Die Frauenfußballabteilung des VfL Wolfsburg ist Teil der VfL Wolfsburg-Fußball GmbH, einem Fußballunternehmen aus Wolfsburg. Die Gesellschaft wurde am 23. Mai 2001 gegründet.Chronik des VfL Wolfsburg (Fußball) – siehe Eckdaten der Historie Die Frauenfußballabteilung besteht seit dem 1. Juli 2003. Die erste Mannschaft spielt in der Bundesliga. In der Saison 2012/13 gewann sie das Triple aus Deutscher Meisterschaft, DFB-Pokal und Champions League.
Geschichte 1973 gründete der VfR Eintracht Wolfsburg eine Frauenfußballabteilung. Der größte Erfolg dieser Mannschaft war der Einzug in das Pokalfinale 1984, das mit 0:2 gegen die SSG 09 Bergisch Gladbach verloren wurde. 1990 gehörte der VfR Eintracht zu den Gründungsmitgliedern der Bundesliga und spielte in den folgenden Jahren in der Staffel Nord. 1997 wurde die Qualifikation zur eingleisigen Bundesliga verpasst. Da der Verein vor dem Konkurs stand, wechselten die Fußballerinnen zum Wendschotter SV und traten als WSV Wolfsburg in der Regionalliga an. Mit 21 Siegen und nur einer Niederlage sowie einem überragenden Torverhältnis von 121:1 – das einzige Gegentor bedeutete zugleich die einzige Saisonniederlage – wurde die Mannschaft bereits in der ersten Saison überlegen Meister der Nord-Staffel und setzte sich schließlich auch souverän in der Aufstiegsrunde zur Bundesliga durch.
2003 wechselte die Abteilung geschlossen zum VfL Wolfsburg. Im Jahre 2005 musste die Mannschaft als Tabellenletzter den Gang in die 2. Bundesliga Nord antreten. Der sofortige Wiederaufstieg wurde geschafft – nicht zuletzt dank Martina Müller, die mit 36 Saisontoren einen bis heute gültigen Ligarekord aufstellte.
In der Saison 2012/13 erreichte der VfL Wolfsburg ein Triple – die Mannschaft gewann die deutsche Meisterschaft, den DFB-Pokal (nach einem 3:2-Sieg im Finale gegen 1. FFC Turbine Potsdam) sowie die UEFA Women’s Champions League (durch ein 1:0 gegen Vorjahressieger Olympique Lyon).
Eine Saison später (2013/14) verteidigte der VfL als erste deutsche Mannschaft seinen Champions-League-Titel (durch ein 4:3 im Finale gegen Tyresö FF). Auch die Meisterschaft konnte verteidigt werden. In derselben Saison wurden mit insgesamt 32.261 Zuschauern sowie durchschnittlich 2933 Zuschauern pro Spiel zwei neue Liga-Bestmarken erreicht. Auch das entscheidende Spiel um die deutsche Meisterschaft am letzten Spieltag gegen den 1. FFC Frankfurt war mit 12.464 Zuschauern das bestbesuchte Spiel der Geschichte der Liga.Bundesliga mit Zuschauerrekord. soccerdonna.de, 8. Juni 2014.
Am 1. Mai 2015 gewann der VfL zum zweiten Mal den DFB-Pokal. Im Endspiel besiegte man den 1. FFC Turbine Potsdam mit 3:0. Diesen Erfolg wiederholte man im darauf folgenden Jahr mit einem 2:1-Sieg gegen den SC Sand. Mit demselben Ergebnis gegen denselben Finalgegner gelang den Frauen 2017 das Double, wobei die Saison jedoch mit einem Missklang endete, da der Frauenmannschaft von der Vereinsführung wegen der prekären Lage der Bundesliga-Herren, die sich gleichzeitig in der Relegation befanden, der traditionelle Empfang im Rathaus verweigert wurde.VfL Wolfsburg erteilt Frauen ein Partyverbot. In: Süddeutsche Zeitung, 26. Mai 2017.
Zum Saisonende 2016/17 trat Ralf Kellermann vom Traineramt zurück, um neuer Sportdirektor des Vereins zu werden. Sein Nachfolger war der bisherige Co-Trainer Stephan Lerch. Mit Ablauf seines Vertrages zum 30. Juni 2021 verließ Lerch den VfL Wolfsburg;Paukenschlag in Wolfsburg: Trainer Lerch verlässt die VfL-Frauen vom 14. August 2020. an seiner Stelle übernahm Tommy Stroot den Trainerposten.Frühzeitige Weichenstellung auf der Cheftrainer-Position vom 24. September 2020.
In der Saison 2022/23 gewann der VfL seinen zehnten DFB-Pokal-Titel und schlug im Finale den SC Freiburg mit 4:1.Ein Festtag für Wolfsburg und den Frauenfußball In: Süddeutsche Zeitung, 18. Mai 2023 In der Bundesliga und in der Champions League wurde der Verein jeweils Zweiter. Mit zwei Punkten Vorsprung gewann der FC Bayern München die Meisterschaft. Das Finale der Champions League verloren die "Wölfinnen" gegen den FC Barcelona 2:3.Wolfsburgs Fußballerinnen verlieren Champions-League-Finale In: Zeit Online, 3. Juni 2023.
Es folgten als letzter großer Titel der insgesamt elfte DFB-Pokalsieg 2023/24 im Endspiel gegen den FC Bayern München sowie drei weitere Vizemeisterschaften 2024, 2025 und 2026.
Spielort Austragungsstätte der Heimspiele war bis Ende 2014 das VfL-Stadion am Elsterweg. Seit 2015 ist das AOK Stadion die neue Spielstätte der „Wölfinnen“.
Erfolge Titel UEFA Women’s Champions League Sieger (2): 2013, 2014 Deutscher Meister (7): 2013, 2014, 2017, 2018, 2019, 2020, 2022 DFB-Pokalsieger (11): 2013, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019, 2020, 2021, 2022, 2023, 2024
Weitere Erfolge Finalist in der UEFA Women’s Champions League (4): 2016, 2018, 2020, 2023 Deutscher Vizemeister (8): 2012, 2015, 2016, 2021, 2023, 2024, 2025, 2026 Finalist im DFB-Pokal (1): 2026 Finalist im DFB-Supercup (3): 2024, 2025, 2026 Finalist im DFB-Hallenpokal (2): 2013, 2015 Niedersachsenpokalsieger (3): 2009, 2012, 2013 (2. Mannschaft)
Kader der Saison 2025/26
Stand: 31. Juli 2025Kader 1. Mannschaft auf vfl-wolfsburg.de(Sortierung nach Trikotnummer) Tor Abwehr Mittelfeld Angriff 1 Stina Johannes 21 Martina Tufeković 22 Christina Schönwetter 2 Thea Bjelde 4 Sophia Kleinherne 15 Janou Levels 16 Camilla Küver 24 Joelle Wedemeyer 33 Judit Pujols 39 Sarai Linder 5 Ella Peddemors 6 Janina Minge 8 Lena Lattwein 10 Svenja Huth 14 Smilla Vallotto 19 Kessya Bussy 28 Cora Zicai
Bekannte ehemalige Spielerinnen Deutsche Nationalspielerinnen, die früher beim VfL Wolfsburg bzw. seinen Vorgängern spielten:
Anna Blässe (27 Länderspiele) Jule Brand (73 Länderspiele) Britta Carlson (31 Länderspiele) Petra Damm (46 Länderspiele) Verena Faißt (47 Länderspiele) Doris Fitschen (144 Länderspiele) Lena Goeßling (106 Länderspiele) Stefanie Gottschlich (45 Länderspiele) Josephine Henning (42 Länderspiele) Nadine Keßler (29 Länderspiele) Christel Klinzmann (21 Länderspiele) Anja Mittag (158 Länderspiele) Claudia Müller (45 Länderspiele) Lena Oberdorf (51 Länderspiele) Martina Müller (101 Länderspiele) Viola Odebrecht (49 Länderspiele) Navina Omilade (61 Länderspiele) Conny Pohlers (67 Länderspiele) Almuth Schult (66 Länderspiele)
Darüber hinaus standen etliche ausländische Nationalspielerinnen in Wolfsburg unter Vertrag: mini|200px|Ewa Pajor im Trikot des VfL Wolfsburg (2019)
Statistik Saisonbilanzen Saison Liga Platz S U N Tore Punkte DFB-Pokal Europapokal erfolgreichste Torschützin 2003/04 Bundesliga 8. 8 3 11 35:55 27 Achtelfinale nicht qualifiziert Claudia Müller (16) 2004/05 Bundesliga 12. 5 2 15 26:58 17 Viertelfinale nicht qualifiziert Martina Müller (10) 2005/06 2. Bundesliga Nord 1. 17 4 1 80:21 55 Achtelfinale nicht qualifiziert Martina Müller (36) 2006/07 Bundesliga 8. 8 3 11 20:49 27 Viertelfinale nicht qualifiziert Martina Müller (11) 2007/08 Bundesliga 6. 10 4 8 42:48 34 2. Runde nicht qualifiziert Shelley Thompson (16) 2008/09 Bundesliga 8. 8 3 11 53:48 27 Halbfinale nicht qualifiziert Martina Müller (21) 2009/10 Bundesliga 5. 11 4 7 45:40 37 Viertelfinale nicht qualifiziert Martina Müller (14) 2010/11 Bundesliga 7. 10 2 10 52:46 32 Achtelfinale nicht qualifiziert Martina Müller (20) 2011/12 Bundesliga 2. 17 2 3 62:18 53 Achtelfinale nicht qualifiziert Conny Pohlers (20) 2012/13 Bundesliga 1. 17 2 3 71:16 53 SiegerSieger Conny Pohlers (23) 2013/14 Bundesliga 1. 17 4 1 68:16 55 Achtelfinale Sieger Martina Müller (16) 2014/15 Bundesliga 2. 17 4 1 67:4 55 Sieger Halbfinale Alexandra Popp (13) 2015/16 Bundesliga 2. 15 2 7 56:22 47 Sieger Finale Alexandra Popp (6) 2016/17 Bundesliga 1. 17 3 2 56:14 54 Sieger Viertelfinale Alexandra Popp (8) 2017/18 Bundesliga 1. 18 2 2 56:8 56 Sieger Finale Pernille Harder (17) 2018/19 Bundesliga 1. 19 2 1 94:11 59 Sieger Viertelfinale Ewa Pajor (24) 2019/20 Bundesliga 1. 20 2 0 93:8 62 Sieger Finale Pernille Harder (27) 2020/21 Bundesliga 2. 19 2 1 71:17 59 Sieger Viertelfinale Zsanett Jakabfi (11) 2021/22 Bundesliga 1. 19 2 1 82:16 59 Sieger Halbfinale Tabea Sellner (13) 2022/23 Bundesliga 2. 19 0 3 75:17 57Sieger Finale Alexandra Popp (16) 2023/24 Bundesliga 2. 17 2 3 67:19 53 Sieger 2. Runde Ewa Pajor (18) 2024/25 Bundesliga 2. 16 3 3 57:18 51 Viertelfinale Viertelfinale Lineth Beerensteyn (16) 2025/26 Bundesliga 2. 18 4 4 72:38 58 Finale Viertelfinale Alexandra Popp (14) Anmerkung: Grün unterlegte Platzierungen kennzeichnen einen Aufstieg, rot unterlegte Platzierungen einen Abstieg.
Europapokalbilanz
Sonstiges Im Juni 2023 gab der Streamingdienst DAZN bekannt, eine 60-minütige Doku namens Wölfinnen – Die Jagd nach dem Triple produziert zu haben, welche über die DAZN-App sowie über den linearen Frauensportsender DAZN RISE abrufbar ist.
Zweite Frauenmannschaft Die zweite Frauenmannschaft des VfL Wolfsburg gewann dreimal den Niedersachsenpokal: 2009 im Endspiel mit 1:0 gegen die TSG Burg Gretesch, 2012 mit 2:1 gegen die Frauen des ESV Fortuna Celle sowie 2013 mit 6:0 gegen die TSG 07 Burg Gretesch.
Von 2013/14 bis 2023/24 sowie in der Saison 2025/26 spielte Wolfsburg II in der 2. Bundesliga. Nachdem die Klasse als Vorletzter nicht gehalten werden konnte, tritt die zweite Frauenmannschaft 2026/27 wieder in der Regionalliga Nord an.
B-Juniorinnen und weitere Nachwuchsmannschaften Die B-Juniorinnen U17 des VfL Wolfsburg gewannen die Deutsche Meisterschaft 2017/18 und 2018/19. Außerdem erreichten die B-Juniorinnen 2025 das Endspiel um den DFB-Pokal. Mit Beginn der Saison 2026/27 spielen die B-Juniorinnen des VfL in der Regionalliga Nord. Die B-Juniorinnen U15 messen sich mit anderen Mädchenmannschaften.
Im weiteren Nachwuchsbereich hat der VfL Wolfsburg D- und E-Mädchenmannschaften, die beide in Jungenligen der jeweils nächstjüngeren Altersstufe antreten.
Weblinks
Offizielle Homepage der Abteilung
Einzelnachweise
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