; Bd. 4,I: Einleitung und Register, I. Namenregister, hrsg. von Fritz Körholz, Düsseldorf 1978; Bd. 4,II: Einleitung, Kapitel IV: Die Wirtschaftsverfassung und Verwaltung der Großgrundherrschaft Werden, Sachregister, hrsg. von Rudolf Kötzschke, Bonn 1958.Spurensuche: ein Beitrag zur Geschichte Lütgendortmunds, S. 14 (Online). Der Ortsname wird als Siedlung der Nachkommen des Bovo – der Vorname war damals gängig – gedeutet. In mittelalterlichen Quellen wie der Türkensteuerliste von 1542 sind sieben Höfe bezeugt. Im Mittelalter schlossen sich die südlich gelegenen Höfe Bövinghausens der Nachbargemeinde Lütgendortmund an, behielten aber den Ortsnamen Bövinghausen bei.Stadt Castrop-Rauxel (Untere Denkmalschutzbehörde): Denkmale in Castrop-Rauxel im Kontext der Geschichte ihres Stadtteils. Broschüre, herausgegeben 2001. Mitte des 17. Jahrhunderts bestand das Pfarrsprengel Castrop aus: Freiheit Castrop, Börnig, Behringhausen, Bövinghausen, Bladenhorst zum Teil, Holthausen, Obercastrop, Rauxel, Sodingen, Horsthausen und Westhofen.Vergessene Zeiten – Mittelalter im Ruhrgebiet. Katalog zur Ausstellung, S. 98 (Online). Im Jahr 1819 gab es zwei benachbarte Gemeinden mit dem Namen Bövinghausen. Die Landgemeinde Bövinghausen bei Castrop gehörte bis 1902 zum Amt Castrop auf Bezreg-muenster.de, ab 1902 zusammen mit den Gemeinden Rauxel, Habinghorst, Frohlinde und Merklinde zum Amt Rauxel.Bergbau ist nicht eines Mannes Sache – Das Bergwerk Victor-Ickern, S. 114 (Online). Am 1. April 1926 wurde der östliche, ältere und ackerbäuerlich geprägte Teil der Landgemeinde als Teil des Amtes RauxelH. Koch: Die historische Entwicklung der Stadt Castrop-Rauxel unter besonderer Berücksichtigung des Bergbaus. In: E. Beier (Hrsg.): Die historische Entwicklung des Ruhrgebietes und seiner Städte Sprockhövel, Hattingen, Witten, Bochum, Herne, Castrop-Rauxel, Recklinghausen unter besonderer Berücksichtigung des Bergbaus. Studienverlag Dr. N. Brockmeyer, Bochum 1988, S. 130. mit Castrop, dem Amt Bladenhorst und den Gemeinden Ickern, Deininghausen (teilweise) und Dingen (teilweise) aus dem Amt Mengede zu Castrop-Rauxel vereinigt.Berichte zur Deutschen Landeskunde, Band 34, 1965, S. 74 (Online). Der westliche Teil wurde der Nachbargemeinde Gerthe zugesprochen.
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Kreis Recklinghausen Kategorie:Geographie (Castrop-Rauxel) Kategorie:Gemeindeauflösung 1926