Stadius ist ein 64 km großer, aber stark erodierter Mondkrater am Westrand des Sinus Aestuum, nahe der Mitte der sichtbaren Mondhälfte. Der exakt kreisförmige Kraterwall wurde bei der Marebildung der imbrischen Periode von basaltischer Lava überflutet, sodass nur mehr ein lückenhafter Ring von einigen 100 Meter Höhe steht („Geisterkrater“). Selenografische Koordinaten 10.5 Nord, 13.7° West benannt nach dem belgischen Mathematiker und Astronomen Johannes Stadius (1527–1579).
In unmittelbarer Nachbarschaft liegt nördlich der Großkrater Eratosthenes und westlich das junge Ringgebirge Copernicus, dessen Einschlagkörper einige kettenförmig aufgereihte Sekundärkrater nördlich von Stadius verursacht hat.
Literatur Antonín Rükl: Mond, Mars, Venus. Taschenatlas der erdnächsten Himmelskörper. Artaria-Verlag, Prag 1977, S. 138f.
Weblinks
Full Moon Atlas (interaktiv) Sektion D3, Copernicus, Stadius und Eratosthenes