The Elder Scrolls (abgekürzt TES, dt.: Die Schriftrollen der Alten oder Die Schriften der WeisenOffizielle deutsche Verkaufsverpackung zu Daggerfall) ist eine Computerspielreihe des US-amerikanischen Computerspielherstellers Bethesda Softworks. Die hauptsächlich aus Computer-Rollenspielen bestehende Serie umfasst mehrere Titel für PC, Spielkonsolen und Mobiltelefone, die jüngste Veröffentlichung ist derzeit das im April 2025 erschienene Oblivion Remastered. Daneben existieren zwei Romane.
Zusammensetzung der Reihe Die Reihe entstand 1994 mit der Veröffentlichung von The Elder Scrolls: Arena. Zwei Jahre später folgte der direkte Nachfolger Daggerfall, bevor 1997 und 1998 mit Battlespire und Redguard zwei vom ursprünglichen Spielprinzip abweichende Titel veröffentlicht wurden. Seitdem existiert eine durchnummerierte Hauptreihe, neben denen weitere Spiele in der Spielwelt Nirn existieren.
Chronologie: The Elder Scrolls: Arena (April 1994) The Elder Scrolls II: Daggerfall (31. August 1996) An Elder Scrolls Legend: Battlespire (1997) The Elder Scrolls Adventures: Redguard (1998) The Elder Scrolls III: Morrowind (2002) und die Add-ons Tribunal (2002) und Bloodmoon (2003) The Elder Scrolls Travels: Stormhold (2003) The Elder Scrolls Travels: Dawnstar (2004) The Elder Scrolls Travels: Shadowkey (2004) The Elder Scrolls Travels: Oblivion (2006) The Elder Scrolls IV: Oblivion (24. März 2006) und die Add-ons Knights of the Nine (2006) und Shivering Isles (2007) The Elder Scrolls V: Skyrim (11. November 2011) und die Add-ons Dawnguard (2012), Hearthfire (2012) und Dragonborn (4. Dezember 2012The Elder Scrolls V: Skyrim – Dragonborn-Trailer, abgerufen am 6. November 2012 15:00.) The Elder Scrolls Online (4. April 2014) The Elder Scrolls: Legends (9. März 2017) The Elder Scrolls: Blades (12. Mai 2020) The Elder Scrolls: Castles (21. März 2024) The Elder Scrolls IV: Oblivion Remastered (23. April 2025) The Elder Scrolls VI (TBA, Name nicht final)
Hauptreihe Arena mini|Logo von The Elder Scrolls: Arena.
The Elder Scrolls: Arena war ursprünglich als 3D-Gladiatorenspiel geplant. Der Name Arena leitet sich zum einen daher ab. Zum anderen wird aber auch die Dimension „Mundus“, in der es spielt, als Arena bezeichnet, in der „das Böse“ aus Oblivion und „das Gute“ aus Aetherius immer wieder aufeinander treffen und wie in einer Arena gegeneinander kämpfen. Die Handlung des Spieles ist es, den kaiserlichen Kampfmagier Jagar Tharn, der den Kaiser Uriel Septim VII. hintergangen und gefangen genommen hat, zu besiegen. Mit Hilfe der Zauberin Ria Silmane und der Dunmer-Königin Barenziah gelingt es dem Spieler Jagar Tharn am Ende zu besiegen und den in der Oblivion-Ebene gefangenen Kaiser zu befreien. Die Entwicklung des Spiels wurde beeinflusst durch die Titel Darklands, Ultima Underworld: The Stygian Abyss und Legends of Valour. Arena zeichnet sich auch durch seine riesige Spielwelt aus, die durch zufällige Generierung von Gebieten aus vorgegebenen Elementen erreicht wird. Dadurch konnte eine Spielwelt erzeugt werden, die größer als die der modernen Nachfolger Morrowind, Oblivion und Skyrim ist. Bethesda stellte nur 9000 Stück her – und musste weitere hunderttausende Exemplare nachproduzieren. Der erste Teil genoss auch damals schon großes Ansehen bei Rollenspielern. Anlässlich des 10. Jubiläums der Reihe hat Bethesda Arena als Vollversion zum kostenlosen Download zur Verfügung gestellt.
Daggerfall
The Elder Scrolls II: Daggerfall zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass es eine der größten virtuellen Spielwelten darstellt. Die Fantasy-Welt, die ohne Pen&Paper-Hintergrund von Bethesda entwickelt wurde, bietet ein Areal, dessen Fläche laut eigenen Angaben doppelt so groß wie Großbritannien ist. Sie kann sowohl mit einem Pferd als später auch einem Schiff erkundet werden und in ihr sind über 15.000 Dörfer, 750.000 NPCs, 500 Bücher und Hunderte von Kleidungsstücken enthalten. Der Großteil der Spielwelt wurde von den Entwicklern jedoch nicht manuell erstellt, sondern ist zufallsgeneriert.
Durch seine Komplexität war das Spiel sehr fehlerbehaftet, weshalb es von Spielern zeitweise den Namen „Buggerfall“ erhielt.
Die Charaktergenerierung geschieht hier durch die Beantwortung von Fragen und auch die „Hintergrundgeschichte“ wird durch weitere Fragen erstellt. Im Vergleich zum Nachfolger Morrowind enthält Daggerfall eine höhere Anzahl Fähigkeiten, wie zum Beispiel Klettern oder Ausweichen.
Durch das Erledigen von Aufträgen kann die Spielfigur zum Anführer vieler Fraktionen und Gilden werden, sogar die (geringe) Chance einer Verwandlung in einen Vampir besteht. Das Spiel kann mit einer hochstufigen Spielfigur zwar, dem Handlungsfaden folgend, durchgespielt werden; das ist aber ausdrücklich nicht das Hauptanliegen des Spiels. Vielmehr werden teilweise levelbasiert zufallsgenerierte Missionen in Gilden angeboten, die sich zwar ab einem bestimmten Grad wiederholen, jedoch in dieser Form bis heute nur selten anzutreffen sind. Trotz der zufallsgenerierten Quests kann eine Nichterfüllung einer Quest unter Umständen an einem anderen Ort bei einer anderen Person Folgen haben, da diese z. B. verwandt mit jemand war, den man retten sollte. Eine derartige Handlungsfreiheit wurde in diesem Genre nie zuvor umgesetzt, weshalb das Spiel mit vielen Preisen ausgezeichnet wurde.
Technisch basiert das Spiel auf DOS und bietet 3D-Grafik und eine Wettersimulation (Schnee, Regen, Nebel). Mithilfe des CD-Cacheprogramms Smartdrive ist es unter MS-DOS möglich, ohne merkbare Ladezeit von der einen Ecke der Karte zur anderen zu gelangen.
Anlässlich des 15. Jubiläums der Reihe hat Bethesda Daggerfall als Vollversion zum kostenlosen Download zur Verfügung gestellt. Um Daggerfall für moderne Plattformen verfügbar zu machen, existieren mehrere Projekte, XL Engine als Engine-Rewrite und DaggerfallSetup als Installer mit zusätzlichen Patches und Übersetzungen für moderne Windowsversionen.
Morrowind mini|Logo von The Elder Scrolls III: Morrowind.
The Elder Scrolls III: Morrowind wurde in der englischsprachigen Originalfassung im Mai 2002 für Windows und im Juni 2003 für Xbox veröffentlicht. Eine vollständig lokalisierte Version folgte am 12. September 2002. Im November 2002 und Juni 2003 erschienen die zwei Erweiterungen Tribunal und Bloodmoon.
Zu Beginn des Spieles wird der Protagonist der Handlung aus noch unbekannten Gründen aus dem Gefängnis entlassen und auf die Insel Vvardenfell gebracht. Diese Insel ist die Spielwelt des Spiels, welche in den Erweiterungen durch die Insel Solstheim und die außerhalb liegende Hauptstadt der Provinz Morrowind, Gramfeste, ergänzt wird. Er lüftet nach und nach Geheimnisse rund um das Verschwinden der Dwemer (auch Zwerge genannt), einen mysteriösen Nerevarine-Kult, der die Wiedergeburt des Helden Nerevar erwartet und erfährt, was wirklich in der ersten Ära bei der Schlacht am Roten Berg geschehen ist. Im weiteren Verlauf wird bekannt, dass die Entlassung aus dem Gefängnis nicht zufälliger Natur war, sondern vom Kaiser von Tamriel, Uriel Septim VII., (Tamriel, das Kaiserreich, zu dem auch das Land Morrowind als Provinz gehört) erwirkt wurde. Dieser ist davon überzeugt, dass die Bedrohung durch Dagoth Ur nur von dem wiedergeborenen Nerevar ausgeschaltet werden kann und der Freigelassene selbst Teil eines viel größeren Konstruktes ist.
Oblivion
mini|Logo von The Elder Scrolls IV: Oblivion. The Elder Scrolls IV: Oblivion ist der vierte reguläre Teil der TES-Serie und erschien 2006. Wie in allen Teilen von Elder Scrolls spielt die Handlung auf dem Kontinent Tamriel in der Welt Nirn, in diesem Spiel in der Provinz Cyrodiil. Publisher ist das Take-2-Label 2K Games. Die Spielwelt ist wieder offen: Lineares Schritt-für-Schritt-Vorgehen ist nicht oder nur teilweise notwendig. Das Spiel gibt es für die Xbox 360, den PC und von Ubisoft für die PlayStation 3. Seit 2007 hat Oblivion eine „Game of the Year Edition“, die neben dem „Mini“-Add-on Knights of the Nine auch die größere Erweiterung Shivering Isles enthält. Im April 2025 erschien The Elder Scrolls IV: Oblivion Remastered.
Nach dem Tod des Kaisers Uriel Septim VII. erhält der Spieler den Auftrag, das Amulett der Könige dem unehelichen Sohn Martin zu geben. Bald stellt sich heraus, dass Martin damit die Tore zur Dimension Oblivion wieder verschließen muss. Die Portale zu diesem Paralleluniversum, das von den so genannten Daedra (ein Sammelbegriff für die verschiedenen dort lebenden Spezies) bewohnt wird, hatten sich nach dem Tod des Kaisers geöffnet. Die Aufgabe des Thronfolgers ist schwierig, weshalb er den Spieler um Unterstützung bittet. Die Zeit drängt, denn in ganz Cyrodiil öffnen sich Obliviontore, durch die die Daedra einfallen und Tod und Vernichtung bringen.
Skyrim
mini|Logo von The Elder Scrolls V: Skyrim. The Elder Scrolls V: Skyrim ist der fünfte Teil der TES-Reihe und spielt in der namensgebenden Provinz Skyrim (in der deutschen Übersetzung „Himmelsrand“ genannt). Das Spiel wurde am 11. November 2011 veröffentlicht. Wie die vorherigen Titel der Serie wurde das Spiel von den Bethesda Game Studios entwickelt und erschien erstmals auch außerhalb der USA im Alleinvertrieb von Bethesda Softworks.
Die Handlung des Spiels setzt ca. 200 Jahre nach den Ereignissen in The Elder Scrolls: Oblivion an. So finden sich auch einige Bezüge zum Vorgängerteil wieder. Ort der Geschehnisse bildet die nördlich von Cyrodiil gelegene Provinz Himmelsrand. Der Hintergrund ist eine Weissagung der für die Serie namensgebenden „Elder Scrolls“ über die Rückkehr der Drachen. Da niemand dieser Prophezeiung Glauben schenken wollte, werden die Bewohner von Himmelsrand von der Ankunft vollkommen unvorbereitet überrascht. Gemäß der Vorhersehung gäbe es jedoch eine Person, den „Dovahkiin“, umgangssprachlich auch „Drachenblut“ genannt, der selbst den Drachen gefährlich werden könne. Der Spieler übernimmt die Rolle dieses Helden und muss im Laufe des Spiels Himmelsrand von den Drachen befreien.
The Elder Scrolls VI The Elder Scrolls VI wird der sechste Teil der TES-Reihe sein und wurde von Todd Howard offiziell auf der E3 2018 angekündigt. Das Spiel ist bei den Bethesda Game Studios in Entwicklung.
Weitere Titel Battlespire mini|An Elder Scrolls Legend: Battlespire Logo An Elder Scrolls Legend: Battlespire, erschienen am 30. November 1997, war ursprünglich als Add-on zu Daggerfall geplant, wurde dann jedoch als eigenständiges Action-Rollenspiel konzipiert. Es hatte zahlreiche Bugs, weswegen es sich nur schlecht verkaufte und nicht an die Erfolge der beiden Vorgänger anknüpfen konnte.
Handlung Die Kommunikation mit der Trainingsakademie Battlespire, in der kaiserliche Kampfmagier ausgebildet werden, ist abgebrochen. Sie befindet sich an der Grenze zwischen der „normalen“ menschlichen Dimension und Oblivion, der Dimension der Daedra. Ein Agent des Kaiserreichs wurde zur Akademie geschickt, der sich jedoch nicht mehr zurückmeldete. Daher wurde ein unbekannter Held ausgesandt, um herauszufinden, was auf Battlespire vor sich geht und wo der Agent geblieben ist.
Battlespire ist der bisher einzige The-Elder-Scrolls-Teil, welcher sowohl solo als auch im Mehrspielermodus gespielt werden kann. Es ist möglich, einen Krieg zwischen verschiedenen Spielern zu führen.
Redguard mini|The Elder Scrolls Adventures: Redguard Logo The Elder Scrolls Adventures: Redguard, erschienen am 31. Oktober 1998, ist ein Action-Adventure mit starken Rollenspielelementen. Wie Daggerfall und Battlespire verwendet es die Spiel-Engine XnGine, die für Redguard erstmals um eine Unterstützung für 3dfx-Grafikbeschleunigerkarten erweitert wurde.
Handlung Rothwardon Cyrus erfährt durch einen Brief, dass seine Schwester Iszara vermisst wird. Kurzerhand macht er sich auf nach Stros M’Kai, dem letzten bekannten Aufenthaltsort von Iszara, um mehr über das Verschwinden seiner Schwester zu erfahren.