Dem Ordinariat für die Gläubigen des östlichen Ritus in Frankreich () mit Sitz in Paris obliegt die bischöfliche Leitung und Jurisdiktion über alle katholischen Christen östlicher Riten in Frankreich, also für eingewanderte Angehörige der unierten Ostkirchen und deren Nachkommen. Ausgenommen sind die armenisch-katholische, die maronitische und die ukrainische griechisch-katholische Kirche, die jeweils über eigene Eparchien in Frankreich verfügen.
Geschichte Das Ordinariat wurde am 16. Juni 1954 durch Papst Pius XII. als Ordinariatus pro omnibus christifidelibus ritus orientalis in Gallia degentibus errichtet. Als Ordinarius fungierte seither stets der Erzbischof von Paris, abgesehen von kurzen Übergangszeiten bei einem Wechsel in diesem Amt.
Aus der Jurisdiktion des Ordinariats schieden die armenisch-katholischen, die ukrainischen griechisch-katholischen (beide 1960) sowie die maronitischen (2012) Gemeinden in Frankreich durch Gründung jeweils eigener Eparchien aus. In der Zuständigkeit des Ordinariats verblieben folglich die in Frankreich lebenden Priester und Gläubigen der rumänischen, melkitischen, griechischen und russischen griechisch-katholischen Kirche sowie der äthiopisch-, eritreisch-, koptisch-, syrisch-, chaldäisch- und malabar-katholischen Kirche.
Ordinarien Maurice Kardinal Feltin, 1954–1967 Pierre Kardinal Veuillot, 1967–1968 François Kardinal Marty, 1968–1981 Jean-Marie Kardinal Lustiger, 1981–2005 André Kardinal Vingt-Trois, 2005–2018 Michel Aupetit, 2018–2021 Laurent Ulrich, seit 2022
Siehe auch Liste der römisch-katholischen Diözesen
Weblinks
Website des Ordinariats
Frankreich Kategorie:Römisch-katholische Diözese (Französische Bischofskonferenz) Kategorie:Bistumsgründung 1954 Kategorie:Christliche Organisation (Paris)