mini|hochkant|Hella Jongerius Hella Jongerius (* 30. Mai 1963 in De Meern, Niederlande als Wilhelmina Maria Cornelia Jongerius) ist eine niederländische Designerin und Dozentin. Sie kombiniert in ihren Arbeiten einfache und hochentwickelte Techniken, Traditionelles und Modernes.

Leben Jongerius studierte nach einer Tischlerlehre an der Design Academy Eindhoven, wo sie im Jahre 1993 ihren Abschluss machte. Danach wurde sie Mitglied des Designer-Kollektivs Droog Design in Amsterdam. Im Jahre 1993 begann sie in Rotterdam mit ihrer eigenen Firma: Jongeriuslab. Von 1998 bis 1999 unterrichtete sie an der Akademie in Eindhoven Industriedesign und war dort in den Jahren von 2000 bis 2004 die Leiterin der Abteilung Living/Atelier. Seit 2008 hat Jongerius neben dem Standort in Rotterdam ihr Studio in einer Remise in der Kastanienallee in Berlin.KulturSPIEGEL, 11/2010, S. 14–18: Seele in Serie Sie lebt seit 2009 in Berlin. In den Jahren von 2008 bis 2015 war Jongerius Dozentin für Produktdesign an der Kunsthochschule Weißensee in Berlin.

Sie arbeitete unter anderem für Maharam (New York), KLM (Niederlande), Vitra (Schweiz), IKEA (Schweden), Camper (Spanien), Nymphenburg (Deutschland) und die älteste Steingutfabrik der Niederlande, Koninklijke Tichelaar in Makkum. Ihre Arbeiten werden in Galerien und Museen ausgestellt, beispielsweise im Cooper Hewitt Museum (New York), MoMA (New York), Stedelijk Museum (Amsterdam), Museum Boijmans Van Beuningen (Rotterdam), Design Museum (London), in der Galerie Kreo (Paris) und in der Moss gallery (New York). Auf Einladung des Kurators Hans Ulrich Obrist realisierte sie zum 150sten Bestehen des MAK in Wien in der Gruppenausstellung EXEMPLARY die Installation Colour Recipe Research. Seit 2007 ist sie bei Vitra Art Director for colours & materials und baute eine umfassende Bibliothek für Farben-, Texturen- und Materialien auf. 2013 wurde Jongerius Design Director für die Teppichfirma Danskina. Danskina about, abgerufen am 14. November 2016

Arbeiten (Auswahl) mini|Bestickter Teller, Princessehof in Leeuwarden mini|Auf dem Polder-Sofa verwendete Knöpfe. mini|Geschirr, Keramikmuseum Leeuwarden. 1994: Soft Urn und Soft Vase, Serien von Gefäßen aus Polyurethan für Droog Design 1996: Pushed Washtub, ein Waschbecken aus Polyurethan und Metall 57 × 34 × 18 cm für Drooog Design 1997: Bath Mat, für Droog Design 1998: B-set, ein Porzellangeschirr für Royal Tichelaar Makkum, das durch zu heißen Brand absichtlich „schief“ gefertigt wurde 1999: Möbel für die Firma Capellini in Mailand: Kasese Foam Chair, Sheep Chair und Felt Stool 2000: Princess, Serie von Vasen für eine Ausstellung im Museum Het Princesshof, Leeuwarden 2002: Crystal Frock, Hängeleuchter aus Kristall in Form eines Überkleides für Swarovski 2002: Repeat, eine Reihe von Stoffen für Polsterbezüge für Maharam, New York City 2004: Entwürfe für Porzellan und Tierfiguren wie Rehkitz, Hase oder Nilpferd in Porzellanschüsseln für die Porzellanmanufaktur Nymphenburg, München 2005: PS Jonsberg, Vasen für IKEA, Schweden 2005: Polder, Sofas für Vitra. Als rotes Sofa von Thomas Gottschalk bei der Bekanntgabe der Gewinnzahlen der Aktion Mensch benutzt. 2006: Worker, Sessel für Vitra, Birsfelden bei Basel 2007: Blossom Lamps, Serie von Pendelleuchten für die Firma Belux, Basel 2007: Layers, eine Reihe von Stoffen für Polsterüberzüge für die Firma Maharam, New York City 2007: Office Pets, Limited Edition für Vitra Edition, Basel 2007: Shippo Teller, emaillierte Kupferteller für die japanische Firma „Cibone“, Tokio 2007: Porcupine Table, massives Buchenholz, Lack, Seide, farbige Bleistifte, 54 × 72 × 57 cm für Vitra 2009: A Tribute to Camper. 2009: Frog Table, Walnusstisch teilweise mit Emailfarbe glasiert, limitierte Stückzahl. 2010: Hours, Wollstoff für Möbelbezüge der Firma Maharram, New York. 2013: Innenausstattung der Business Class der Luftlinie KLM. 2014: Bold, handgeknüpfter Wollteppich der Firma Danskina. 2014: East River Chair der Firma Vitra nach dem Design für die Delegates Lounge des UN-Hauptquartiers am East River in Manhattan, New York City des Vorjahres.

Auszeichnungen 2003: Rotterdam Design Prijs für Repeat 2004: Créateur de l’Annee du Salon du Meuble 2004, Paris 2008: Sanoma Oeuvre Award 2017: Sikkens-Preis (für Pionierarbeit im Bereich der Farbe)

Ausstellungen (Auswahl) 1994: Bath Mat, Teilnahme an der Ausstellung von Droog Design auf dem Salone del Mobile in Mailand 1995: Mutant Material in Contemporary Design, Museum of Modern Art, New York City 1996: Thresholds in Contemporary Design from the Netherlands, Museum of Contemporary Art 1996: Self Manufacturing Designers, Ausstellung am Stedelijk Museum, Amsterdam 2001: My Soft Office, eine Reihe von futuristischen Büromöbeln für die Ausstellung Work Spheres im Museum of Modern Art, New York City 2002: Skin: Surface and Structure in Contemporary Design, Cooper Hewitt National Design Museum, New York City 2003: Hella Jongerius, Design Museum London 2005: Gastkuratorin am Cooper Hewitt National Design Museum, New York City 2005: On the Shelves, Ausstellung in der Villa Noailles, Hyères, Frankreich 2005: Ideal House, Internationale Möbelmesse, Köln 2007: Inside Colours, Installation für die Ausstellung My Home im Vitra Design Museum, Weil am Rhein 2010/2011: Hella Jongerius - Misfit, Museum Boijmans Van Beuningen, Rotterdam. 2014: Installation Colour Recipe Research, Gruppenausstellung EXEMPLARY MAK, Wien. 2016: A search behind apearences, mit Louise Schouwenberg für La Rinascente auf der Designwoche Mailand 2026: Hella Jongerius: Whispering Things, Vitra Design Museum, Weil am Rhein

Veröffentlichungen Hella Jongerius und Louise Schouwenberg: Beyond the New. Manifest Jongeriuslab NPN Printing, 2105. Hella Jongerius: I Don't Have a Favourite Colour: Creating the Vitra Colour and Material Library. Gestalten, Berlin 2016, ISBN 978-3-89955-665-0.

Literatur Jasmin Jouhar, Das Auge fühlt mit, in Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 22.03.2026, S.Louise Schouwenberg, Hella Jongerius: Hella Jongerius. Phaidon Press, London 2003, ISBN 0-7148-4305-9. Louise Schouwenberg, Paola Antonelli u. a.: Hella Jongerius-Misfit. Phaidon Press, London 2010, ISBN 978-0-7148-5987-3. Jasmin Jouhar, Das Auge fühlt mit, in Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 22.03.2026, S. 31

Weblinks

Jongeriuslab Designmuseum

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Einzelnachweise

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